Forum St. Johannes – neues Suchthilfe- und Aufenthaltskonzept
Die Stadt Augsburg möchte suchtkranken Menschen noch besser helfen und damit den öffentlichen Raum für alle Bürgerinnen und Bürger stärken. Der „beTreff", die bisherige Anlaufstelle am Helmut-Haller-Platz, ist dafür zu klein geworden. Seit 1. Juli 2026 gibt es mit dem Forum St. Johannes eine neue Anlaufstelle für suchtkranke Menschen.
Mit dem Konzept „Forum St. Johannes“ wurde für suchtkranke Menschen ein würdiges Angebot an Aufenthalts- und Behandlungsmöglichkeiten geschaffen, das ihre Situation verbessert und den öffentlichen Raum entlastet.
Mit St. Johannes wird Suchthilfe ganzheitlich aufgestellt, denn das Konzept kombiniert medizinische und soziale Betreuung.
Auch ein umfangreiches Reinigungs- und Sicherheitskonzept sowie weitere begleitende Maßnahmen des Umfeldmanagements gehören dazu. Zum Beispiel eine städtische Hausleitung als feste Ansprechpersonen für Anwohnende. Zudem gibt es anfangs ein eigenes Dienstzimmer für den städtischen Ordnungsdienst in den Räumlichkeiten von St. Johannes.
Kontakt und weitere Infos für Anwohnende
Bei Fragen oder konkreten Anliegen rund um das Forum St. Johannes können sich Anwohnerinnen und Anwohner an die städtische Hausleitung vor Ort wenden. Telefonisch unter 0821 324-64810 oder per E-Mail an hausleitung.johannes@augsburg.de.
Außerdem bietet die Hausleitung einmal im Monat eine offene Sprechstunde an. Die nächsten Termine sind:
Donnerstag, 15. Oktober, 14:00–14:30 Uhr
Montag, 16. November, 14:00–14:30 Uhr
Mittwoch, 16. Dezember, 14:00–14:30 Uhr
Weitere Sprechstunden sind nach Vereinbarung möglich.
Drogenkonsum im öffentlichen Raum kann Fragen oder auch Unsicherheit auslösen – bei Anwohnenden, Passantinnen und Passanten sowie Gewerbetreibenden.
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise für den Alltag.Situation am Helmut-Haller-Platz
Der Helmut-Haller-Platz wird als Verkehrsknotenpunkt täglich von vielen Menschen frequentiert. Zudem soll der Platz als soziales Zentrum Oberhausens von Stadtteilbewohnerinnen und -bewohnern genutzt und aufgesucht werden. Das ist jedoch nicht damit vereinbar, dass der Platz Aufenthaltsort vieler suchtkranker Menschen ist.
Als Standort der Suchthilfe wurde der "beTreff" am Helmut-Haller-Platz zu klein und konnte den suchtkranken Menschen so auch nicht mehr die Betreuung zukommen lassen, die sie benötigen. Gleichzeitig sorgten die beengten Platzverhältnisse im "beTreff" dafür, dass Betroffene lange Wartezeiten hatten, die sie in der Regel draußen verbringen.
Wir wollten die suchtkranken Menschen aber nicht einfach verdrängen, sondern ihnen das anbieten, was sie brauchen: deutlich größere Aufenthaltsmöglichkeiten mit einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Beratungs- und Versorgungsangebot. Dafür war auch eine geeignete Außenfläche notwendig.
Damit das Umfeld nicht beeinträchtigt und eine Entlastung des öffentlichen Raums erreicht wird, werden die neuen Angebote von einer breiten Palette an Sicherheits- und Reinigungsmaßnahmen begleitet.
St. Johannes ermöglicht neue und verbesserte Angebote für Suchthilfe
Mit einem neuen, größeren Standort ist für suchtkranke Menschen eine würdige Aufenthaltsmöglichkeit mit medizinischer und sozialer Betreuung entstanden. Der Kirchenkomplex St. Johannes mit der dazugehörigen Außenanlage ist hierfür gut geeignet.
Das neue Angebot hat deutlich längere Öffnungszeiten. Dadurch können in Verbindung mit den größeren Räumlichkeiten umfangreichere Betreuungsmöglichkeiten angeboten werden. Für die Betroffenen reduzieren sich so Wartezeiten, die sie bislang draußen vor der Einrichtung verbringen. Generell bieten die Räumlichkeiten von St. Johannes genug Platz, damit sich suchtkranke Menschen hier aufhalten und zusammenkommen können.
