Verdienstmedaille „Für Augsburg“. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg

Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“

Seit 1993 verleiht die Stadt Augsburg jedes Jahr die Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“, um Bürgerinnen und Bürgern zu danken, die sich in uneigennütziger Weise und vornehmlich ehrenamtlich um die Stadt, insbesondere „um das Wohl der örtlichen Gemeinschaft des Augsburger Kommunalwesens verdient gemacht haben“.

Geschaffen wurde die Medaille von dem Augsburger Künstler Hans Heinfeldner, der sich in einem Wettbewerb um den schönsten Medaillenentwurf durchsetzen konnte. Als Motiv für die Auszeichnung ist das Rathaus im Verbund mit der Prägung „FÜR AUGSBURG“ gewählt worden. Die versilberte Medaille mit 4,5 Zentimetern Durchmesser hat einen glänzenden Grund, von dem sich – matt geprägt – das Rathaus mit dem Schriftzug „in Anerkennung für besondere Verdienste“ abhebt. Auf der Rückseite der Medaille ist das Stadtwappen mit der Zirbelnuss eingeprägt.


Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“ 2025

Für das Jahr 2025 wurden von Oberbürgermeisterin Eva Weber bei einem Festakt am Donnerstag, 12. Februar 2026 im Stadtarchiv diese elf Augsburgerinnen und Augsburger mit der städtischen Verdienstmedaille „Für Augsburg“ ausgezeichnet:

Herr Björn Flocken war von 2015 bis 2025 langjähriger ehrenamtlicher Verbandsführer der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen. 

Bereits im Jahr 2014 bewies Herr Flocken als Leiter der Planungsgruppe Sommernächte sein taktisches und vor allem organisationsübergreifendes und ressourcenorientiertes Denken. Dieses kam dann in der Flüchtlingskrise 2015 der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen zugute. 

Als hauptverantwortlicher Taktiker und Verbandsführer hat er in den letztjährigen Sommernächten maßgeblich und mit großem Weitblick zur Sicherheit des größten Stadtfestes in Augsburg beigetragen. Herr Flocken war ein zuverlässiger und kompetenter Ansprechpartner für die Veranstaltenden und weiteren Sicherheitsbehörden, nicht nur bei den Sommernächten, sondern auch bei Einsätzen des Bevölkerungsschutzes. 

Herr Flocken engagiert sich bereits seit 1996 ehrenamtlich im Bayerischen Roten Kreuz. Nach seinen Anfängen im Jugendrotkreuz und der Bereitschaft Augsburg-Stadtmitte fand er 2005 seine Heimat in der Bereitschaft Augsburg-Göggingen. 

Seit 2007 bringt er seine Expertise zudem hauptamtlich in den Kreisverband Augsburg-Stadt ein, wo er seit November 2023 als Leiter Rettungsdienst und Einsatzdienste fungiert. Darüber hinaus prägt er seit 2007 als ehrenamtlicher Zug- und Verbandführer sowie als Mitglied im Lehrteam des Bezirksverbands Schwaben die Führungsausbildung des BRK – weit über die regionalen Grenzen hinaus. 

Björn Flocken setzt sich stets mit größtmöglichem Engagement ein, immer an der Grenze des menschlich Zumutbaren und Leistbaren. Mit seinem aufopferungsvollen und leidenschaftlichen ehrenamtlichen Engagement prägt er das Ansehen und Bild des Roten Kreuzes und der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen nicht nur in Augsburg, sondern überall dort, wo man ihn und seine ehrenamtliche Arbeit kennt. 

Herr Björn Flocken leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Stadtgesellschaft und hat sich durch sein soziales Engagement um Augsburg besonders verdient gemacht

Frau Angelika Jekic ist hauptberufliche Lehrkraft an der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg. 

Im Jahr 2015 hat sie das Inklusionsorchester „Die Bunten e. V.“ gegründet und zugleich die Leitung übernommen. Das Orchester, seit 2018 unter der Trägerschaft der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg und weiterhin unter der engagierten Leitung von Frau Jekic, ist ein inklusives Ensemble, in dem Musikerinnen und Musiker aller Generationen - mit oder ohne Beeinträchtigung - gemeinsam musizieren. „Die Bunten“ bestehen aus mehreren Ensembles mit etwa 100 Musizierenden. In den wöchentlichen Proben fördert Angelika Jekic jedes Mitglied mit hohem persönlichem Engagement individuell. Das Ergebnis dieser intensiven Arbeit präsentiert die Gruppe regelmäßig bei Konzerten in und um Augsburg. Besonders während der Pandemie bewies das Projekt Stärke: 21 Online-Konzerte schufen nachhaltige Gemeinschaft in schwierigen Zeiten. 

Das Engagement von Frau Jekic für das Inklusionsorchester ist in allen Bereichen als hervorragend und außergewöhnlich zu sehen. Ihr Einsatz geht weit über die beruflichen Erfordernisse hinaus, sie setzt Maßstäbe und fungiert als echtes Vorbild. Sie schenkt den Musizierenden Lebensfreude und bestärkt sie darin, ihre eigenen Potentiale zu entdecken und autonom zu wachsen. Diese besondere Atmosphäre ist bei jedem Konzert und in jedem Gespräch spürbar. 

All diese Aufgaben erfüllt Angelika Jekic mit unermüdlichem Einsatz und prägt so seit Jahrzehnten das musikalische Leben der Stadt Augsburg auf besondere und nachhaltige Weise. 

Dadurch hat sich Frau Angelika Jekic musikalisch, gesellschaftlich und sozial um Augsburg besonders verdient gemacht.

Herr Helmuth Lindner ist seit Jahrzehnten in der Evangelisch-Lutherischen Dreifaltigkeitskirche Augsburg-Göggingen ehrenamtlich aktiv. 

Von 2003 bis 2013 brachte er sich mit großem Engagement in die Vorbereitung und Gestaltung der Angebote für Familien ein, wirkte kreativ am Kindergottesdienst mit und bereicherte das Gemeindeleben durch seine musikalischen Impulse. 

