Asiatische Tigermücke – Verbreitung und Gesundheitsrisiken
In Deutschland kommen rund 50 verschiedene Stechmückenarten vor. Die meisten Arten stellen keine Gesundheitsgefahr für den Menschen dar. Anders sieht die Sache aus, wenn es sich um die asiatische Tigermücke handelt, die aktuell immer häufiger hierzulande anzutreffen ist.
Die Mückenart kann tropische Krankheiten wie Dengue-Fieber, Chikungunya-Virus oder das Zika-Virus übertragen. Das Risiko einer Krankheitsübertragung in Deutschland ist aktuell sehr gering. Um die Ausbreitung der Tigermücke trotzdem zu verlangsamen, ist das Gesundheitsamt auf die aktive Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.
Wo kommt die Tigermücke vor?
Die Asiatische Tigermücke (lat. Aedes albopictus) kommt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Ländern Südostasiens. In den letzten Jahrzehnten wurde die Asiatische Tigermücke durch Warentransporte und Reisetätigkeiten weltweit verschleppt.
Durch ihre große Anpassungsfähigkeit und klimatische Veränderungen findet die Mücke mittlerweile auch in Bayern zunehmend passende Bedingungen, um sich anzusiedeln, zu vermehren und zu überwintern.
So erkennen Sie die Tigermücke
- Tigermücken sind relativ klein, kleiner als eine 1-Cent-Münze.
- Tigermücken haben einen schwarz-weiß geringelten Körper und geringelte Beine.
- Tigermücken haben eine weiße Linie mittig vom Hinterkopf über den Rücken bis zum Flügelansatz.
- Tigermücken sind tagaktiv und fallen außerdem durch ein deutlich aggressiveres Stechverhalten auf.
Was können Sie tun, um die Ausbreitung einzudämmen?
Um eine dauerhafte Ansiedlung der Tigermücke zu verhindern, empfiehlt das Gesundheitsamt, folgende Wasseransammlungen zu vermeiden, da diese von den Mücken gern als Brutstätten genutzte werden:
- Gießkannen
- Regentonnen
- Grabvasen
- Blumentöpfen mit Untersetzern
- verstopften Regenrinnen
- Vogeltränken
Im Vergleich zu der bei uns heimischen nördlichen Hausmücke brütet sie nicht in natürlichen Gewässern, wie Teichen, Tümpeln, oder überschwemmten Flächen.