Augsburger Kahnfahrt
Die Augsburger Kahnfahrt am Stadtgraben ist einer der traditionsreichsten und beliebtesten Ausflugsziele und Freizeitorte der Stadt. Bereits 1876 wurde der Betrieb mit Booten gestartet. Die Kahnfahrt wird aktuell für die Zukunft weiterentwickelt.
Interimssaison als Brücke zur Neuen Kahnfahrt
Am 4. Oktober endete die Saison 2026 an der Augsburger Kahnfahrt. Nach umfangreichen Vorbereitungen standen die restaurierten Ruderboote wieder für den Verleih bereit.
Die Saison 2026 wurde noch einmal im Rahmen einer Interimslösung durchgeführt. Ziel bleibt es, den Standort langfristig als sicheren, attraktiven und identitätsstiftenden Ort im historischen Stadtgefüge zu entwickeln. Ein zentraler Baustein ist der neue Rettungsweg: Der bauliche Durchbruch konnte im Juni 2026 fertiggestellt werden. Seither kann die Kahnfahrt von 160 Besucherinnen und Besuchern gleichzeitig genutzt werden.
Seit 2024 ist die Kahnfahrt in städtischer Verantwortung und wird durch die Regio Augsburg Tourismus betrieben und weiterentwickelt. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, eine Interimsspielstätte zu genehmigen und zu errichten, um den besonderen Ort der Kahnfahrt auch 2024 der Augsburger Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.
Erste Maßnahmen wurden eingeleitet, um den Ablauf und die Grundstruktur der Kahnfahrt zu stabilisieren. Dazu gehören organisatorische Anpassungen im täglichen Betrieb, eine Bestandsaufnahme der baulichen Situation sowie die Klärung zentraler Sicherheitsanforderungen. Diese Grundlagen bilden die Basis für die jetzt laufende langfristige Weiterentwicklung.
Immer außerhalb des Saisonbetriebs wird an der Weiterentwicklung Schritt für Schritt gearbeitet.
Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Besucherkapazität:
- Zweiter Rettungsweg
Um die Vorgaben des Brandschutzes und der Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen, entstand ein zusätzlicher Rettungsweg, der im Juni 2026 fertiggestellt wurde. Dadurch kann die Besucherzahl von bisher rund 60 auf etwa 160 Personen erhöht werden. Dies ermöglicht einen rentierlichen Betrieb der Kahnfahrt.Dafür war ein Wanddurchbruch durch die Stadtmauer erforderlich, der mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt wurde. Auch ein weiterführender Weg über das Nachbargrundstück der Marienheimstiftung auf die Riedlerstraße ist sichergestellt.
- Erweiterung der Podestflächen
Neue und erweiterte Podeste verbessern die Aufenthaltsqualität und sorgen für mehr nutzbare Fläche für Gäste, Gastronomie und Veranstaltungen.
- Neuordnung der Kioskstrukturen
Die bestehenden Verkaufs- und Versorgungsbereiche wurden so angeordnet, dass Abläufe effizienter und für Gäste intuitiver werden.
Mit den Maßnahmen wurde die Kahnfahrt in der Saison 2026 wieder interimsmäßig sowohl für den regulären Gastronomiebetrieb als auch für Kulturveranstaltungen und den Bootsverleih stabil und verlässlich nutzbar.
Am Sonntag, 4. Oktober, endete die diesjährige Saison der Kahnfahrt. Alles wird winterfest gemacht. In der kommenden Saison soll der Betrieb im derzeitigen Interim fortgeführt werden.
Der historische Charakter bleibt erhalten und wird sogar noch gestärkt. So wird künftig kein Gebäude mehr den Oblatterwallturm und die Stadtmauer verdecken. Die einmalige Szenerie an der historischen Stadtmauer wird wieder erlebbar.