Kommunales Energiemanagement

Das Kommunale Energiemanagement (KEM) der Stadt Augsburg ist im Hochbauamt angesiedelt. Es fördert den effizienten Umgang mit Wasser, Strom und Wärme. Augsburg hat eine Vorreiterrolle bei der rationalen Energieverwendung. Gerade von den Kommunen können entscheidende Impulse zur Klimaentlastung, aber auch zur Entlastung der öffentlichen Kassen ausgehen – durch effektive Schritte zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs. Basierend auf exakten Analysen werden Energiesparstrategien entwickelt. Öffentliche Einrichtungen, Schulen und Kindergärten tragen so maßgeblich dazu bei, die Klimaziele der Umweltstadt Augsburg zu erreichen.


Auszeichnung der Prima Klima Schulen 2021

Prämierung der „Prima Klima Schulen“ 2021 im Botanischen Garten
Drei Schulen für ihre schulischen Öko-Projekte ausgezeichnet

Am Dienstag, den 13.07.2021 wurden drei Schulen im Rahmen des Ökoschulprogramms zu Energie- und CO2-Einsparung mit dem diesjährigen Prima-Klima-Preis für ihr Engagement im Schuljahr 2020/21 im Rosenpavillon des Botanischen Gartens ausgezeichnet:

1.    Eichendorff-Grundschule
2.    Werner-von-Siemens-Mittelschule
3.    Rudolf-Diesel-Gymnasium

Aufgrund der Pandemie-Vorgaben konnten leider nur einige ausgewählte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Schulpersonal an der Veranstaltung teilnehmen. Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration, die die Auszeichnung vornahm, lobte die teilnehmenden Schulen: „Es ist eine wirklich positive Überraschung, dass die Schulen trotz der Corona-bedingten Schwierigkeiten auch in diesem Schuljahr wieder mit großem Engagement und viel Phantasie konkrete Projekte zu den Themen Umweltschutz, Klimaschutz und Energieeinsparung an ihren Schulen durchgeführt haben“.

Das zeige, dass das Kooperationsprojekt „Prima Klima in Augsburg“ der Umweltstation Augsburg und des Kommunalen Energiemanagement im Hochbauamt seit vielen Jahren gut mit den Schulen vernetzt und bei den Schulfamilien beliebt ist.

Die drei Sieger-Schulen konnten beispielhaft mit folgenden „Projekten“ und Aktivitäten „glänzen“:

Eichendorff-Grundschule:

  • Grundsatz bei allen Projekten: Bewusstsein für die Schutzwürdigkeit der Erde schaffen, dabei Fokussierung auf das Wesentliche und Verfolgung der Maxime: das eigene Verhalten ist entscheidend für das große Ganze!
  • Strukturiertes und differenziertes Vorgehen bei der Organisation des Energie- und Wassersparens vor allem in den Klassenzimmern
  • Projekt „Motto des Monats“: Monatlich wechselnde Themen zum Umweltschutz werden in den Alltag der Schüler integriert. Nach der gemeinsamen theoretischen Themenbearbeitung setzen die Schüler zu Hause das jeweilige Motto um und führen z.T. in Form von kleinen Erlebnisberichten Buch darüber.
  • Projekt Mitmachtipps: Jeder einzelne Schüler gibt Empfehlungen ab zu “Dingen, die du für die Erde tun kannst“. Die besten und häufigsten Tipps wurden in einem kleinen, gestalteten Heftchen – mit Nennung der stolzen Autoren - zusammengefasst und allen Schülern wieder „mit auf den Weg“ gegeben.

