viele Menschen in der Dunkelheit auf einem Platz; am angrenzenden Gebäude ein riesiges, hell angetrahltes Transparent mit der Aufschrift "Augsburg. Wir sind Friedensstadt!"

Lebendige und aktive Friedensstadt

Augsburg ist eine vielfältige und dynamische Stadt. Gemeinsam mit der Verwaltung tragen zahlreiche Vereine, Initiativen, Verbände, Projektgruppen und privat engagierte Persönlichkeiten dazu bei, Augsburg als lebendige und aktive Friedensstadt zu prägen. 

Aktuelle Meldungen


Einrichtungen und Strukturen

Die Stadt Augsburg und ihre Einrichtungen verpflichten sich dazu, gegen jede Form von Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus entschieden und mutig Position zu beziehen (Haltung der Stadt Augsburg). Diese Haltung muss gelebt und gezeigt werden. Bei jeder Gelegenheit. Und Gelegenheiten gibt es viele!


Grundlagen

Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Stadt ein Gesamtpaket erarbeitet, um den Zusammenhalt und das Miteinander in Augsburg zu stärken. Dazu gehören – neben der Wir-alle-sind-Augsburg-Kampagne, die an das Wir-Gefühl appelliert, sensibilisiert und aufklärt – ein Programm zur Bekämpfung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Aufgrund der Dringlichkeit wurde zunächst der Schwerpunkt Antisemitismusprävention als eigenes Handlungsfeld bearbeitet und jetzt in Form eines Aktionsplans veröffentlicht.

Der Aktionsplan gegen Antisemitismus der Stadt Augsburg fasst erstmals systematisch alle Maßnahmen zusammen, die in Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft zur Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus in Augsburg beitragen. Er dient als gemeinsame Arbeitsgrundlage für Verwaltung und Stadtgesellschaft. Ziel ist es, Antisemitismus frühzeitig zu erkennen, wirksam entgegenzutreten und damit ein respektvolles, demokratisches und vielfältiges Miteinander in der Friedensstadt Augsburg nachhaltig zu stärken.

Aktionsplan Antisemitismus (PDF) zum Download


Einführung

Eine kompakte Einführung in den Aktionsplan definiert zentrale Begriffe, erläutert unterschiedliche Formen des Antisemitismus und fasst aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zusammen.

Teil 1: Die städtischen Bildungs- und Präventionsangebote

Um Antisemitismus in allen Bereichen zu erkennen und ihm wirksam zu begegnen, werden in einem ersten Teil die städtischen Bildungs- und Präventionsangebote gebündelt. Die identifizierten Handlungsfelder reichen von der Kinder- und Erwachsenenbildung bis hin zu Bildungsangeboten für Zugewanderte und Geflüchtete. 

Darüber hinaus werden Angebote der historisch-politischen Bildung im Bereich der Erinnerungskultur ebenso einbezogen wie Maßnahmen des Büros für Kommunale Prävention oder der Zentralen Antidiskriminierungsstelle der Stadt Augsburg (ZADS), der unter anderem die Rolle des Monitorings antisemitischer Vorfälle zukommt und die Betroffene berät. Darüber hinaus werden auch überregionale Meldestellen und Beratungsangebote ausgewiesen, die wichtige Unterstützung bieten.

Teil 2: Zivilgesellschaftliches und nichtstädtisches Engagement zur Bekämpfung von Antisemitismus 

Der zweite Teil des Aktionsplans spiegelt die gesamte Bandbreite von zivilgesellschaftlichen und nichtstädtischen Akteurinnen und Akteuren wider, die mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur Bekämpfung von Antisemitismus leisten und sich für Vielfalt in der Stadtgesellschaft sowie ein vorurteilsfreies und friedliches Miteinander engagieren. 

Vorangestellt ist die Perspektive jüdischer Menschen in Augsburg, ihre Erfahrungen, Wünsche und Sorgen. Zu Wort kommt die Israelitische Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg ebenso wie Institutionen und Vereine, die sich um den Dialog und die Sichtbarmachung jüdischen Lebens und jüdischer Tradition und Geschichte verdient machen.   

Handlungsempfehlungen

Die abschließenden Handlungsempfehlungen des Plans konzentrieren sich auf vier zentrale Schwerpunkte: 

  • den Ausbau von Grundkompetenzen im Umgang mit Antisemitismus,
  • die Stärkung bestehender Netzwerke,
  • die Nutzung bewährter Strukturen sowie
  • die langfristige Verankerung entsprechender Maßnahmen.

Die Arbeitsdefinition Antisemitismus wird zur Grundlage des Verwaltungshandelns, das hat der Stadtrat im November 2023 entschieden. Entwickelt wurde die Arbeitsdefinition Antisemitismus von der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken (IHRA). Sie enthält eine klare Definition und elf Beispiele von Antisemitismus. Unterschrieben wurde die Arbeitsdefinition von Oberbürgermeisterin Eva Weber im Rahmen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 26. Januar 2024.

Arbeitsdefinition Antisemitismus Stadt Augsburg

Zudem wurde die Stadtverwaltung beauftragt, eine Regelung zu erarbeiten, welche auf der Basis der Demokratieerklärung in der Geschäftsanweisung für die Gewährung von Zuwendungen (GA Zuwendungen) zukünftig alle Zuwendungsnehmenden eines Zuschussbescheids oder Zuschussvertrags und alle Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner zu diskriminierungsfreiem und die demokratische Grundordnung respektierendem Verhalten verpflichtet.

Auszug (augsburg.de)

Auch dem engen Austausch mit schulischen Vertreterinnen und Vertretern, weiteren pädagogischen Kräften sowie Lehrenden in Integrationskursen kommt durch die aktuellen Ereignisse in Nahost besondere Bedeutung zu. Mit einem Schreiben an Kitas und Schulen bietet die Stadt Augsburg im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten Unterstützung und Hilfestellungen durch Hinweise auf Materialen, Ansprechpersonen, Ansprechstellen, wie die Antidiskriminierungsstelle, und Projekte, wie „Meet2respect“, „Lernort Rathaus“ und „Schule gegen Rassismus“.







Impressionen

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Titelfoto: Ruth Plössel/Stat Augsburg