Von 2006 bis 2024 war Herr Lindner gewähltes Mitglied des Kirchenvorstands. In der gemeinsamen Leitung mit dem Pfarramt zeichneten ihn stets seine verantwortungsvolle Beratung und sein weitblickendes Handeln aus. Besonders wertvoll war dabei sein Talent, tragfähige Netzwerke zu knüpfen – etwa in der Arbeitsgemeinschaft „Wir in Göggingen“, die ihm ein besonderes Anliegen ist. Für seine musikalischen Impulse, die Neudichtungen von Psalmen und geistlichen Liedern in den Gottesdiensten ist die Gemeinde Herrn Lindner sehr dankbar. 

Zudem setzt sich Herr Lindner mit Leidenschaft für die Schwächeren unserer Gesellschaft ein. Als Gründer der Aktion „Stützengel“ schafft er unbürokratische Hilfe für bedürftige Gemeindemitglieder. Besonders am Herzen liegt ihm dabei die Förderung junger Menschen: Er sorgt dafür, dass finanzielle Hürden kein Hindernis für die Teilnahme an gemeinsamen Ferienfreizeiten darstellen. 

Seit Dezember 2024 bekleidet Herr Lindner das verantwortungsvolle Ehrenamt des 1. Vorsitzenden des Verwaltungsrates beim Diakonischen Werk Augsburg. In dieser Funktion sowie als Vorsitzender des Finanzausschusses bereichert er die Organisation durch seine fundierte kaufmännische Kompetenz in allen wirtschaftlichen Belangen. Sein Einsatz ist geprägt von christlichen Werten und einem starken persönlichen Anliegen, Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite zu stehen. 

Dadurch hat sich Herr Helmuth Lindner im kirchlichen und sozialen Bereich um Augsburg besonders verdient gemacht.

Frau Brigitte Miller und Frau Susanne Puhle engagieren sich seit 15 Jahren ausschließlich ehrenamtlich für den Förderverein Ki.E.S. (Kinder, Eltern, Senioren). 

Frau Puhle ist 1. Vorsitzende und Frau Miller 2. Vorsitzende des Fördervereins. Ki.E.S. ist nicht nur ein Bildungsprojekt, sondern ein Netzwerk, das verschiedenen Akteure wie Schulen, Ehrenamtliche, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen miteinander verbindet. Fest installierte Schulprojekte, initiiert von Frau Miller und Frau Puhle, gibt es in der Grundschule Oberhausen Mitte, in der Martinischule, in der Pankratiusschule und im Bildungsmittelpunkt Lechhausen. Das Projekt setzt sich gezielt für die Förderung sozial benachteiligter Kinder und Familien ein. Es bietet Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren qualifizierte Hausaufgabenbetreuung, vermittelt Lerntechniken und stärkt das Selbstbewusstsein. Ein herausragendes Merkmal ist die aktive Einbindung von Seniorinnen und Senioren, die ihre Lebenserfahrungen, ihre Fähigkeiten und Zeit einbringen und diese generationsübergreifenden Projekte bereichern. 

Am 15. September 2025 feierte das Projekt Ki.E.S. (Kinder, Eltern, Senioren) sein 15-jähriges Bestehen. Passend zum Jubiläum startete im Lechhauser Griesle-Park das neue Projekt MoKies: Ein mobiler Bauwagen, der Kindern und ihren Familien – von Eltern über Großeltern bis zu Verwandten – als offener Treffpunkt dient. Der Bauwagen wird an unterschiedlichen Plätzen, auch Spielplätzen, in Lechhausen und bei Schulfesten zur Verfügung stehen. Er fördert nicht nur den Austausch untereinander, sondern bietet auch gezielte Beratung zu Kitaplätzen und frühkindlicher Bildung. Besonders für Familien mit Migrations- oder Fluchthintergrund ist „MoKies“ eine wichtige erste Anlaufstelle im Stadtteil. 

Durch ihr gesellschaftliches und soziales Engagement haben sich Brigitte Miller und Susanne Puhle um Augsburg besonders verdient gemacht.

Frau Lisa Ophüls gründete im Jahr 2014 den gemeinnützigen Verein „Hunde fürs Leben“ mit Sitz in Augsburg, um Menschen mit Behinderung durch Assistenzhunde individuell und wirksam zu unterstützen. 

Der Verein bildet ehrenamtlich Assistenzhunde für Menschen aus, die sich eine reguläre und sehr teure Ausbildung, die bis ca. 35.000 Euro kostet, nicht leisten können. Mit der Gründung des Vereins schuf Frau Ophüls eine Struktur, die genau diese Versorgungslücke schließt. Sie ermöglicht damit auch Menschen mit begrenzten Mitteln den Zugang zu einer Unterstützung, die über Lebensqualität und Teilhabe entscheidet. Frau Ophüls lebt mit einer fortschreitenden körperlichen Beeinträchtigung und ist selbst auf einen Assistenzhund angewiesen. Aus eigener Erfahrung weiß sie genau, welch enorme Unterstützung ein gut ausgebildeter Hund im Alltag bietet. 

Nachweislich ist der Verein in Deutschland einzigartig und bietet echte Hilfe mit menschlicher Wärme und Fachkompetenz an. Frau Ophüls verbindet eigene Betroffenheit mit unternehmerischem Mut, baut Netzwerke auf und verändert Lebensrealitäten. Ein besonderes Augenmerk legt Lisa Ophüls auch auf die Zusammenarbeit mit Tierschutzvereinen und regionalen Tierheimen, wie dem Tierheim LechArche in Friedberg. 

Durch ihr besonderes Engagement und Hilfestellung für Menschen mit Beeinträchtigung hat sich Frau Lisa Ophüls sozial um Augsburg besonders verdient gemacht.

Herr Konrad Rebholz ist seit mehr als 20 Jahren bei der Handwerkskammer für Schwaben im handwerklichen Ehrenamt aktiv.

