Eiskanal, Quelle: S. Kerpf/Stadt Augsburg

Eiskanal – Wildwasserbahn und Olympiastrecke

Sanierung: Augsburger Eiskanal gesperrt

Die Olympiastrecke und der Hauptstadtbach im Olympiapark Augsburg sind bis voraussichtlich Frühjahr 2022 für den Sportbetrieb gesperrt. Die Schließung wird notwendig da die Kanäle unmittelbar an bzw. durch den Sicherheitsbereich der Großbaustelle Olympiapark führen. Es besteht Lebensgefahr.

Ausnahmegenehmigungen für die Augsburger Kanuvereine, sowie die Kaderathletinnen und -athleten des DKV/BKV wurden mittels Sicherheitsunterweisung und der Ausgabe von Zugangsberechtigungen erteilt.

Der Olympiapark wird einschließlich der Gebäude, Strecken und Außenanlagen für die Austragung der Kanu Weltmeisterschaft 2022 vollumfänglich saniert. Die Zufahrt zum Areal Olympiapark ist als Zubringerstraße für den Baustellenverkehr ausgewiesen, es besteht keine Park- oder Wendemöglichkeit.

Für Olympiasieger und Hobbysportler

Sechs Wettkampfstrecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen zur Auswahl: eine Bayern-, eine Eiskanal-, eine Olympia-, eine Schwaben-, eine Sprint- und eine Stadtstrecke. Die Bahnen gabeln sich in zwei Arme; den Slalomkanal, der weiter Richtung Innenstadt fließt, und den Wildwasserkanal, der am Ende in den Lech mündet.

„Die Mutter aller Kanustrecken"

Die Tribünen an der Strecke bieten Platz für 20.000 Zuschauer. Regelmäßig findet am Eiskanal der Weltcup im Kanusport statt. 2012 und 1996 richtete Augsburg die Kanuslalom-Europameisterschaften aus, 2003 und 1985 die Weltmeisterschaften. Während der Olympischen Spiele 1972 in München wurden die Wettbewerbe im Kanuslalom in Augsburg ausgetragen, der Eiskanal eigens für die Spiele errichtet. Seitdem ist der Eiskanal, die „Mutter aller künstlichen Kanuslalomstrecken“, immer wieder Vorbild und Ideenlieferant für Kanustrecken in aller Welt.