Biostadt Augsburg. iStockphoto

Biostadt Augsburg – mehr Bio aus und für Augsburg

„Bio“ steht für Nachhaltigkeit. Bio-Lebensmittel sind gut für die Umwelt, das Klima, die Tiere und die Menschen. Die Biostadt Augsburg setzt sich dafür ein, dass mehr Essen aus frischen Lebensmitteln angeboten wird – nach Möglichkeit aus der Region und in Bio-Qualität.

Im Juli 2012 wurde dafür die „Arbeitsgemeinschaft Biostadt Augsburg“ gegründet – mit folgenden Zielen:

  • nachhaltige Ernährung mit Bio-Lebensmitteln für Augsburger ermöglichen
  • mehr Bio in Kitas, Schulen und öffentlichen Einrichtungen
  • mehr Bio in der Augsburger Gastronomie
  • mehr Bio bei Augsburger Veranstaltungen und Märkten
  • Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum Thema Ökologische Landwirtschaft und Bio-Lebensmittel
  • Vernetzung von Akteuren in Augsburg und den umliegenden Landkreisen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen

2014 haben sich Bio-Kommunen vernetzt. Die Stadt Augsburg ist Gründungsmitglied des Netzwerks Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise.

Netzwerk Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise

Die Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise setzen sich zum Ziel, den Ökolandbau, die Weiterverarbeitung und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln mit kurzen Transportwegen und regionaler Wertschöpfung verstärkt zu fördern. Bei der Lebensmittelbeschaffung für öffentliche Einrichtungen, Veranstaltungen und Märkte räumen sie den Bio-Lebensmitteln Vorrang ein. Insbesondere bei der Essenversorgung von Kindern und Jugendlichen.

Über vielfältige Aktionen, Veranstaltungen und Maßnahmen werden private Verbraucher und Großverbraucher wie Betriebskantinen und Cateringunternehmen angesprochen, um sie für eine nachhaltige Lebensweise und gesunde Ernährung zu gewinnen. Zudem unterstützen die Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise im Rahmen der Wirtschaftsförderung die Bio-Branche über Einzelprojekte und vernetzen Unternehmen, Organisationen und weitere Akteure. Sie fördern dadurch Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche.

Die Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise streben eine Vernetzung auf nationaler Ebene an. Vom Erfahrungsaustausch, von gemeinsamen Veranstaltungen und Projekten sollen die beteiligten Kommunen in besonderer Weise profitieren. Sie wollen der kommunalen Kompetenz zur Förderung des Ökolandbaus sowie beim Einsatz und Verbrauch von Bio-Produkten ein stärkeres politisches Gewicht verschaffen.
 

Kooperieren und vernetzen

Die Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise mit dem europäischen Städteverbund „Città del Bio“, sind offen für Kooperationen mit sonstigen europäischen Bio-Städten und tragen zum Aufbau eines flächendeckenden Netzwerkes von Bio-Städten in Europa bei. Dies soll dem ökologischen Landbau auf europäischer Ebene einen entscheidenden Schub geben. Um die Zusammenarbeit zu festigen und die gemeinsamen Ziele zu formulieren, wurde vom Netzwerk eine Kooperationsvereinbarung erstellt.

Die Biostadt Augsburg ist Gründungsmitglied des deutschen Biostädte-Netzwerks. Das Gründungstreffen fand am 04.02.16 im Augsburger Rathaus statt. Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Bremens Senator Dr. Joachim Lohse (in Abwesenheit), die Bürgermeisterin von Freiburg Gerda Stuchlik, Münchens Bürgermeister Josef Schmid und Michael Kolmer aus Darmstadt unterzeichneten persönlich die Kooperationsvereinbarung des deutschen Biostädte-Netzwerks. Kommunen aus ganz Deutschland arbeiten im Netzwerk an Projekten zusammen, um die Verwendung von Bio-Lebensmitteln zu fördern und damit eine nachhaltige Entwicklung der Städte zu stärken.

