Interkulturelle Öffnung der Verwaltung

Ziel der Interkulturellen Öffnung der Verwaltung ist es, professionell mit der Vielfalt in der Stadtgesellschaft umzugehen.

Augsburg ist die drittgrößte Stadt Bayerns. Über 44% der Augsburger*innen haben einen Migrationshintergrund, d.h. vereinfacht gesagt, sie selbst oder ein Elternteil sind nach 1954 zugewandert. In ein paar Jahren wird in Augsburg die Mehrzahl der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben. Die ethnische, religiöse und kulturelle Vielfalt unserer Stadt ist eine wichtige soziale und wirtschaftliche Ressource. Städte, die dieses Potenzial erkennen und es aktiv fördern, sind die Gewinnerinnen im Wettkampf um die besten Köpfe, um Arbeitskräfte, um ein reichhaltiges kulturelles Leben und um innovative Ideen.

Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung hat das Ziel, auf dieser gesellschaftlichen Veränderung adäquat zu reagieren. Strukturen, Prozesse und Ergebnisse des Verwaltungshandels werden dahingehend analysiert, ob sie interkulturell ausgerichtet sind – ob alle einen gleichberechtigten und ungehinderten Zugang dazu haben. Die Interkulturelle Öffnung bedeutet, dass sich die Realität unserer interkulturellen Stadt in der städtischen Verwaltung widerspiegelt. Konkret heißt dies:

- Dienstleistungen, Anfordernisse, Informationen sollten so konzipiert sein, dass die Zugangsbarrieren für Migrantinnen und Migranten so niederschwellig wie möglich sind. Dies ist Ausdruck einer bürgernahen Veraltung.

- Beschäftigte mit Migrationshintergrund sollten eine Normalität in unseren Behörden werden.

- Menschen mit Migrationshintergrund müssen noch stärker als Zielgruppe erkannt und erreicht werden, z.B: bei Beteiligungsverfahren, bei Bürgerumfragen etc.

- Ein kultursensibler Umgang aller Mitarbeiter*innen (mit und ohne Migrationshintergrund) mit einer vielfältig werdenden Stadtgesellschaft soll zum Standard einer modernen Stadtverwaltung gehören. Hierzu werden z.B. interkulturelle Trainings angeboten.

Die Interkulturelle Öffnung ist also ein andauernder Prozess, das aus Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und stetiger Evaluation des Erreichten und dem Formulieren weiteres Ziel besteht. Sie möchte Strukturen so verändern, dass gleichberechtigte Teilhabe möglich ist. Sie ist Teil einer Willkommens- und Anerkennungskultur.                                                           

Das Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt ist Ansprechpartnerin in diesen Fragen, konzipiert entsprechende Schulungen (siehe auch interkulturelle Kompetenz/Schulungen) und berät Referate, Dienststellen, Ämter in Fragen der interkulturellen Öffnung.