Außerdem werden dort medizinische Dienstleistungen der ambulanten Suchthilfe und -prävention angeboten wie zum Beispiel Substitution und hausärztliche Grundversorgung.
Weiterhin gibt es Notschlafplätze und Hygieneeinrichtungen (Duschen, Kleidungswaschraum etc.). Für das Suchthilfe- und Aufenthaltsangebot arbeitet die Stadt im Vorfeld eng mit der Diakonie, dem SKM, der Drogenhilfe Schwaben und weiteren starken Partnern zusammen.
Das ist das Konzept Forum St. Johannes
Das Konzept „Forum St. Johannes“ ist vielfältig und vereint unterschiedliche Angebote, um die Lebensqualität in Oberhausen weiterzuentwickeln. Zusätzlich zur Hilfe in besonderen Lebenslagen gibt es weitere Aspekte:
Kirchenraum St. Johannes als Kultur-, Bildungs- und Veranstaltungsort
Im Kirchenraum von St. Johannes soll ein Kultur-, Bildungs- und Veranstaltungsort geschaffen werden, der auch eine weitere Nutzung als Diakoniekirche ermöglicht. Für die künftige Nutzung gibt es drei thematische Schwerpunkte:+ die Entwicklung eines außerschulischen Kultur‑ und Bildungsorts für Medienpädagogik und Medienkompetenz
+ die Einrichtung einer dauerhaften multimedialen Stadtteilausstellung zur Geschichte Oberhausens mit besonderem Fokus auf den römischen Ursprung
+ die Nutzung des Kirchenraums als multifunktionaler Veranstaltungs‑ und Begegnungsort mit der Prägung einer Diakoniekirche- Lebens- und Aufenthaltsqualität Friedensplatz:
Die Stadt will die Aufenthaltsqualität am Friedensplatz gewährleisten und fördern. Zum Beispiel mit einem Nachbarschaftsfest, einer kleinen Friedenstafel und einem Café für alle Bürgerinnen und Bürger. Das belebt den Ort.
- Quartiersvernetzung Oberhausen:
Das Forum St. Johannes bietet Raum für bereits existierende Formate und Angebote als Kultur- und Bildungsort in Oberhausen.
Umfeldmanagement für Sicherheit und Sauberkeit – 20-Punkte-Konzept
Das Hilfe- und Aufenthaltsangebots wird von Anfang an mit einem Sicherheits- und Sauberkeitskonzept begleitet.
- Dabei werden bewährte Umfeldkonzepte ähnlicher Einrichtungen in Augsburg genutzt, wie zum Beispiel im Kontaktladen im Zentrum, der Notunterkunft in Göggingen oder auch von Einrichtungen wie im Domviertel
- Eine feste städtische Hausleitung steht vor Ort als Anlaufstelle für alle Belange zur Verfügung.
- Im Umfeld sind angeleitete Reinigungsteams im Einsatz. So entstehen gleichzeitig Arbeitsgelegenheiten für suchterkrankte Menschen.
- Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb begleitet das Konzept und unterstützt durch regelmäßige Reinigungsintervalle.
- Der städtische Ordnungsdienst hat ein eigenes Dienstzimmer in St. Johannes und steht allen Anwohnerinnen und Anwohnern als Anlaufstelle zur Verfügung.
- Das Ordnungsreferat plant regelmäßige Vor-Ort-Termine und Sprechstunden
- Das Polizeipräsidium und die Polizeiinspektion sind eng in das Konzept eingebunden
- Gleichzeitig sind fachlich ausgebildete Streetworker verstärkt vor Ort.
- An stark frequentierten Orten sind spezielle Abwurfbehälter, die eine sichere Entsorgung von Drogenutensilien ermöglichen.
- Zudem wird eine hausärztliche Grundversorgung zur professionellen und medizinischen Behandlung in einer hygienischen Umgebung wie auch Substitution angeboten.
Ein Bestandteil des ganzheitlichen Konzeptes ist es zudem, alkohol- und drogengebrauchende Menschen verstärkt in die Pflege des öffentlichen Raumes einzubeziehen. Sie kennen potenzielle Örtlichkeiten und setzen auch ein wichtiges Signal innerhalb und außerhalb der Drogenszene.
