Stadtarchiv Augsburg

Das Stadtarchiv Augsburg ist die zentrale Anlaufstelle für die Augsburger Stadtgeschichtsforschung. Als Gedächtnis der Stadt und ihrer Verwaltung verwahrt das Archiv allewichtigen amtlichen Unterlagen der heutigen Stadtverwaltung und ihrer Vorgänger. Diese Überlieferung (derzeit rund 12.000 laufende Regalmeter), die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht, wird durch umfangreiche Sammlungen verschiedenster Art und Herkunft, die sich auf die Stadt Augsburg beziehen, ergänzt und kann im Lesesaal eingesehen werden.

Sonderhinweise!

Aufgrund einer internen Dienstbesprechung öffnet der Lesesaal am Dienstag, den 14.04., erst ab 13:00 Uhr

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Hinweise für Ihre Recherche und zur Benutzung des Lesesaals

Wir empfehlen dringend eine vorherige Kontaktaufnahme, um Wartezeiten bei Beratung und Bereitstellung zu vermeiden. Für eine Einsichtnahme in Unterlagen der Älteren Bestände (Archivgut bis 1806) muss eine rechtzeitige Bestellung der Archivalien (1-2 Wochen) vor dem Besuch im Lesesaal erfolgen: Kontakt zum Stadtarchiv

Öffnungszeiten des Stadtarchivs:
Montag: für externe Benutzerinnen und Benutzer geschlossen (Archivbenutzung durch städtische Ämter und Dienststellen nach Voranmeldung möglich)
Dienstag – Donnerstag: 8:00 – 17:00 Uhr
Freitag:                            8:00 – 12:00 Uhr

Um eine zielführende und effiziente Betreuung vor Ort im Lesesaal zu gewährleisten, bitten wir Sie um eine telefonische oder schriftliche Voranmeldung mit Angabe Ihres Benutzungsanliegens. Bei Nutzung durch Gruppen (Schulklassen, Uni-Seminare) ist diese unbedingt erforderlich.

Online-Recherche
Der Online-Archivkatalog bietet die Möglichkeit, in den Beständen des Stadtarchivs zu recherchieren und Bestellungen für den Lesesaal vorzubereiten. Die Datenbank sieht verschiedene Möglichkeiten der Suche vor – vom Volltext bis hin zu einer speziellen Systematik, die sich an der Gliederung und Aufstellung der Bestände orientiert. Darüber hinaus wächst stetig der Anteil an digitalisierten Archivalien, die bereits online eingesehen und genutzt werden können. hier der direkt Zugang zum Online-Katalog

Einsicht in Bauakten
Einen Termin für die Bauakteneinsicht können Sie hier buchen. Terminbuchungen per E-Mail oder Telefon sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.


Aktuelles aus den Stadtarchiv


Jahresprogramm des Stadtarchivs 2026

Das Stadtarchiv bietet eine Reihe von Vorträgen, Workshops, Seminaren und Aktionen an, zu denen wir Sie gerne einladen möchten. Einen Überblick über alle Veranstaltungen finden Sie hier. Sofern eine Anmeldung erforderlich ist, können Sie unseren Formularservice nutzen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Der tödliche Griff in die Stadtkasse

Mittwoch, 15.04.2026, 19:00 Uhr / Vortrag
Referenten: Dr. Barbara Rajkay, Stadtbergen / Dr. Hans-Jörg Künast, Mering

Im "Goldenen Zeitalter" Augsburgs bedienten sich gleich drei Vertreter aus Politik und Verwaltung großzügig aus der Stadtkasse. Bekannt ist vor allem der Chronist und Ratsdiener Paul Hector Mair, der die Stadt um etwa 40 000 Gulden betrogen hatte und am 10. Dezmber 1579 für seine Gier am Galgen büßte.
Der Stadtsekretär Caspar Spindelmayr versuchte es mit gefälschten Schuldbriefen und endete 1593 auf dem Schafott, während der Patrizier Friedrich Endorffer als Steuerherr rund 30 000 Gulden unterschlug und im Gefängnis "in den Eisen" am 15. November 1628 verstarb.
Warum blieben die Vergehen so lange unbemerkt und wofür haben die Delinquenten das Geld verwendet? Dank sprudelnder Quellen ergeben sich detailliertet Einblicke in ihre Lebensverhältnisse und ihr Konsumverhalten.

Eintritt frei


Vom Wohnzimmer in die Welt. Walter Oehmichens Augsburger Puppenkiste

Mittwoch, 29.04.2026, 19:00 Uhr / Vortrag
Referent: Matthias Böttger M.A., Dortmund

Walter Oehmichen verhalf der Stadt Augsburg durch die Gründung seiner "Puppenkiste" zu ihrem vielleicht charmantesten Aushängeschild. Jedoch war der Erfolg lange Zeit kaum vorauszusehen.
Matthias Böttger, Historiker und Biograf, nimmt Sie mit durch das wechselvolle und ereignisreiche Leben des Regisseurs und Schauspielers.

Eintritt frei


Mit Falzbein und Ahle – Einführung in die historische Buchbinde- und Einbandtechnik +++ Kurs ausgebucht +++

Donnerstag, 12.11., 19.11., 26.11.2026, 17:30 – 20:30 Uhr / Workshop  +++ Kurs ausgebucht, neue Anmeldungen werden in die Warteliste eingetragen +++

Erlernen Sie die Grundkenntnisse in den klassischen Techniken der Handbuchbindung und gestalten Sie verschiedene Buntpapiere als Einband für Ihre individuellen Notizbücher.

Kurs für Fortgeschrittene an drei Abenden (12.11., 19.11., 26.11.)
Unkostenbeitrag pro Person: 45 Euro
Begrenzte Plätze (12 Personen), Anmeldung erforderlich über das Kontaktformular.

Referenten: Dr. Eva Haberstock, Archivarin M.A. und Buchbinderin / Daniel Wiedenmann, Handbuchbinder / Mag. Kerstin Lengger, Archivdirektorin, Stadtarchiv Augsburg


Das historische Dokument

Neue Quellenfunde zum Volksschüler
Bertolt Brecht (1898-1956)

Als am 1. September 1904 in der Volksschule Bei den Barfüßern rund 50 Kinder ihren ersten Schultag absolvierten, ahnte sicher niemand, dass man einen der Abc-Schützen später zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts zählen würde: Eugen Berthold Friedrich Brecht. Seine ersten Schuljahre konnten bislang nur mithilfe vager Kindheitserinnerungen von Zeitgenossen rekonstruiert werden. Schülerverzeichnisse der Barfüßerschule, die unlängst in das Stadtarchiv gelangten, erlauben nun erstmals einen faktenbasierten Blick auf Brechts frühe Schullaufbahn. Hier mehr lesen




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