Er ist Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Innung für Elektro-und Informationstechnik Augsburg sowie seit 2007 Vorstandsmitglied des Landesinnungsverbands des Bayerischen Elektrohandwerks und dort seit März 2025 Verbandsvorsitzender. Zudem hat Herr Rebholz seit 2006 die Funktion des stellvertretenden Obermeisters der Innung für Elektro- und Informationstechnik Augsburg inne. 

Seit 2004 ist Herr Rebholz Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer für Schwaben, zwischen 2009 und 2014 brachte er sich im Vorstand ein, bevor er 2014 zum Vizepräsidenten der Handwerkskammer für Schwaben gewählt wurde. 

Herr Rebholz ist seit Juni 2018 Vorsitzender des Vereins zur historischen Wiederherstellung des Goldenen Saals im Augsburger Rathaus, Kurzname Goldener Saal Verein. Er hatte diese Funktion von seinem Vater übernommen. Mit handwerklicher Kompetenz und Leidenschaft setzt er sich für die Wiederbelebung dieses Kulturerbes ein. Unter seiner Führung wurden bereits erhebliche Spendengelder für die Restaurierung, unter anderem des Fürstenzimmers III, gesammelt. 

Konrad Rebholz hält die Motivation der Mitglieder aufrecht, sich auch in Zeiten knapper Kassen weiter für den Ausbau der historischen Räume einzusetzen und unterstützt, fördert und fordert die Stadt, um den Vereinszweck, der Wiederherstellung der historischen Räume, zu erfüllen. 

Konrad Rebholz zeichnet sich durch die Kombination aus fachlicher Exzellenz und dem Willen aus, bürgerschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sein berufliches Können und sein ehrenamtlicher Einsatz für Handwerk und Kultur bereichern die Stadt Augsburg nachhaltig. 

Konrad Rebholz hat sich durch sein kulturelles und gesellschaftliches Engagement um Augsburg besonders verdient gemacht.

Frau Sylvia Schaab ist Gründerin der Initiative Plastikfreies Augsburg. Diese Initiative ist seit 2017 ein Agendaforum und steht seitdem unter der Leitung von Frau Schaab. 

Unter Frau Schaab entwickelte das Forum Plastikfrei verschiedene Initiativen, z. B. „Bring your own cup“, Zero-Waste-Einkaufstouren und Müllsammelaktionen. Im Jahr 2018 wurde das Forum Plastikfrei mit dem Augsburger Zukunftspreis ausgezeichnet. Seit 2022 organisiert Frau Schaab mit dem Forum Plastikfrei Schulungen für Kitas und Grundschulen, die jährlich mit einer Zertifikatsverleihung belohnt werden. 

Sylvia Schaab ist seit 2020 ehrenamtliche Agendasprecherin, zuletzt wiedergewählt im Juni 2025 für weitere zwei Jahre. Sie vertritt die Agenda bei offiziellen Anlässen, auch auf Bundesebene. Als Agendasprecherin ist sie auch berufenes Mitglied im Nachhaltigkeitsbeirat der Stadt Augsburg. Frau Schaab hält zudem unermüdlich Vorträge und ist die zentrale Organisatorin und auch wichtigste Ideengeberin des Forums. 

Als Autorin hat sie mit ihrem Buch "Es geht auch OHNE Plastik" bereits viele Menschen, nicht nur in der Region Augsburg, zu einem plastikfreien Leben inspiriert und auf dem Weg dahin begleitet. Für ein nachhaltiges Leben engagiert sie sich auch ehrenamtlich im Nachhaltigkeitsportal Lifeguide, dem nachhaltigen Magazin für Augsburg und die Region, vor allem in der Steuerungsgruppe und im Vorstand. Ende 2023 hat sie die hauptamtliche Redaktionsleitung des Lifeguide übernommen. 

Dadurch hat sich Frau Sylvia Schaab gesellschaftlich, sozial und nachhaltig um Augsburg besonders verdient gemacht.

Herr Andreas Schlachta ist seit 2012 für die Organisation des Plärrerumzuges im Förderverein Augsburger Brauchtum zuständig. 

Der Umzug mit ca. 2.000 Teilnehmenden findet immer zur Eröffnung des Augsburger Herbstplärrers statt. Mit großem persönlichem Einsatz, organisatorischem Geschick und einem feinen Gespür für die Bedeutung lokaler Traditionen gelingt es Herrn Schlachta Jahr für Jahr, den Umzug zu einem Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt zu machen. Dabei bringt er nicht nur Vereine, Gruppen und Institutionen zusammen, sondern schafft auch ein Gemeinschaftserlebnis für tausende Bürgerinnen und Bürger. 

Auch die zunehmenden Abstimmungen mit den Ordnungsbehörden und den Sicherheitskräften werden durch Herrn Schlachta routiniert durchgeführt. Diese Aufgaben erfolgen alle ehrenamtlich. Die Planungsphase dauert circa ein halbes Jahr. Ziel ist es, auch neue Gruppen aus der Augsburger Gesellschaft für den Plärrer-Umzug zu gewinnen. Das Engagement von Herrn Schlachta trägt wesentlich zur Pflege und zum Erhalt des Augsburger Brauchtums bei und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Stadtgesellschaft. 

Ferner war Herr Schlachta von 2007 bis 2020 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Kriegshaber. Bei den Straßenfesten im Augsburger Bismarck-Viertel sowie bei der Jakober Kirchweih ist Herr Schlachta Mitorganisator. 

Durch sein soziales und gesellschaftliches Engagement hat sich Herr Andreas Schlachta um Augsburg besonders verdient gemacht.

Als Gründungsmitglied prägt Daniel Tröster seit 2011 maßgeblich das Gesicht des Graffitivereins „Die Bunten e.V.“. In seiner Funktion als Kassenwart bildet er das verlässliche Rückgrat einer Institution, die heute aus der Augsburger Kultur- und Kunstszene nicht mehr wegzudenken ist. 

In Workshops vermittelt das Team der Bunten einen ersten Eindruck in die Welt des Graffitis. Daniel Tröster ist maßgeblich an der Organisation und Umsetzung vieler ehrenamtlicher Projekte beteiligt. 