Neues Netzwerk für mehr Bio in Augsburg gegründet (Meldung vom 05.02.2016)

Zur Webseite des Netzwerks Bio-Städte 
  

Leitfaden für Kommunen entwickelt

Als erstes großes Kooperationsprojekt der Biostädte wurde ein Leitfaden mit dem Titel: „Bio in Kommunen – Strategien zur erfolgreichen Einführung von Biolebensmitteln in Kommunen“ erarbeitet. Dieser wurde auf der Fachmesse BioFach in Nürnberg am 15.02.2017 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Kommunale Beschäftigte, die mit Verpflegung oder der Beschaffung von Lebensmitteln befasst sind, sollen mit Hilfe des Leitfadens in die Lage versetzt werden, mehr Biolebensmittel einsetzen zu können. Zur Vorstellung des Leitfadens, sowie zu Fragen der praktischen Anwendung finden deutschlandweit mehrere Veranstaltungen statt.
 

Tagung "Mehr Biolebensmittel in Kommunen - Möglichkeiten - Rahmenbedingungen - Beispiele"

Die Tagung findet am Dienstag, 9. Mai 2017, in München statt. 
Die Details entnehmen Sie bitte der Tagungsvorankündigung.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die mit der Beschaffung und dem Einsatz von Verpflegung in einer Kommune befasst sind: An politische Entscheidungsträger, Beschaffungsverantwortliche in der Verwaltung und Küchenleitungen.

In Augsburg wird es eine Info-Veranstaltung zum praktischen Einsatz des Leitfadens für die städtischen Beschäftigten voraussichtlich im Sommer 2017 geben.   
 

Mehr Informationen unter: www.oekolandbau.de/grossverbraucher/betriebsmanagement/betriebskonzepte/mehr-bio-in-kommunen/

Mehr Bio aus und für Augsburg soll mit verschiedenen Maßnahmen erreicht werden. Eine schonende Landwirtschaft, Regionalität und faires Handeln stehen dabei im Vordergrund. Die Biostadt Augsburg bietet gute Chancen für Handel, Verarbeitungswirtschaft, Landwirte, Gastronomie und Tourismus. Die Projekte der Arbeitsgemeinschaft im Überblick:

Projekt „Bio-Coaching für Augsburger Kitas“

Das Projekt verfolgt das Ziel den Bio-Anteil im Essen der Kindergartenkinder zu steigern, ohne das zur Verfügung stehende Budget zu erhöhen. Es startete im Herbst 2015. Zwei städtische Kindertageseinrichtungen wurden ein Jahr lang von einem erfahrenen Coach begleitet. Die getroffenen Maßnahmen waren unter anderem: Beratungen in den Kitas vor Ort, Workshops für Kita-Köchinnen zum Umgang mit Bio-Lebensmitteln und neuen Rezepten, Fahrten zum Bio-Bauernhof mit Schulungen und geführte Rundgänge über die Fachmesse BioSüd für Kita-Köchinnen und Kita-Leitungen.

Der Bio-Küchenworkshop begeisterte und motivierte die Kita-Köchinnen. Die Zufriedenheit mit und die Wertschätzung für das Essen konnte in den Einrichtungen gesteigert werden.

Der Gesamt-Bio-Anteil aller städtischen Kitas erhöhte sich von 10 % (in 2015), über 14 % (in 2016) über 18,5 % (in 2017), auf 23 % (in 2018), da in allen Kitas nun vermehrt die Möglichkeiten zum Bioeinkauf genutzt werden konnten. In der Kita, welche eine Frischeküche besitzt, wuchs der Bioanteil von 11 % auf 43 %. Die Kita mit einer TK-Mischküche, konnte den Bioanteil von 23 % auf 27 % steigern.

Im Herbst 2018 starteten drei weitere Kitas mit dem individuellen Coaching, welches wieder drei Beratungen und Schulungen innerhalb eines Jahres umfasst.

Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Bewerbung und Ernennung zur Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Die Stadt Augsburg und der Landkreis Augsburg haben sich gemeinsam um die Auszeichnung zur staatlich anerkannten Öko-Modellregion beworben. Zusammen mit 14 anderen Regionen wurde die Region Stadt.Land.Augsburg am Donnerstag, den 2. Mai zur Öko-Modellregion benannt. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber überreichte beim Festakt im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den Vertretern der Stadt Augsburg und des Landkreises Augsburg die Öko-Modellregion Urkunde.

Insgesamt gibt es nun bayernweit 27 staatlich anerkannte Öko-Modellregionen, die aus 520 Kommunen bestehen und fast 30 Prozent der Landesfläche abdecken. Die Regionen hatten sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und die Jury mit ihren Konzepten überzeugt, wie sie der Produktion und dem Absatz heimischer und nachhaltiger Lebensmittel in der Region zukunftsweisende Impulse verleihen wollen.