Werner-von-Siemens-Mittelschule:

  • Trotz Corona wurden sehr viele Ideen und Projekte zu den Themenbereichen Klimaschutz, Artenschutz und Nachhaltigkeit anspruchsvoll realisiert; die Schule hat dafür Videotreffen und -anleitungen gezielt eingesetzt
  • Recyclingpapier als Nachhaltigkeitsprojekt: dieser Anspruch wird für Schüler und Lehrer kontinuierlich hochgehalten und schließt alle Papierprodukte sowie das papierlose Klassenzimmer der Zukunft mit ein. Ein schulweiter Klassenwettbewerb über die Verwendung von Schulheften aus Recyclingpapier wird durchgeführt.
  • Erneuerbare Energie als prominentes Thema in unterschiedlichen Klassen; es werden z.B. behandelt: Möglichkeiten der Nutzung von Sonnenenergie, Standortbestimmung für eine Windkraftanlage und „Wir untersuchen eine selbstgebaute Biogas-Anlage“
  • Schaffung von Bewusstsein für einen sparsameren Stromverbrauch: Schüler setzen sich mit nachhaltiger Entwicklung auf dem Energiesektor auseinander. Sie erarbeiten unter Zuhilfenahme der selbst ermittelten Stromkosten ein Konzept zur Reduzierung des persönlichen Stromverbrauchs
  • Artenschutzprojekt „Am seidenen Faden“: Wettbewerbsbeitrag im textil-kreativen Gestalten, Entwerfen und Sticken eines aus Einzelteilen bestehenden Gesamtkunstwerks, das auf das Aussterben heimischer Tierarten aufmerksam macht.

Rudolf-Diesel-Gymnasium:

  • Erfolgreiche Umsetzung der Leitgedanken von Energiesparen, Klimaschutz, Arterhaltung sowie Gesundheit. Koordination der schulinternen Öko-Initiativen im Sinne eines flexiblen Umweltkonzepts;
  • Entwicklung und Nutzung mehrerer Video-Tutorials zur Ausbildung der schuleigenen Energiedetektiv*innen und Umweltmanager*innen; die Schüler*innen arbeiten sich vorbereitend in Eigenarbeit in die Themen Heizen, Lüften, Strom und Mülltrennung ein
  • W-Seminar Naturheilkunde „Heilpflanzen und ihre biochemischen Inhaltsstoffe“: Pflanzen aus dem Schulgarten werden biochemisch analysiert und zur Herstellung verschiedener Naturheilmittel verwendet. Die Wertschätzung heimischer Pflanzen wird gefördert.
  • Diesel-Bienen: Die seit zwei Jahren auf dem eigenen Schulgelände gezüchteten Bienenvölker sollen als Anschauungs- und Untersuchungsobjekte in den Biologieunterricht integriert werden. Umweltverhalten und Blütenvorlieben der Bienen sowie eine Honigernte gehören mit zu dem Programm.
  • Wahlkurs Aquaristik und Terraristik: Als Beitrag zur Arterhaltung werden von ihren Besitzern z.B. aus privaten Gründen abgegebene Tiere aufgefangen, artgerecht gehalten und gepflegt. Im Rahmen des Projektes „Blühwiese, Schulgarten und Außenanlage“ werden u.a. die Tiere mit Nahrung versorgt.

Ansprechpartner:
Matthias Löw,
Kommunales Energiemanagement im Hochbauamt der Stadt Augsburg
Fon: 0821 324 4667,
Mail: matthias.loew@augsburg.de


Öko-Schulprogramm zur Energie- und CO2-Einsparung

Das Öko-Schulprogramm ist ein Energieeinsparprogramm für die öffentlichen Schulen der Stadt Augsburg, das vom Kommunalen Energiemanagement der Stadt Augsburg durchgeführt wird. Lehrer, Schüler und Hausmeister sind als wichtige Akteure eingebunden. Bei einer erfolgreichen Teilnahme können die Schulen und Hausmeister pro Jahr eine Prämie erhalten. Das Öko-Schulprogramm bietet den Schulen Unterstützung in den folgenden Bereichen an:

  • Pädagogisches Prämienmodell (finanzielles Anreizmodell)
  • Workshops für Kontaktlehrer gezielte Unterstützung und Förderung von Projekten durch Know-how, Finanzmittel und Geräte (Steckdosenleisten, Schaltuhren, Temperaturwächter etc.)
  • Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Energiedetektiven (zusammen mit den Stadtwerken)
  • Verleih von Energiemesskoffern und dem Energiefahrrad
  • Begehungen und technische Untersuchungen mit Einbeziehung von Nutzerverhalten und technisch-baulichen Vorrausetzungen 