Hervorzuheben sind die Wandmurals zum jährlichen Friedensfest. So haben schon internationale und weltbekannte Künstlerinnen und Künstler aus der Urban Art Szene in Augsburg ihren Abdruck an öffentlichen Wänden hinterlassen. 

Mit dem Projekt Schwabenwände hat Herr Tröster zusammen mit dem Verein in Kooperation mit der Stadt Augsburg ein Netzwerk legaler Graffitiflächen etabliert. Diese Wandflächen werden kontinuierlich erweitert und unterliegen einem „Ehrenkodex“, der klare Regeln für ein respektvolles Miteinander definiert. So wurde im Mai 2025 eine Wand des Hallenbades in Göggingen durch den Verein neugestaltet und damit aufgewertet. 

Der Verein hat unter dem langjährigen ehrenamtlichen Engagement von Daniel Tröster das Stadtbild nachhaltig geprägt. Herr Tröster ist ein wichtiger Brückenbauer zwischen Kunstszene und Stadtgesellschaft. Mit der Stadt Augsburg verbindet er eine jahrelange Zusammenarbeit, die verschiedene Dienststellen und Referate, insbesondere das Kulturreferat, miteinschließt. 

Durch das lobenswerte Engagement für die Augsburger Kulturszene und das Kulturleben hat sich Herr Daniel Tröster kulturell und sozial um Augsburg besonders verdient gemacht.

Frau Brigitte Welter ist seit 2006 Mitglied und seit 2018 Vorstandsmitglied bei mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., Deutschlands größter Initiative für Brustkrebs-Patientinnen. Der Verein mit Hauptsitz in Augsburg hat ca. 1.600 Mitglieder und wird von einem wissenschaftlichen Beirat aus etwa 27 internationalen Brustkrebsexperten unterstützt. 

Frau Welter möchte mit ihrem ehrenamtlichen Engagement Frauen Mut machen, zu kämpfen, sich Hilfe zu holen, sich mit anderen Patienten auszutauschen und auf sich selbst aufzupassen. 

Frau Welter ist Regionalleiterin für die Gruppen in Augsburg und ist von dieser Erkrankung selbst betroffen. Jeden letzten Dienstag im Monat treffen sich mamazone-Mitglieder, Betroffene, Angehörige und Interessierte in der Uniklinik Augsburg zum gegenseitigen Austausch und zur gegenseitigen Hilfe. Zudem bietet Brigitte Welter an der Uniklinik Augsburg wöchentlich Einzeltermine für Brustkrebspatientinnen an. 

Auch hat sie die bundesweite Strickaktion „Verschenke eine Umarmung“ ins Leben gerufen. 

Brigitte Welter ist Projektleiterin des Wissenschaftskongresses „Diplompatientin“, einer Art „Brustkrebs-Universität“, die jährlich stattfindet und Patientinnen medizinisches Wissen vermittelt. Sie ist verantwortlich für inhaltliche, organisatorische und finanzielle Themen. Jedes Jahr im Herbst bringt mamazone Patientinnen, Ärzte und andere Spezialisten aus dem Gesundheitswesen zum direkten Informationsaustausch über die Brustkrebsforschung und Therapie zusammen. Der letztjährige Jubiläumskongress zum 25-Jährigen fand im Oktober 2025 in Augsburg mit Unterstützung des Universitätsklinikums Augsburg statt. 

Frau Brigitte Welter hat sich durch ihren unermüdlichen Einsatz im gesundheitlichen und sozialen Bereich herausragende Verdienste um das Wohl der Frauen in der Region Augsburg erworben.


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Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“ 2024

Für das Jahr 2024 wurden von Oberbürgermeisterin Eva Weber bei einem Festakt am 5. Februar 2025 im Kleinen Goldenen Saal folgende elf Augsburgerinnen und Augsburger mit der städtischen Verdienstmedaille „Für Augsburg“ ausgezeichnet: Horst Beck, Helmut Ewald und Peter Oßwald, Anton Freihalter, Dr. Nico Görlitz, Martina Hellmann, Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert, Herbert Niedermirtl, Hans Peter Roßkopf, Josef Strzegowski sowie Jörg Stuttmann.

Herr Horst Beck ist seit 2004 im Vorstand des Turnvereins Augsburg 1847 e. V. (TVA) ehrenamtlich tätig, seit November 2014 ist er 1. Vorsitzender. Herr Beck ist seit Januar 1966 Mitglied im TVA und war als Faustballer aktiv, später war er Abteilungsleiter der Faustballer.

Herr Beck versteht es ganz hervorragend, den familienfreundlichen Verein durch Strukturänderungen zeitgemäß im Team zu führen. So wurden der Rehasport und die Präventionskurse, die beim TVA seit mehr als 20 Jahren angeboten werden, ausgebaut. Derzeit gibt es über 500 Mitglieder im Rehasport

Horst Beck ist es wichtig, den Verein im Einklang der drei Säulen „Fitness-Gesundheit-Sport“ zu halten und weiter in die Zukunft zu führen. Während seiner Amtszeit konnte vor Corona die Mitgliederzahl von 5.000 erreicht werden. Die gelebte Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlich Tätigen und hauptberuflichen Mitarbeitenden macht den Erfolg des TVA aus.

Die Corona-Zeit mit ihren Regelungen waren für den TVA eine große Herausforderung. Das Online-Training musste in kürzester Zeit erarbeitet und organisiert werden, Telefondienste wurden eingerichtet, die Kurse wurden von Indoor nach Outdoor verlagert. All diese Herausforderungen mit den ständig sich ändernden Schutzvorgaben wurden vom TVA bestens gemeistert.

