Stadtgeschichte aus erster Hand - Das historische Dokument

Künftig präsentiert das Stadtarchiv in kleinen "Kabinett-Ausstellungen" historische Dokumente, die das ganze Jahr über in unregelmäßigen Abständen in Bezug zu unserem Jahresprogramm stehen können, aber auch unabhängig davon zu historischen Jubiläen, bestimmten Ereignissen von stadtgeschichtlicher Bedeutung oder bei besonderen Quellenfunden aus unserer Erschließungs- und Verzeichnungsarbeit gezeigt werden. Mit diesem Konzept, das unter dem Motto "Stadtgeschichte aus erster Hand" stehen soll, wird die frühere, durch den Archivumzug mehrfach unterbrochene Rubrik der Stadtarchiv-Homepage "Archivale des Monats" abgelöst bzw. auf neue Grundlagen gestellt: Im Unterschied zu der sich bislang v.a. aus konservatorischen Gründen zumeist auf die rein virtuelle Abbildung der Quellen im Internet beschränkende Darstellungsform werden die auf unserer Homepage vorgestellten Dokumente dann auch im Stadtarchiv im Original zu bewundern ein. Die einzelnen Hinweise auf Themen und Termine entnehmen Sie bitte unserer Internetseite sowie der örtlichen Tagespresse.
 


Unser aktuelles Historisches Dokument

Saurengreinswinkel

Wie der Saurengreinswinkel zu seinem Namen kam

Das Ulrichsviertel zählt zweifellos zu den malerischsten Gebieten der Augsburger Innenstadt. Zwischen Eserwall, Rotem Tor und der Basilika St. Ulrich und Afra haben sich dutzende Handwerkerhäuser erhalten, deren Ursprünge in Teilen bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Allein die schmale Kirchgasse und der angrenzende Saurengreinswinkel zählen 18 Baudenkmäler. Diesen „Winkel“ kann man heute auch als lauschiges Plätzchen bezeichnen, auf dem eine Bank in lichtem Baumschatten zum Verweilen einlädt. Eine zwischen schmucken Fensterläden und Blumentrögen angebrachte Hinweistafel erläutert seinen kuriosen Ortsnamen: Der Straßennamenforscher Christoph Haid machte 1833, den „vermöglichen Bürger“ Hans Saurenkrein, zum Namenspaten, welcher hier im 14. Jahrhundert mehrere Häuser besessen habe. Jüngere Forschungen hingegen verorten das Leben dieses Mannes in das 16. Jahrhundert. Das Stadtlexikon erwägt auch eine Benennung als Fingerzeig auf einen schlechten, sauren Boden. Doch woher hat der Saurengreinswinkel nun wirklich seinen Namen? Die Antwort darauf findet sich in den reichen Beständen des Augsburger Stadtarchivs. Zur Unterseite


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