Soziale Stadt „Jakobervorstadt Nord”

Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt” unterstützt der Bund seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. In Augsburg wurden bereits eine Reihe von Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung umgesetzt. In der nördlichen Jakobervorstadt ist dies auch geplant.

Das Gebiet „Jakobervorstadt Nord” weist eine Reihe städtebaulicher Missständen auf. Hierzu zählen:

  • die brachgefallene Augusta-Brauerei
  • unwirtliche Straßen- und Platzräume
  • Trading-down-Effekt in der Jakoberstraße
  • Mangel an nutzbaren Freiflächen
  • hohen Parkdruck und Schleichverkehr

Zudem führt Prostitution im Bereich der Hasengasse zu Nutzungskonflikten mit der umgebenden Wohnbebauung. Darüber hinaus kommt es im öffentlichen Raum rund um das Jakobertor immer wieder zu Konflikten, weil sich dort ein Treffpunkt für obdachlose und alkoholkranke Personen etabliert hat.

Aufgrund dieser städtebaulichen und sozialen Missstände beschloss der Augsburger Stadtrat im November 2014 für die nördliche Jakobervorstadt die Einleitung und Durchführung von vorbereitenden Untersuchungen und die Aufstellung eines integrierten Handlungskonzepts.

Nachdem die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen hierfür vorlagen, wurde 2017 die Arbeitsgemeinschaft Urbanes Wohnen (nun bauwärts) durch die Stadt Augsburg mit der Beteiligung der Bürger an den vorbereitenden Untersuchungen beauftragt.

Seit Mitte 2019 liegen die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen sowie das integrierte Handlungskonzept vor. Resultierend aus den Ergebnissen der vorbereitenden Untersuchungen wurde das Sanierungsgebiet Altstadt Nr. 15 „Jakobervorstadt Nord” festgelegt und die Realisierung der im integrierten Handlungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen vorbereitet.