Weiterentwicklung der Kahnfahrt

Die Kahnfahrt ist ein historisch bedeutender Aufenthalts- und Kulturort in unmittelbarer Nähe zur Augsburger Innenstadt. Damit sie auch künftig sicher, attraktiv und vielfältig nutzbar bleibt, wird das Gelände schrittweise weiterentwickelt.

1. Warum wird weiterentwickelt?
Die Kahnfahrt ist ein historisch bedeutender Aufenthalts- und Kulturort in unmittelbarer Nähe zur Augsburger Innenstadt. Damit sie auch künftig sicher, attraktiv und vielfältig nutzbar bleibt, wird das Gelände schrittweise weiterentwickelt. Ziel ist es, den Charakter des traditionsreichen Ortes zu bewahren und gleichzeitig moderne Anforderungen an Sicherheit, Infrastruktur und Aufenthaltsqualität zu erfüllen.

2. Was wurde bereits getan? 
Seit 2024 ist die Kahnfahrt in städtischer Verantwortung und wird durch die Regio Augsburg Tourismus betrieben und weiterentwickelt. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, eine Interimsspielstätte zu genehmigen und zu errichten, um den besonderen Ort der Kahnfahrt auch 2024 der Augsburger Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Erste Maßnahmen wurden eingeleitet, um den Ablauf und die Grundstruktur der Kahnfahrt zu stabilisieren. Dazu gehören organisatorische Anpassungen im täglichen Betrieb, eine Bestandsaufnahme der baulichen Situation sowie die Klärung zentraler Sicherheitsanforderungen. Diese Grundlagen bilden die Basis für die jetzt laufende langfristige Weiterentwicklung. Immer außerhalb des Saisonbetriebs wird an der Weiterentwicklung Schritt für Schritt gearbeitet. 

3. Was passiert aktuell?
Aktuell bis Ende April (geplant) wird weiter an den Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Besucherkapazität gearbeitet. Dazu gehören folgende Maßnahmen: 

  • Zweiter Rettungsweg
    Um die Vorgaben des Brandschutzes und der Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen, entsteht ein zusätzlicher Rettungsweg. Dadurch kann die Besucherzahl von derzeit rund 60 auf etwa 160 Personen erhöht werden. Dies ermöglicht einen rentierlichen Betrieb der Kahnfahrt. Konkret ist hierfür ein Wanddurch­bruch durch die Stadtmauer erforderlich, der mit dem Bayeri­schen Landesamt für Denkmalpflege abge­stimmt wurde. Auch ein weiterführender Weg über das Nachbargrundstück der Marienheimstiftung auf die Riedlerstraße ist sichergestellt.
  • Erweiterung der Podestflächen
    Neue und erweiterte Podeste verbessern die Aufenthaltsqualität und sorgen für mehr nutzbare Fläche für Gäste, Gastronomie und Veranstaltungen.
  • Neuordnung der Kioskstrukturen
    Die bestehenden Verkaufs- und Versorgungsbereiche werden so angeordnet, dass Abläufe effizienter und für Gäste intuitiver werden.

Mit den Maßnahmen wird die Kahnfahrt in der Saison 2026 wieder intermismäßig sowohl für den regulären Gastronomiebetrieb als auch für Kulturveranstaltungen und den Bootsverleih stabil und verlässlich nutzbar. Im Herbst geht es dann mit den weiteren Maßnahmen für die „Neue Kahnfahrt“ weiter.

4. Wie geht es weiter? 
Ab Herbst 2026 (nach Saisonende) sollen dann die Hafenanlage mit Bootsverleih sowie das Raumprogramm neugestaltet werden. Vor allem WC-Anlagen und Müllhaus müssen revitalisiert werden. Ebenso sind Personalräume berücksichtigt. Entlang der Stadtmauer wird eine Biergartenfläche entstehen. Zum Wasser ist eine großzügige Sonnenterrasse und Sitzmöglichkeiten auch auf der Ebene des Bootsverleihs geplant. Alle Flächen werden so gestaltet, dass sie barrierefrei erreichbar sind. Ein stimmiges Lichtkonzept und Sonnensegel werden für eine angenehme Aufenthaltsqualität sorgen.
Die Kioske werden abgebaut, die Küche im ehemaligen Gärtnerhaus wird reaktiviert. Ein überdachter Ausschankbereich an der Sonnenterrasse wird dann der Versorgung der Gäste dienen.
Die WC-Anlagen werden im Bereich der Wallanlage komplett neu errichtet und in den Hang gebaut. Neben einer ausreichenden Anzahl von WCs für Damen und Herren wird es auch ein barrierefreies WC geben, das auch als Familientoilette mit Wickelplatz genutzt werden kann.Für den reibungslosen Ablauf werden Personalräume und ein Mülllager neu errichtet werden.Geplant ist, dass die Neue Kahnfahrt mit der Saison 2027 in Betrieb geht.

Ziel ist eine ganzheitliche Entwicklung, die sowohl den besonderen Charme der Kahnfahrt erhält als auch eine zukunftsfähige Nutzung für Augsburgerinnen und Augsburger sowie für Touristinnen und Touristen ermöglicht:

  • historischen Charakter des Ortes sichern, sichtbar halten und erlebbar machen.
  • Infrastruktur nachhaltig verbessern (Zugänge, Wegeführung, Aufenthaltsbereiche)
  • Kultur- und Veranstaltungsangebote weiter stärken
  • Attraktives Gastronomisches Angebot für Besucherinnen und Besucher sicherstellen 
  • Bootsverleih dauerhaft integrieren
  • Ort ökologisch sensibel weiterentwickeln

5. Fragen & Antworten

Dies ist aus Sicherheitsgründen gefordert.

Der historische Charakter bleibt erhalten und wird sogar noch gestärkt. So wird künftig kein Gebäude mehr den Oblatterwallturm und die Stadtmauer verdecken. Die einmalige Szenerie an der historischen Stadtmauer wird wieder erlebbar.

Der Bootsverleih soll künftig nicht nur Ruder- und Tretboote, sondern auch Elektro- und Paddelboote erhalten. Die Steganlagen werden so gestaltet, dass ein sicheres Aus- und Einsteigen möglich wird.

Wie bei allen Baumaßnahmen kann es während der Bauarbeiten zu Einschränkungen kommen. Allerdings sind die Baumaßnahmen für die Zeiten geplant, in denen kein Betrieb der Kahnfahrt stattfindet.