Die Öko-Modellregionen sind ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms „BioRegio 2020“, mit dem der Öko-Landbau in Bayern deutlich vorangebracht werden soll. Zudem trägt die Ausweitung um 15 neue Regionen dem besonderen Anliegen der Artenvielfalt und damit auch des Volksbegehrens Rechnung. Die lokalen Bündnisse werden in den kommenden zwei Jahren über die Ämter für Ländliche Entwicklung bei der Umsetzung ihrer vielfältigen Projekte unterstützt und gefördert. 75 Prozent der Kosten für die Stelle des Projektleiters vor Ort werden vom Freistaat übernommen, maximal bis zu 75.000 Euro im Jahr. Die Förderung läuft zwei Jahre und kann um weitere drei Jahre verlängert werden. Das Gesamtfördervolumen beträgt knapp 1,5 Millionen Euro pro Jahr.  

Ziel der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Im Mittelpunkt steht die Wechselwirkung zwischen der Stadt und ihrem angrenzenden, ländlich geprägten Umland. Ziel ist es, landwirtschaftliche Nutzungsformen zu fördern, die nachhaltig zum Erhalt regionaltypischer Kulturlandschaften beitragen. Dazu gehören z.B. die Heiden im Lech- und Wertachtal, die Wiesenlandschaften an Schmutter und Zusam oder die Streuobstwiesen in den Stauden. Wesentliche Aufgabe ist der Auf- und Ausbau von Wertschöpfungsketten für regional produzierte Bio-Lebensmittel. Das bedeutet, dass Anbau, Verarbeitung und Vertrieb bis hin zu den Endverbrauchern für Regionalität und Bio-Zertifizierung sensibilisiert und die Akteure untereinander vernetzt werden. Neben landwirtschaftlichen Betrieben sollen auch lebensmittelverarbeitende Betriebe, Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und Hotellerie einbezogen werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung von bewusstseinsbildenden Maßnahmen für die Bevölkerung.    

Die nächsten Schritte der ÖMR Stadt.Land.Augsburg

Bis zum Sommer soll die Stelle des Augsburger Öko-Modellregion-Managers, welche beim Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg angesiedelt wird, besetzt werden. Der Manager wird in Zusammenarbeit mit der Steuerungsgruppe (bestehend aus Vertretern von lokalen Organisationen) versuchen, Projekte in der Region umzusetzen die den ökologischen Landbau und die Region stärken, sowie Maßnahmen, die das Bewusstsein für ökologische Produkte erhöhen. Ein Schwerpunkt der Arbeit wird die regionale Vernetzung der Akteure darstellen. Interessierte Akteure wie Landwirte oder Verarbeiter sind herzlich eingeladen, sich beim Landschaftspflegeverband oder dem Gesundheitsamt der Stadt Augsburg zu melden. Zudem ist eine Auftaktveranstaltung für die Öko-Modellregion in Planung, bei der die geplanten Projekte vorgestellt werden.  

Weitere Informationen

Zur Steuerungsgruppe, die maßgebend am Bewerbungsverfahren und an der Umsetzung der geplanten Projekte beteiligt ist, gehören:

  • Stadt Augsburg, Gesundheitsamt
  • Landratsamt Augsburg, Wirtschaftsförderung
  • Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. mit der Umweltstation Augsburg
  • Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V.
  • Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V.
  • Regionalentwicklung Augsburg Land West – ReAL West e.V.
  • Lech-Wertach-Interkommunal e.V.
  • HERZWERK Gemeinwohl e.V.    

Geplante Projekte der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Vermarktung von Fleisch aus der Landschaftspflege

Mit diesem Projekt soll die Marke „Lechtall Lamm“ des Landschaftspflegeverbandes Augsburg und die Nutzung von Rindfleisch aus der extensiven Mutterkuhhaltung weiterentwickelt werden.  Ziel ist es Voraussetzungen für die Biozertifizierung der Wanderschäferei zu schaffen, weitere geeignete Öko-Flächen für Wanderschäfer und Mutterkuhhalter zu gewinnen. Außerdem soll die Vermarktung von Rindfleisch, Lammfleisch und -produkten bei regionalen Gastronomen, Metzgereien und beim Endkunden ausgebaut werden. 