Seit 2017 ist Horst Beck ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Freiburger Kreis, einer Arbeitsgemeinschaft von 180 größeren Sportvereinen, die 800.000 Sportler vertreten. Der Freiburger Kreis verbindet als alleinige Organisation Sportvereine aus allen Bundesländern direkt miteinander. Horst Beck vertritt dort die Interessen größerer Sportvereine sowohl auf sportlicher als auch politischer Ebene. Besonders in der Zeit der Corona-Pandemie war dies sehr wichtig.
Die Mitarbeitenden des TVA schätzen Horst Beck als Chef, der ihnen Freiraum für Ideen lässt, ihnen den Rücken stärkt und dabei bescheiden auftritt, obwohl er in seine Ehrenämter enorm viel Zeit investiert.

Dadurch hat sich Herr Horst Beck sportlich und sozial um Augsburg verdient gemacht.

Herr Dr. Nico Görlitz ist Facharzt für Allgemeinmedizin und in einer Gemeinschaftspraxis tätig. Seit 2012 engagiert er sich ehrenamtlich beim SKM Augsburg, Katholischer Verband für Soziale Dienste e. V. Augsburg, und bietet dort wöchentlich eine ärztliche Sprechstunde an. Die Sprechstunde fand zu Beginn im Haupthaus des SKM statt, seit 2018 wird sie im Übergangswohnheim für obdachlose Männer und Besucher der Wärmestube abgehalten. Dr. Görlitz behandelt die Klienten des SKM auch, wenn sie über keine Krankenversicherung verfügen.

Zudem besucht Dr. Görlitz mit Unterstützung einer Sozialarbeiterin oder eines Sozialarbeiters Obdachlose, die unter einer Brücke leben und zu keinen Sprechstunden kommen können oder wollen.

Er versorgt akute Notfälle in enger Zusammenarbeit mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des SKM und veranlasst, wenn nötig, Kliniküberweisungen.
Zu seinen Patienten gehören vorwiegend wohnungslose Menschen, ebenso Strafentlassene, die ohne Medikamente und ohne Arztbrief aus dem Strafvollzug kommen. Gerade hier besteht nicht selten sofortiger Handlungsbedarf.

Dr. Görlitz hilft unbürokratisch, wo Hilfe nötig ist und seine Kompetenz gebraucht wird. Sein Engagement für Klienten der Wohnungsnotfallhilfe reicht weit über seine Tätigkeit als Arzt hinaus. Er schenkt ihnen seine Zeit und sein Können und begegnet jedem Menschen mit Würde und Respekt.

Dadurch hat sich Herr Dr. Nico Görlitz gesundheitlich und sozial um Augsburg verdient gemacht.

Frau Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert ist seit Januar 2022 Mitglied im Integrationsbeirat der Stadt Augsburg und dort im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Stadtplanung und Ökologie vertreten.

Seit dem 24. Februar 2022 und damit dem Beginn des Angriffskriegs Russland gegen die Ukraine ist sie die Stimme der Ukrainerinnen und Ukrainer in Augsburg.
Frau Hoggan-Kloubert war zusammen mit der Stadt Augsburg, dem Freiwilligenzentrum und der Tür an Tür - Integrationsprojekte gGmbH Mitinitiatorin bei der Gründung des Infopoints für Geflüchtete aus der Ukraine. Im März 2022 war sie Mitbegründerin des Vereins Deutsch-Ukrainischer Dialog e.V., dessen Vorsitzende sie seit Beginn und bis heute ist.

Am Infopoint hat sie eine großartige Unterstützung für alle Geflüchteten aus der Ukraine angeboten, die um Hilfe gebeten haben. Sie war beim Ausfüllen von Formularen, auf der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten von Kindern und Seniorinnen und Senioren und bei der Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigung und allen Personen, die sich in einer schwierigen Situation befunden haben, couragiert und kompetent behilflich.

Als Vorsitzende des Vereins ist Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert im Rahmen ihres umfangreichen sozialen Engagements verantwortlich für
das Verfassen von Stellungnahmen bei Anfragen, die Kommunikation mit zentralen Vertretern der Stadtgesellschaft sowie der kommunalen Stadt- und Bildungspolitik, den Aufbau und die Pflege von Kontakten mit anderen Vereinen, deren Grundhaltung zum russischen Krieg mit denen des Vereins korrespondiert, die Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von Radio- und TV-Auftritten und die Teilnahme an Podiumsdiskussionen und die Moderation unterschiedlicher Workshops.
Durch die von ihr organisierten Projekte und Ausstellungen möchte Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert die ukrainische Kultur und Tradition der Augsburger Stadtgesellschaft näher bringen.

Frau Dr. Hoggan-Kloubert ist mit ihrem Verein Teil des Projekts DIWA 4.0, das von der EU gefördert wird. Der Verein hat dabei die Aufgabe, Strukturen zu schaffen, damit Geflüchtete aus der Ukraine gut in der Stadtgesellschaft ankommen.

Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert vertritt sowohl in ihrer wissenschaftlichen als auch in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ein Bildungsverständnis, das von Wertschätzung und Unterstützung geprägt ist. Sie sieht die Geflüchteten nicht ausschließlich als hilfesuchende Menschen, sondern als Menschen mit vielfältigen Kompetenzen und Qualifikationen, die es in die Stadtgesellschaft einzubinden gilt.

Dadurch hat sich Frau Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert integrativ und sozial um Augsburg verdient gemacht.

Herr Anton Freihalter ist seit Dezember 2005 Mitglied der Kirchenverwaltung St. Georg und Michael in Göggingen. In der Zeit von Januar 2013 bis September 2017 war er ständiger Vertreter des Kirchenverwaltungsvorstands. In der Gesamtkirchenverwaltung der Pfarreiengemeinschaft Göggingen-Inningen ist er seit Beginn im Jahr 2010 auch Mitglied. Von Januar 2019 bis Ende Dezember 2024 war Herr Freihalter Kirchenpfleger der Kirchenverwaltung.

