Augsburger Kahnfahrt startet in eine neue Zukunft
Für das beliebte Ausflugslokal „Kahnfahrt“ ist der Weg vorgezeichnet: Das Kleinod am Oblatterwall soll noch attraktiver werden.
Geplant sind unter anderem eine Biergartenfläche entlang der Stadtmauer sowie eine Steganlage für den Bootsverleih mit Erweiterung zu einer Sonnenterrasse an der Bastionsmauer. Das bestehende historische Gärtnerhaus wird weiterhin als Küche genutzt und erhält eine Ausgabetheke auf Biergartenebene.
Mehr als die doppelte Platzkapazität
Künftig sollen statt bisher 60 bis zu 160 Gäste bewirtet werden können. Voraussetzung dafür ist ein zweiter Rettungsweg, für den die bereits vorhandene Podestfläche umgebaut werden muss. Der erforderliche Wanddurchbruch durch die Stadtmauer ist mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt. Auch ein weiterführender Weg über das Nachbargrundstück der Marienheimstiftung auf die Riedlerstraße ist geklärt. Für den Notausgang haben das Mobilitäts- und Tiefbauamt sowie das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt ebenfalls ihre Zustimmung gegeben.
Bis April müssen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Dann startet die Kahnfahrt in eine weitere Interimssaison, die auch eine neue Ausrichtung der Kioske in Richtung Küche für effizientere Arbeitsabläufe vorsieht.
3,4 Millionen Euro für ersten Bauabschnitt
Ab Herbst 2026 sollen dann die Hafenanlage mit Bootsverleih sowie das Raumprogramm neu gestaltet werden. Vor allem WC-Anlagen und Müllhaus müssen nagetiersicher werden. Ebenso sind Personalräume berücksichtigt. Für den ersten Bauabschnitt der neuen Kahnfahrt sind rund 3,4 Millionen Euro veranschlagt. Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle sagt zu diesen positiven Perspektiven: „Mit dem zweiten Rettungsweg und einem klaren Zeitplan für die nächsten Schritte schaffen wir beste Voraussetzungen für eine attraktive Destination und setzen ein starkes Signal für die Zukunft der Kahnfahrt.“
Titelfoto: Florian Pittroff/Stadt Augsburg