Umgesetzt wird dieses Projekt vom „Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V.“, dem „Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.“ mit der Umweltstation Augsburg und dem „Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V.“  

Neue (Bio-) Produkte aus der Landschaftspflege

Streuobstwiesen, Magerrasen, extensive Heuwiesen und Äcker, Wälder, Bäche und Gräben sind prägende Elemente der Kulturlandschaft im Projektgebiet. Durch die Vermarktung von z.B. Honig aus der Region, Apfelsaft aus Streuobstwiesen, Wildfleisch aus der Jagd, Wolle aus der Schafhaltung etc. sollen neue Wertschöpfungsketten geschaffen und dadurch nachhaltige Nutzungsformen dieser Lebensräume gefördert werden. An diesem Projekt beteiligen sich u.a. der Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V., der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V., der Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V., der Regionalentwicklung Augsburg Land West – ReAL West e.V.  

Förderung des Biohanf-Anbaus

Ziel ist es den Bio-Hanfanbau in der Region durch den Aufbau geeigneter Absatzwege und Wertschöpfungsketten einzuführen, regionale Bio-Hanfprodukte wie Lebensmittel, Textilstoffe, Baustoffe etc. herzustellen und die gewonnenen Produkte lokal zu verarbeiten und zu vermarkten. Dies ist ein Projekt des „HERZWERK Gemeinwohl e.V.“.

Aufbau einer regionalen Saatgutbörse

Der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. testet derzeit mit zwei Landwirten und dem Amt für Grünordnung und Naturschutz der Stadt Augsburg mehrere Verfahren, die es ermöglichen, Saatgut von artenreichen Biotopflächen (autochthones Saatgut) zu ernten und zu bevorraten.  Dadurch wird die Anlage von Ausgleichsflächen, die Neuschaffung von Biotopflächen, Schaffung weiterer Einkommensmöglichkeiten für ökologische Bewirtschafter durch Bereitstellung ihrer Flächen für die Saatgutgewinnung erreicht. Die Landschaftspflegeverbände der Stadt Augsburg und des Landkreis Augsburg unterstützen und betreuen dieses Projekt.  

Stärkung von ländlicher Gastronomie, Märkten und Landwirtschaft

Bestehende Angebote, wie das Naturführungsangebot „Natur erleben im Naturpark“ des Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V., dem „Regionalvermarktertag“ im Botanischen Garten, regionale Märkte uvm. sollen besser bekannt gemacht und ausgebaut werden. Bei diesem Projekt sind alle Mitglieder der Steuerungsgruppe beteiligt.

Verbraucherbildung und -aktivierung

Bereits vorhandene Angebote, wie die Informationsplattform „Lifeguide Augsburg“, Aktionen für Schulklassen verschiedener Jahrgangsstufen, uvm. werden weiter ausgebaut. Dadurch soll die regionale Identität und das Kennenlernen der Region gefördert werden. Außerdem wird die Wertschätzung für Natur, Umwelt, Region und (Bio)Lebensmittel erhöht. Auch bei diesem Projekt sind alle Mitglieder der Steuerungsgruppe sowie andere Akteure beteiligt.      

Aktuelles

Workshop „Bio-Karpfen in der Gemeinschaftsverpflegung"

Mehr als 25 interessierte Gastronomen und Fachbesucher*innen, nahmen an dem Workshop „Bio-Karpfen aus Bayern für die bay. Gemeinschaftsverpflegung“ teil. Dieser wurde vom BUND Naturschutz (BN) in Kooperation mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), dem Naturland e.V. und der Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Mittelfranken am 10. April 2019 im Betriebsrestaurant der Linde Gastronomie durchgeführt. Es wurden den Teilnehmern Möglichkeiten für den Einsatz von Bio-Karpfen in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung aufgezeigt.