Anton Freihalter hat als Projektleiter das Projekt „Neubau Roncallihaus“ in Göggingen wesentlich befördert. Mit seinem überaus großen Engagement und Fachwissen brachte er sich in dieses Vorhaben ein. Er stellte unzählige ehrenamtliche Stunden in den Dienst der Kirchenverwaltung. Durch seinen unermüdlichen Einsatz ist der Neubau des Roncallihauses entstanden, das ein bedeutender Begegnungsort für den Stadtteil Göggingen ist und vielfältige Veranstaltungsmöglichkeiten bietet. Die feierliche Eröffnung des neuen Gemeindezentrums war im Frühjahr 2018.

Über viele Jahre war Anton Freihalter im Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Georg und Michael ein Anwalt für die Menschen, insbesondere für Menschen mit Behinderung. Viele Aktionen und Veranstaltungen, sei es die Organisation der Bergmesse, oder die Kirchenrenovierung, wurden von ihm initiiert und begleitet.

Dadurch hat sich Herr Anton Freihalter im kirchlichen Bereich und gesellschaftlich und sozial um Augsburg verdient gemacht.

Frau Martina Hellmann ist hauptberuflich an der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg (SuMMA) beschäftigt und ist eine herausragende Pädagogin und hoch motivierte Mitarbeiterin. Ihr obliegt die Leitung des Fachbereichs Elementare Musikpädagogik und Kooperation, ferner ist sie Mitglied der Schulleitung und 1. Stellvertreterin des Schulleiters. All diese Funktionen erfüllt Frau Hellmann mit größtem und vorbildlichem Engagement, das weit über ein beruflich einzuforderndes Maß hinausgeht.

Die SuMMA engagiert sich unter der Leitung von Frau Hellmann an 16 Augsburger Grundschulen. Jährlich weit über 1.000 Kinder nutzen ein außerschulisches, chancengerechtes, barrierefreies und nachhaltiges Bildungsangebot.

Ein besonderes Beispiel, das die Intention und den Einsatz von Frau Hellmann auf beste Art und Weise beschreibt, ist ihr ehrenamtliches Engagement für den Chor Grenzenlos der Sing- und Musikschule. Dieser Chor wurde im Jahr 2018 an der Sing- und Musikschule unter Beteiligung des Verbundes Demenz und der Alzheimer Gesellschaft gegründet und steht seitdem unter der ehrenamtlichen Leitung von Martina Hellmann. In dem Chor singen Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Demenz, auch deren Angehörige sind herzlich willkommen. Derzeit sind bei den wöchentlichen Chorproben im Zeughaus bis zu 100 Sängerinnen und Sänger dabei.

Der Chor bietet den Teilnehmenden über das gemeinsame Singen hinaus eine enorme Lebensbereicherung. Auftritte bei verschiedenen Gelegenheiten zeigen eine Lebensfreude und ein Gemeinschaftsgefühl, das sehr bewegend ist. Zudem fungiert der Chor Grenzenlos als Multiplikator bayernweit. Der Chor wurde 2023 mit dem Sozialpreis des Bezirks Schwaben ausgezeichnet.

Martina Hellmann ist außerdem Kirchenmusikerin und Chorleiterin der Pfarrei Zum Heiligsten Erlöser in Augsburg Göggingen und seit 35 Jahren ehrenamtliche Korrepetitorin des Philharmonischen Chores Augsburg.

All diese Aufgaben erfüllt Martina Hellmann mit unermüdlichem Einsatz und prägt so seit Jahrzehnten das musikalische Leben der Stadt Augsburg auf besondere und nachhaltige Weise.

Dadurch hat sich Frau Martina Hellmann musikalisch, gesellschaftlich und sozial um Augsburg verdient gemacht.

Herr Herbert Niedermirtl ist in der Evangelisch-Lutherischen Auferstehungskirche in Augsburg-Hochzoll ehrenamtlich tätig. Dort gründete er im Jahr 1988 die erste Jugendgruppe und leitete äußerst erfolgreich die Jugendarbeit der Pfarrei erfolgreich. So entstanden mehrere Jugendgruppen, die im Augsburger Stadtteil Hochzoll für viele Kinder und Jugendliche rasch zum Treffpunkt wurden.

Besonders am Herzen lagen ihm die Jugendfreizeiten, die er sehr gerne organisierte und durchführte. Herrn Niedermirtl war wichtig, für die teilnehmenden Jugendlichen auch genug freiwillige Betreuerinnen und Betreuer zu finden. Damit auch Jugendliche aus finanziell schwächeren Familien mitmachen konnten, organisierte er mit der Jugend neben dem Kuchenverkauf in der Kirchengemeinde auch Aktionen, bei denen die Jugendlichen durch Hilfsdienste Geld für das Ferienlager sammeln konnten. Die Jugendfreizeiten fanden 18 Jahre lang gezielt im europäischen Ausland statt, um den jungen Menschen auch die unterschiedlichen Kulturen Europas näherzubringen.

Seit 2001 ist Herbert Niedermirtl im Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Auferstehungskirche als Vertrauensmann tätig und ist dort speziell für die Jugendarbeit zuständig. Einer großen Zahl von zugewanderten jugendlichen Russlanddeutschen Mitte der 90er Jahre vermittelte er bei regelmäßigen gemeinsamen Gruppenstunden und Unternehmungen die Werte der Demokratie und der Toleranz, die mitunter mühsam trainiert werden mussten.
Durch seine Lektorenausbildung hält Herr Niedermirtl gelegentlich die Predigt, wenn der Pfarrer oder die Pfarrerin nicht da sind. Seine Predigten sind immer praxisorientiert und überzeugend.

Als die Flüchtlingswelle im Sommer 2015 auf Augsburg zukam, nahm Herbert Niedermirtl sehr rasch mit einigen neu entstandenen Helferkreisen Kontakt auf und stellte sich als Helfer zur Verfügung. Durch seinen großen persönlichen Einsatz gelang es ihm, den Asyl-Helferkreis „Aufwind“ in Augsburg-Hochzoll aufzubauen, deren ehrenamtlicher Sprecher er ist. Zugleich betreute er eine syrische Flüchtlingsfamilie mit einem schwerstbehinderten Kind, für die er aufgrund seiner Kenntnisse als Krankenpfleger die verschiedenen Hilfsmaßnahmen und Fördermöglichkeiten organisierte. Weiterhin nahm Herr Niedermirtl an einer Ausbildung zum Flüchtlingslotsen teil.

