Das Augsburger 3D-Stadtmodell

Wer Augsburg aus der Vogelperspektive erkunden möchte, kann das künftig mit dem 3D-Stadtmodell. Seit  6. Mai 2022 ist der „digitale Zwilling“, also das digitale Abbild der Stadt, im Geoportal der Stadt Augsburg online. Die neue Anwendung bildet die Erdoberfläche einschließlich der Gebäude, Brücken und einer Vielzahl von Bäumen auf städtischem Grund ab und ermöglicht eine virtuelle, dreidimensionale Entdeckungsreise am PC, Smartphone oder Tablet.

Das Geodatenamt, welches für die Bereitstellung von Geodaten in der Stadt Augsburg zuständig ist, bringt damit die bisher verborgenen dreidimensionalen Datenschätze der Stadtverwaltung ans Licht der Öffentlichkeit. Mit dem 3D-Stadtmodell werden 14 prominente Augsburger Bauwerke als realistische Modelle mit texturierten Dächern und Fassaden angeboten, wie beispielsweise das Rathaus, der Perlachturm, der Hohe Dom, die Synagoge oder das Rote Tor. Zur Orientierung und Navigation dient zudem die Adresssuche, mit der die circa 43.000 Adressen im Stadtgebiet angeflogen werden können.

Direkt zum Augsburger 3D-Stadtmodell

   

Ein kleiner Flug über die Innenstadt mit dem 3D-Stadtmodell:

    

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum 3D-Stadtmodell:

   

Was ist ein 3D-Stadtmodell?

Die Stadt Augsburg bietet das digitale 3D-Stadtmodell als interaktive Browseranwendung für die Bürgerschaft. Diese Anwendung bildet die Erdoberfläche einschließlich der Gebäude, Brücken und einer Vielzahl von Bäumen auf städtischem Grund ab und ermöglicht eine virtuelle, dreidimensionale Entdeckungsreise am PC, Smartphone oder Tablet.


Gibt es auch andere Städte, die 3D-Stadtmodelle anbieten?

Generell ist das 3D-Stadtmodell in zahlreichen anderen Städten ein sehr präsentes Thema. Beispielsweise in der Landeshauptstadt München befindet sich ein sogenannter „Digitaler Zwilling“, also ein digitales Abbild der Stadt, im Aufbau. Die Stadt Bamberg verwendet bereits seit Jahren ein digitales Stadtmodell zu Planungs- und Analysezwecken. Der Öffentlichkeit zugängliche 3D-Stadtmodelle bieten unter anderem der Landkreis Cham sowie die Städte Dresden, Freiburg im Breisgau, Konstanz und Leipzig an.


Was war der Auslöser für dieses Projekt?

Die Stadtregierung will mit dem 3D-Stadtmodell eine transparente, plastisch-visuelle Informationsmöglichkeit für die Bürgerschaft anbieten. Das Geodatenamt, welches für die Bereitstellung von Geodaten in der Stadt Augsburg zuständig ist, bringt die bisher verborgenen dreidimensionalen Datenschätze der Stadtverwaltung damit ans Licht der Öffentlichkeit.

Weiterer Auslöser für dieses Projekt ist der technologische Quantensprung von Seiten unseres Softwareherstellers – der es ermöglicht, Massendaten über eine Webanwendung performant verfügbar zu machen. Die verbesserte Verfügbarkeit von dreidimensionalen Geodaten und die Aufrüstung der Hardwareausstattung in der Stadtverwaltung waren weitere Faktoren, die uns die Aufbereitung dieser Anwendungen am Desktop-PC performant möglich machte.


Welche Besonderheiten weist die Anwendung „Das Augsburger 3D-Stadtmodell“ auf?

Dank des weltweiten, digitalen Geländemodells, welches die Erdoberfläche sehr genau abbildet und von einem Luftbild überlagert wird, ist eine virtuelle Erkundungsreise rund um die Erdkugel möglich.

Besonderes Augenmerk liegt aber natürlich auf dem Augsburger Stadtgebiet. Hier werden 14 prominente Augsburger Bauwerke wie beispielsweise das Rathaus, der Perlachturm, der Hohe Dom, die Synagoge oder das Rote Tor mit texturierten Dächern und Fassaden als realistische Modelle angeboten.

Das Gebäudemodell der Bayerischen Vermessungsverwaltung mit über 400.000 Gebäuden erstreckt sich über die Stadtgrenze hinaus in die angrenzenden Landkreise und steht auch in den Forstgebieten im Freistaat Bayern, die durch die Stadt Augsburg bewirtschaftet werden, zur Verfügung. Diese Gebiete sind mit einem noch exakteren Geländemodell, deren Datengrundlage aus einer Laserscanning Befliegung der Bayerischen Vermessungsverwaltung stammen, hinterlegt.

Einen grünen Akzent setzt eine Momentaufnahme des städtischen, digitalen Baumkatasters, welches in einem stetigen Prozess vom Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen gepflegt wird und derzeit über 61.000 Baumstandorte beinhaltet. Die bisher digital erfassten Bäume werden schematisch in 3D dargestellt und sind für den wirklichkeitsgetreuen Eindruck des Stadtmodells von großem Wert. Das Luftbild in 2D ergänzt die Darstellung, sodass auch die nicht im Kataster erfassten Baumbestände z.B. auf Privatflächen, auf Flächen der Forstverwaltung und anderer Ämter oder in weitläufigen Grünanlagen abgebildet werden.

Zur Orientierung und Navigation dient die Adresssuche, mit der die circa 43.000 Adressen im Stadtgebiet angeflogen werden können.


Wo kommt das 3D-Stadtmodell künftig zum Einsatz?

Das 3D-Stadtmodell kann von der Bürgerschaft aber natürlich auch von allen anderen Interessenten zum digitalen Stöbern und Erkunden unserer Stadt genutzt werden.

Für die Zukunft könnte das 3D-Stadtmodell bzw. seine Komponenten (3D-Geodaten) für vielfältige Aufgabenstellungen herangezogen werden:

  • Stadtentwicklungs- und Freiraumplanung
  • zur Beauskunftung von verschiedenen Fachdaten
  • als Planungs- und Visualisierungswerkzeug für Architekten
  • zur Berechnung von Starkregenereignissen oder Überflutungsmodellen
  • für klimatische Analysen wie z.B. Kaltluftschneisen
  • zur Berechnung der Lärmbelastung aus verschiedenen Lärmquellen

Über den Vertrieb des Geodatenamtes können diese Daten bereit jetzt in verschiedenen Formaten bestellt werden.

 


Ist das Stadtmodell für alle zugänglich?

Seit 6. Mai 2022 ist die Anwendung abrufbar. Das responsive Design ermöglicht die Nutzung über die gängigen Browser in der aktuellen Version von verschiedenen Endgeräten wie Smartphone, Tablet und Desktop-PC. Um die Anwendung optimal nutzen zu können, empfehlen wir die Beachtung der Systemanforderungen im Begrüßungsbildschirm.