Bild: BUND Naturschutz, Elisabeth Peters

Karpfen  - nachhaltig und regionalDie Karpfenteichwirtschaft gehört bereits seit vielen hundert Jahren zu unserer regionalen bäuerlichen Kultur. Eine Besonderheit ist, dass Karpfenteiche ohne Fremdenergie betrieben werden. Die Sonnenenergie ist hier ausreichend. Vor allem haben Karpfen den ökologischen Vorteil, dass sie ihren Eiweißbedarf aus der Natur decken und somit keine Zufütterung von Fischmehl benötigen wie andere Fische aus der Aquakultur.   Der Bio-Karpfen ist aus nachhaltiger, umweltfreundlicher Erzeugung und durchläuft kurze, regionale Wirtschaftskreisläufe. Die regionalen bäuerlichen Fischwirte treffen viele Maßnahmen um einerseits ein ökologisches Gleichgewicht sicher zu stellen und andererseits eine hohe Produktqualität zu erreichen. Zusätzlich bietet die Karpfen-Teichlandschaft einen wertvollen Lebensraum für Vögel, Insekten und viele Wasserorganismen. Für Gastronomen liefern die neuen Verarbeitungstechniken eine Bereicherung für den Speiseplan.  

Kampagne "Bio-Fisch in der Mittagspause"Die Kampagne wird von der Naturland Fachabteilung Aquakultur und Fischerei durchgeführt. Sie verfolgt das Ziel, dauerhaft Partnerschaften zwischen interessierten Großküchen und Erzeugern bzw. Lieferanten von Öko-Fisch – Vorzugsweise in der Region aufzubauen. Die Kampagne bietet Großküchen Unterstützung bei der Suche nach Bio-Fisch, d.h. Kontakt zu Bio-Fischzüchtern bzw. Bio-Fischlieferanten aus der Region und darüber hinaus. Außerdem werden Informationen für die Tischgäste bereitgestellt. Angeboten werden:

  • Aktionstage mit Verkostung, Fischbett, Infocounter und Fisch-Quiz
  • Hinweisschilder für Kantine, Tischaufsteller, Rezeptblätter für Kantinengäste
  • Stories zu Bio-Fisch und Bio-Fischzüchter für Intranet, Speisekarte und andere Publikationen  

Für Fragen steht Ihnen das Biostadt Augsburg Team unter der Mailadresse ernaehrung.gesundheitsamt@augsburg.de zur Verfügung.

Betriebsbesichtigung der Bio-Metzgerei Tagwerk

Am 30. April 2019 lud die Biostadt Augsburg im Rahmen des Bio-Köche-Stammtisches zu einer Besichtigung der Bio-Metzgerei „TAGWERK“ alle interessierten Köche und Köchinnen, Caterer, Gastronomen und Mitglieder der Ag Biostadt ein.

Die Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft TAGWERK ist ein Zusammenschluss von engagierten Verbrauchern, Erzeugern und Händlern in der Region um Erding, Dorfen und Freising. Sie produzieren, verarbeiten und vermarkten ökologisch zertifizierte Lebensmittel.

Die Augsburger Gruppe wurde in der Metzgerei durch die Bereiche Stall, Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung geführt. Im großen überdachten Offenstall verbringen die Tiere nach ihrer Anlieferung den letzten Tag und die Nacht vor der Schlachtung in Ruhe und ohne Aufregung. Das Ziel ist, den Tieren Respekt zu zollen und diese stressfrei und tiergerecht zu behandeln. Die Rinder, Schweine und Schafe, die hier geschlachtet und verarbeitet werden, kommen von Bio-Höfen aus einem Umkreis von 50 km.

Es folgte ein Rundgang durch das Schlachthaus und die Produktionsräume. Da Schlachtung und Verarbeitung unter einem Dach sind, kann das Fleisch nach höchsten handwerklichen Standards schlachtwarm verarbeitet werden. Diese natürliche Art der Verarbeitung ermöglicht eine schmackhafte Produktvielfalt und kommt ohne Nitritpökelsalz aus.

Anschließend durfte sich die Gruppe bei einer leckeren Brotzeit von den schmackhaften Wurstwaren überzeugen lassen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit im Anschluss im Laden einzukaufen.

Workshops

Kita-Koch-Workshop 2018

Am 28. November findet ein Kochworkshop für die Köchinnen und Küchenleitungen der städtischen Augsburger Kitas statt. Themenschwerpunkt sind Gerichte aus Hülsenfrüchten, die in den Mischküchen eingesetzt werden können.