Herbert Niedermirtl ist ein ganz besonderer Mensch, dessen Einsatz für die Gesellschaft ihn zu einem wirklichen Botschafter für Demokratie und Toleranz macht. Er ist in der Gemeinde nicht nur eine starke Stütze, sondern auch eine treibende Kraft.

Dadurch hat sich Herr Herbert Niedermirtl im kirchlichen Bereich und sozial und gesellschaftlich um Augsburg verdient gemacht.

Herr Hans Peter Roßkopf wurde im Oktober 2004 von der Regierung von Schwaben zum besonderen Vertreter für die von der Stadt Augsburg verwalteten rechtsfähigen Stiftungen für Rechtsgeschäfte mit der Stadt Augsburg berufen und bekleidet dieses Ehrenamt seither ununterbrochen stets zuverlässig und mit außerordentlichem Engagement.

Hans Peter Roßkopf musste bereits zu Beginn seiner Amtszeit die Stiftungen durch organisatorisch und wirtschaftlich schwierige Zeiten begleiten, da die Überleitung des operativen Pflegebetriebes der Altenhilfestiftungen auf einen eigenen Betreiber anstand. Er hat diese Herausforderung mit hohem persönlichem Einsatz in unzähligen Sitzungsterminen in den verschiedenen Gremien der Stadt Augsburg und deren Aufsichtsbehörden mit der ihm eigenen souveränen und kompetenten Art bewältigt. Neben der Errichtung des Eigenbetriebs Altenhilfe, war Herr Roßkopf für die Überleitung der Zuständigkeiten für die Betreuten Wohnanlagen und die Mietverwaltung der Stiftungsliegenschaften verantwortlich.

Hans Peter Roßkopf hat sich mit seinem langjährigen Einsatz als besonderer Vertreter der durch die Stadt Augsburg satzungsgemäß zu verwaltenden 49 Stiftungen herausragende Verdienste erworben.

Außerdem engagiert sich Hans Peter Roßkopf in der Sozialstation Augsburg-Lechhausen. Dort war er von 2004 bis 2020 ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender, bis heute ist er noch im Vorstand tätig. Er leitete die Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen und war maßgeblich an der Finanzierung und der Ausarbeitung der Verträge für die neuen Räume der Sozialstation im „Grünen Kranz“ beteiligt. Seit kurzer Zeit ist Hans Peter Roßkopf im neuen „Grünen Kranz“-Verein als Prüfer tätig.

Weiterhin war Herr Roßkopf in der ARGE Lechhausen viele Jahre bis 2020 als Kassier aktiv.

Dadurch hat sich Herr Hans Peter Roßkopf gesellschaftlich und sozial um Augsburg verdient gemacht.

Herr Josef Strzegowski war von 2014 bis 2023 aktives Mitglied am Runden Tisch der Religionen. In der Zeit von 2017 bis 2023 hat er den Runden Tisch der Religionen im Kulturbeirat vertreten und war im Jahr 2019 Sprecher des Runden Tisch. Herr Strzegowski hat sich bei vielen öffentlichen Veranstaltungen des Runden Tisches der Religionen sehr engagiert, z. B. beim Kulturprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest, beim Multireligiösen Friedensgebet und bei den Friedensgrüßen am 8. August an der Großen Friedenstafel.

Weiterhin war Josef Strzegowski als Vertreter des Runden Tisches und der Stadt Augsburg im Jahr 2019 bei der Verleihung des Heimatpreises für das Friedensfestprogramm und der feierlichen Eintragung des Friedensfests ins bayerische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes dabei.

Josef Strzegowski hat lange Jahre in der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg als Gabbai, Vertreter des Rabbiners, in der Synagoge gewirkt und hat mit seiner Band „Feygele“ viel zur musikalischen Verständigung beigetragen.

Das Augsburger Ensemble Feygele (jiddisch für „Vögelchen“) wurde im Herbst 2009 von Klezmer-Perkussionist Josef Strzegowski aus der jüdischen Gemeinde Augsburg heraus gegründet. Das Ensemble spielt je nach Anlass in einer Besetzung von bis zu acht Musikerinnen und Musikern. Das Repertoire umfasst neben dem instrumentalen Klezmer auch israelische und jiddische Lieder.

Den Musikern ist es ein besonderes Anliegen, die Werke im originalen Ausdruck zu spielen, damit diese Melodien nicht vergessen werden.

Dadurch hat sich Herr Josef Strzegowski kulturell, sozial und auch musikalisch um Augsburg verdient gemacht.

Herr Jörg Stuttmann ist Schauspieler, Synchron- und Kommentarsprecher, Künstler und Sammler. Nach seiner Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule war Herr Stuttmann zunächst als Stabpuppenspieler an der Übertreppenhausbühne bei der Münchner Schauspielbühne tätig. 1985 bis 1990 war er Kulturredakteur bei Radio Kö in Augsburg. Seit 1991 ist Jörg Stuttmann vorwiegend als Synchronsprecher für diverse Film- und Fernsehproduktionen beschäftigt.

Seit 1987 führt Jörg Stuttmann zudem ein privates stadtgeschichtliches Archiv zu Augsburg und Umgebung in seiner Wohnung im Schloss Aystetten. Dieses umfasst inzwischen etwa 500 lexikalisch bearbeitete Ordner, hinzu kommen etwa 2000 Publikationen.

Das Privatarchiv Stuttmann gliedert sich in Veröffentlichungen der Presse, Archivalien und Publikationen der Stadtgeschichte seit dem 18. Jahrhundert. Neben den Aktenordnern enthält es auch ca. 1300 Bücher zur Augsburger Stadtgeschichte und ein privates Archiv von
Tagebüchern, Fotos und Briefen. Sein umfangreiches Privatarchiv ist eine wahre Schatzkammer für die Stadtgeschichte, die er gerne einem interessierten Laien- und Fachpublikum öffnet.