Energieberichte

Die Stadt Augsburg hat sich das Ziel gesetzt, die umweltfreundlichste und klimafreundlichste Stadt Bayerns zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Kohlendioxid- Emissionen kurz- und langfristig reduziert werden. Dafür ist vielseitiges umsichtiges Handeln notwendig. Wir wollen diese Aspekte in unserem Tun und Handeln nicht nur berücksichtigen, sondern aktiv umsetzen, vorantreiben und zur Selbstverständlichkeit werden lassen.

In dem aktuellen Energiebericht 2020 der Stadt Augsburg werden in bewährter Weise die Energie- und Wasserverbräuche von 177 städtischen Nichtwohngebäuden veröffentlicht. Gleichzeitig legt der vorliegende Bericht Rechenschaft über die vom KEM in den Jahren 2018 bis 2020 geleistete Arbeit ab.

Förderprojekte

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Das KEM hat für zahlreiche Projekte über das Bundesumweltministerium (BMUB) Förderanträge gestellt und Zuwendungsbescheide erhalten:

 

  • Sanierung der Innenbeleuchtung der Kita Mittenwalder Straße
    Die veraltete energieintensive Beleuchtung wird durch eine effiziente LED Beleuchtung ersetzt.
    Förderkennzeichen: 03K13485
    Laufzeit des Projektes: August 2020 bis Juli 2021
     
  • Erneuerung der Beleuchtung in den Klassen- und Fachräumen der Bebo-Wager Berufsschule
    Die veraltete energieintensive Beleuchtung wird durch eine effiziente LED Beleuchtung ersetzt.
    Förderkennzeichen: 03K13185
    Laufzeit des Projektes: Januar 2021 bis Dezember 2022
  • Sanierung der Lüftungsanlage im Zeughaus
    Die Bestandsanlage mit hohen Leckagen wird durch eine effiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ersetzt.
    Förderkennzeichen: 03K12343
    Laufzeit des Projektes: Oktober 2019 bis September 2020
  • Erneuerung der Flurbeleuchtung der Bebo Wager Berufsschule Haunstetten
    Die Beleuchtungsanlage in den großen Flur- und Treppenhausbereichen aus den Entstehungsjahren 1967 ff ist sehr energieintensiv und ohne Regelung. Im Rahmen der verschiedenen Maßnahmen im Bereich der Brandschutzsanierung an der Schule in den kommenden Jahren soll die veraltete Beleuchtung erneuert werden. Die Leuchtstoffröhren mit KVG Vorschaltgeräten sollen durch energiesparende LED-Leuchten mit Präsenzsteuerung ersetzt werden.
    Förderkennzeichen: 03K03828
    Laufzeit des Projektes: März 2017 bis August 2019
      

Der Träger dieser Projekte ist der Projektträger Jülich

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 

Nationale KlimaschutzinitiativeMit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum am Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei.  Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen

Richtlinien für Planungen der technischen Gewerke

Insbesondere im Zeitalter der Energiewende kommt den Kommunen eine maßgebliche Rolle bei der energiepolitischen Zielsetzung der Bundesregierung zu, bis zum Jahre 2050 die Energieversorgung nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien zu realisieren. Ein wichtiger Schritt dabei ist es, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken und damit gleichzeitig zur Entlastung der öffentlichen Kassen beizutragen. Weil das HBA/KEM verantwortlich ist für den effizienten Umgang mit Wasser, Strom und Wärme hat es diese Planungsvorgaben für technische Gewerke erarbeitet. Die mit den Planungsvorgaben erfassten Ziele sind:

  • Optimierung der Investitions- und Betriebskosten
  • Minimierung der Energie- und Wasserverbräuche
  • Förderung des Einsatzes von erneuerbarer Energien
  • Funktionalität für den Nutzer