Workshop „Kreative Küche mit Bio-Gewürzen in der Profiküche“ 2018

Der Workshop fand am 17. Juli statt und richtete sich an Verpflegungsverantwortliche und Gastronomen, die ihr Wissen über Bio-Gewürze erweitern wollten. Dort wurde Hintergrundwissen zu Gewürzen, Grundlagen der Sensorik sowie der Anbau, die Ernte und die Aufbereitung von Bio-Gewürzen und die Wirkung der einzelnen Gewürze in Gewürzmischungen vermittelt.

Fortbildung für Bio-Experten der Bio-Pausenbrot-Aktion

Für die Bio-Experten der jährlich stattfindenden Bio-Pausenbrot-Aktion an Augsburger Grundschulen wird es wieder eine Fortbildung geben. Sie werden pädagogisch für die Unterrichtseinheit, welche sie bei der Aktion in den 1. Klassen durchführen, geschult.

Bio-Pausenbrot-Aktion

Bio schmeckt und ist gesund – das beweist die Arbeitsgruppe Biostadt Augsburg Grundschülern  jedes Jahr. Bild: iStockphoto 1111
Bio schmeckt und ist gesund – das beweist die Arbeitsgruppe Biostadt Augsburg Grundschülern jedes Jahr. Bild: iStockphoto

Ziel der Biopausenbrot-Aktion ist es, Kinder, Lehrkräfte und Eltern für eine gesunde Ernährung mit umweltfreundlich produzierten Lebensmitteln zu begeistern. Sie sollen erleben, wie gut gesundes Essen schmeckt. Die Vermittlung einer gesunden Lebensführung mit gesunden Biolebensmitteln steht dabei im Vordergrund.

Die Kinder bekommen fertig gepackte Brotboxen (z. B. von den Eltern) überreicht, oder sie bereiten die Brotzeit gemeinsam in der Klasse vor. Dazu dürfen sie das Obst und Gemüse waschen und schneiden, Brot bestreichen und Tee kochen. Die Bio-Lebensmittel werden von lokalen Bio-Unternehmen gesponsert. Außerdem kommt in jede Klasse ein „Bio-Experte“ aus der Arbeitsgemeinschaft Biostadt Augsburg, der kindgerecht erklärt, wie Lebensmittel im Körper wirken oder wie Ernährung das Klima beeinflusst.

Die Augsburger Bio-Experten

  • Petra Diemer ; aws Stadt Augsburg
  • Frank Schubert; Bio und Vollwert Bäckerei Schubert
  • Margret Weishaupt; DHB Netzwerk Haushalt
  • Maria Leidemann; Verbraucher Service Bayern
  • Maria Ginapp; Kulturküche
  • Leonore Sibeth; Umweltstation Augsburg
  • Christine Klink; Umweltstation Augsburg
  • Angelika Blon; Umweltstation Augsburg
  • Claudia Khalfi; Umweltstation Augsburg
  • Verena Beyer; Umweltstation Augsburg
  • Eva Bahner; Umweltstation Augsburg
  • Naiara Vieira; Umweltstation Augsburg
  • Margit Binder; Umweltstation Augsburg
  • Cornelia Stimpfle; Umweltstation Augsburg
  • Benjamin Vogt; Umweltstation Augsburg
  • Ralf Stallforth; Naturdings Agentur
  • Christiane Schnell; Bio-Cafe Werthmanns
  • Alexandra Wagner; Gesundheitsamt Stadt Augsburg

Seit 2008 gibt es die Bio-Pausenbrot-Aktion. Nun kann die Aktion allen Augsburger Grundschulen angeboten werden. Im November ist ein 2-wöchiger Aktionszeitraum geplant. Jede Schule wählt einen Termin innerhalb des Aktionszeitraums für ihre Aktion aus und organisiert die notwendigen Helfer an der Schule.

Schirmherrschaft aus Spitzensport

Seit 2012 begleiten prominente Augsburger Spitzensportler die Aktion. Sie besuchen die Schulen und sprechen mit den Kindern über die Wirkung der Ernährung auf den Körper und über ihren Sport.