Seit März 2022 vermittelt Jörg Stuttmann Geschichten von Augsburg und Umgebung aktuell regelmäßig auf seinem Youtube-Kanal. Aktuell hat er bereits 145 Podcasts veröffentlicht, die insgesamt über 30.000 Aufrufe verzeichnen. Etwa 1.500 Menschen folgen ihm regelmäßig und bekommen vertiefende Einblicke in die Stadtgeschichte und in die Forschungsarbeit seines Archivs.

Jörg Stuttmann arbeitete auch als Buchillustrator und entwickelte unter anderem die Illustrationen für das „Sagenhafte Augsburg“, er erstellt seit 1985 kalligraphische Arbeiten und war als kalligraphierender Stadtschreiber bei der 2000-Jahr-Feier der Stadt Augsburg dabei. Seit 1995 hält Jörg Stuttmann Lesungen und liest vor allem aus Werken von Roth, Kästner, Tucholsky, Schiller und Goethe. Ausgehend von seinem Interesse für Augsburger Geschichte und Geschichten schreibt er unter anderem Chroniken, beispielsweise im Jahr 2017 ein Porträt der traditionsreichen Augsburger Firma Siller & Laar.

Jörg Stuttmann hat Beachtliches für die Augsburger Geschichte geleistet: Durch seine Sammelleidenschaft konnten unzählige Dokumente, Bilder und Gegenstände für die Alltags- und Gesellschaftsgeschichte Augsburgs gerettet werden. Aus seinem Fundus stellt er immer wieder Dokumente und Objekte zur Verfügung, wie z.B. im Rahmen der großen Ida Paulin-Ausstellung der Kunstsammlungen und Museen im Schaezlerpalais 2024.

Dadurch hat sich Herr Jörg Stuttmann geschichtlich und gesellschaftlich um Augsburg verdient gemacht.

Herr Helmut Ewald und Herr Peter Oßwald engagierten sich als gut eingespieltes Team bis April 2024 gemeinsam im Kindergarten-Bauverein Inningen, der 1966 gegründet wurde und in seiner Art einzigartig in Augsburg ist. Seit April 2024 ist Peter Oßwald nicht mehr in der Vorstandschaft.

Helmut Ewald ist seit 33 Jahren Mitglied im Kindergarten-Bauverein Inningen. Ende der 1990er Jahre wurde er als Schriftführer in den Vorstand gewählt. Seit 2006 ist er gewählter 1. Vorstand. Seine Arbeit ist nicht vergleichbar mit der eines Vorstandes in einem Sport- oder Turnverein. Helmut Ewald ist als Vorstand Arbeitgeber von 28 Mitarbeitenden, die für ca. 200 Kinder in sechs Kindergarten-Gruppen und vier Hort-Gruppen verantwortlich sind.

Zu seinen Aufgaben, die er im Ehrenamt leistet, gehören so gewichtige Themenbereiche wie Personalfürsorge, Lohnabwicklung, Lohnbuchhaltung sowie die gesamte Vereinsführung. Pro Woche setzt sich Herr Ewald rund 20 Stunden in beispielhafter Weise für den Kindergarten-Bauverein Inningen ein.

Herr Peter Oßwald ist Gründungsmitglied im Kindergarten-Bauverein und war von 1975 bis April 2024 zweiter Vorsitzender des Vereins in Inningen. Bereits 1969 gelang es Peter Oßwald, in der alten Schule in Inningen zwei Kindergartengruppen unterzubringen. Kurz vor der Eingemeindung im Jahr 1972 erwarb Herr Oßwald 2.000 qm Grund. Dank seiner Initiative konnte im Jahr 1978 der neue Kindergarten eröffnet werden.

Seit der Gründung ist der Kindergarten-Bauverein Eigentümer der Liegenschaft sowie Bauherr und Träger der Einrichtung. Für die Vorstandschaft bedeutet das eine weitreichende Verantwortung, speziell wenn Baumaßnahmen wie z. B. die Dachisolierung und die Küchensanierung anstanden oder Personal eingestellt werden muss. Der Inninger Kindergarten war einer der ersten Kindergärten in Augsburg, der verlängerte Öffnungszeiten und flexible Buchungszeiten anbot. Zudem wird ein Hort mitbetreut und dort noch selbst und frisch gekocht.

Helmut Ewald und Peter Oßwald haben mit ihrem herausragenden ehrenamtlichen Engagement maßgeblich zu der außerordentlich positiven Entwicklung beigetragen.
In der Zeit von 1977 bis 2008 war Peter Oßwald zudem 1. Vorsitzender des TSV Inningen. Seit März 2013 ist er als 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Inninger Vereine und Organisationen, kurz ARGE Inningen, ehrenamtlich aktiv.

Dadurch haben sich Herr Helmut Ewald und Herr Peter Oßwald gesellschaftlich und sozial um Augsburg verdient gemacht.


Für das Jahr 2023 wurden 13 Persönlichkeiten mit der städtischen Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“ ausgezeichnet. Oberbürgermeisterin Eva Weber überreichte die Ordensinsignien im Rahmen eines Festaktes am 21. Februar 2024 im Goldenen Saal an:


Für die Jahre 2021 und 2022 wurden 19 Persönlichkeiten mit der städtischen Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“ ausgezeichnet. Diese sind:

Altstadtrat Heinrich Bachmann, Erinnerungswerkstatt: Angela Bachmair/Dr. Nikolaus Hueck/Dr. Benigna Schönhagen, Michael Gebler, Thomas Hacker, Rolf Heim, Prof. Dr. Axel Heller, Dr. Klaus Kuhn, Dr. Maria Möller, Inge Molnar, Renate Rampp, Alfred Scharpf, Ursula Schmid, Prof. Hubert Schulz, Elke Thiergärtner, Friedegard und Gerd Warkentin sowie Horst Wieser.

Oberbürgermeisterin Eva Weber überreichte die Ordensinsignien im Rahmen eines Festaktes am 26. April 2023 im Goldenen Saal.