Aus dem Leistungssport Kanu Slalom:

  • Ricarda Funk; World Cup Siegerin 2016, Vizeweltmeisterin Kajak Einer Damen 2015
  • Sebastian Schubert; Europameister im Team 2015, World Cup Gesamtsieger Kajak Einer Herren 2013
  • Alexander Grimm; Olympiasieger Kajak Einer Herren 2008 Peking
  • Florian Breuer;Weltmeister im Team Junioren 2015, Juniorenweltmeister Canadier Einer Herren 2014
  • Elisabeth Micheler-Jones; Olympiasiegerin Kajak Einer Damen 1992 Barcelona
  • Birgit Ohmayer; Bronze Olympische Jugendspiele 2014
  • Selina Jones; U23 Weltmeisterin und U23 Europameisterin 2016

Eishockey (AEV Panther):

  • Duanne Moeser; Ehemaliger Spieler und Sportmanager AEV

Ohne die Spenden der folgenden Unternehmen wäre die Biopausenbrot-Aktion nicht möglich:

  • Bio- und Vollwert Bäckerei Schubert
  • Stadtsparkasse Augsburg
  • basic AG
  • denn's Biomarkt
  • Die rollende Gemüsekiste
  • Pfänder Hof Schwabmünchen
  • Herbaria Kräuterparadies GmbH
  • Ökoring Handels GmbH
  • BODAN
  • dennree
  • Kolpingstiftung Augsburg
  • FLSmidth Pfister GmbH

Der „Bio-Köche-Stammtisch“

Am 03. Mai 2017 startet der „Bio-Köche-Stammtisch“ in der MAN-Kantine. Leiter der MAN-Betriebsgastronomie Gerhard Frauenschuh lädt zu einer Küchenbesichtigung ein und berichtet über sein erfolgreiches Küchenkonzept.  

Der „Bio-Köche-Stammtisch“ soll für alle interessierten Köche und Einrichtungen, die gerne mit Bio-Lebensmitteln kochen oder dieses anstreben eine Plattform zum Austausch schaffen. Fragen der Teilnehmenden rund um den Themenkomplex nachhaltige, klimafreundliche, regionale, saisonale, vegetarische oder vegane Ernährung sollen bei den Treffen erörtert werden.  

Bio-Lebensmittel sind ein wichtiges Element einer modernen, gesunden Ernährung. Ökologische Ernährung ist mittlerweile kein Randthema mehr. Immer mehr Kunden wünschen sich Bio-Produkte auch in der Außerhaus-Verpflegung. Durch ein gewisses Bio-Angebot können neue Käuferschichten gewonnen und gleichzeitig die Qualität des Essens verbessert werden.  

Geplant ist, dass die Treffen abwechselnd in verschiedenen Einrichtungen und Küchen stattfinden. Interessierte können sich zur Teilnahme im Büro von Frau Wagner (siehe Kasten rechts) anmelden.  

Klassenfahrt auf den Bio-Bauernhof

Der Lernort „Bio-Bauernhof“ bietet Kindern die Möglichkeit, mit allen Sinnen eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und Nutztierhaltung kennen zu lernen. „Wo kommen die Lebensmittel her, wieviel Aufwand ist für die Produktion notwendig?“ Diese und viele weitere Fragen werden bei einer Hofbesichtigung beantwortet. Dadurch können die Kinder einen persönlichen Bezug zum Essen aufbauen, wodurch die Wertschätzung für Lebensmittel und das Interesse an einer gesunden Ernährung ansteigt. Am Projekt beteiligten sich mittlerweile 13 Bio-Bauernhöfe im Augsburger Umland.

Die Klassenfahrten werden durch die Arbeitsgruppe Biostadt Augsburg organisiert. 2015 fand die erste Klassenfahrt der St. Max Grundschule zum Biolandhof Kreppold bei Dasing statt.

Im Schuljahr 2016/2017 fanden 32 Klassenfahrten statt.

Im Schuljahr 2017/2018 fanden 41 Klassenfahrten statt.

Durch eine Kooperation mit der BKK Stadt Augsburg können die Kosten für die Busfahrt übernommen werden.

Interessierte Lehrkräfte können sich gerne beim Biostadt Augsburg Team im Gesundheitsamt informieren (siehe Ansprechpartner oben rechts) und sich zur Teilnahme anzumelden.

Die teilnehmenden Bio-Bauernhöfe sind entweder im Netzwerk „Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), oder im Programm „Erlebnis Bauernhof“ der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) engagiert. Die Bäuerinnen und Bauern werden für diese Programme pädagogisch geschult.

Liste der teilnehmenden Bio-Bauernhöfe
 

Impressionen der Klassenfahrt