Der Standortentscheidung war eine umfassende Bürgerinformation und eine umfassende Bürgerbeteiligung vorausgegangen. Zu Beginn des Beteiligungsprozesses gab es einen 10-Punkte-Plan zum Umfeldmanagement. Dieses Konzept ist inzwischen auch dank konstruktiver Vorschläge aus den Bürgerbeteiligungsformaten auf 20 Punkte angewachsen:
- Fester Einrichtungsbeirat
- Straßenverkehrsrechtliches Gesamtkonzept mit Geschwindigkeitsbegrenzung in der Donauwörther Straße (vgl. auch Integriertes Handlungskonzept)
- Regelmäßige Begehung der Straßenbahnhaltestellte „Wertachbrücke“ in enger Abstimmung mit den Stadtwerken Augsburg
- Beleuchtungs- und Sauberkeitskonzept für den Durchgang von der Donauwörther Straße zur Ulmer Straße
- 3-jährige Evaluationsphase mit regelmäßiger Berichterstattung und Steuerungsmöglichkeit
- Erstellung eines CTC-Aktionsplans „Oberhausen und Kriegshaber“ im Rahmen der städtischen Präventionsstrategie „Communities That Care“
- Informationen und Handlungsleitfaden für Einrichtungsleitungen im Quartier
- Die Präventionsgruppe Helmut-Haller-Platz wird zur „Präventionsgruppe Links der Wertach“ erweitert und sowohl hinsichtlich des fachlichen Fokus als auch der einbezogenen Interessenträgerinnen und -träger erweitert
- Regelmäßige Tage der offenen Tür in der Einrichtung zur Schaffung einer großen Transparenz
- Regelmäßige Konsultation der wissenschaftlichen Begleitung durch die Bezirkskliniken zur Optimierung der Maßnahmen
FAQs – häufig gestellte Fragen:
Hier geben wir Ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Konzept "Forum St. Johannes". Bitte klicken Sie auf die jeweilige Frage, dann öffnet sich die dazu gehörende Antwort.
Das Thema Sucht ist mitten in unserer Gesellschaft. Also muss es da auch angegangen werden. Um Erfolg zu haben, muss das Hilfe- und Aufenthaltsangebot zu den suchterkrankten Menschen kommen. Andersherum wird es absehbar nicht funktionieren. Fachleute sind sich einig, dass durch ein Hilfeangebot keine „neuen“ suchterkrankten Menschen nach Oberhausen kommen, sondern die Menschen mit Suchterkrankung offensichtlich bereits da sind. Die Begleiterscheinungen wie Verunreinigung in Parks, Spielplätzen und den Wertachauen gibt es bereits jetzt und hier muss schnell – und wirksam – Abhilfe geschaffen werden. Und dies geht nur mit dem ganzheitlichen Hilfeangebot
Bereits an anderen Standorten in Augsburg konnte Drogenhilfe umgesetzt werden; zu nennen ist hier das Haupthaus in der Jesuitengasse 9 sowie KiZ/TheSo in der Holbeinstr. 9.
Für die Sauberkeit am Friedensplatz gibt es umfangreiche Maßnahmen. Es gibt spezielle Abfallbehälter für Spritzenmaterial. Diese ermöglichen eine sichere Entsorgung und verhindern, dass Personen mit dem dort entsorgten Abfall wie zum Beispiel Spritzen in Kontakt kommen können. Durch ein eigenes Dienstzimmer im Forum St. Johannes ist der Ordnungsdienst regelmäßig vor Ort.
Außerdem sorgt der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (AWS) durch regelmäßige Reinigungsintervalle für die Sauberkeit vor Ort. Die Nutzerinnen und Nutzer des Forums St. Johannes sind darüber hinaus durch Arbeitsgelegenheiten in das Umfeldmanagement eingebunden.
Eine Garantie, dass niemals eine Spritze im öffentlichen Raum liegen bleibt, gibt es natürlich nicht – das ist aber auch unabhängig von den aktuellen Überlegungen so. Es wird eine deutliche Verbesserung zur jetzigen Situation erwartet, in der bereits Unrat und Spritzen im Schöpplerpark und in Oberhausen zu finden sind.
> Mehr Infos zum Sicherheits- und ReinigungskonzeptSt. Johannes in der Donauwörther Straße erfüllt als einzige Option alle Anforderungen für einen neuen Standort.
Es bietet einen großen Gemeindesaal in gutem Zustand mit einer Küche, der als Tagesaufenthalt genutzt werden kann. Das alte Pfarrhaus ist barrierefrei auch von der Größe geeignet, um die medizinischen Angebote wie Arztpraxis, Substitution und auch z. B. die Tages- und Nacht-Ruheräume unterzubringen.
Es steht also ausreichend Platz zur Verfügung, um das Hilfeangebot auszuweiten. Die Örtlichkeit ist damit bestens geeignet, ein menschenzugewandtes Angebot, das die Leute auch annehmen werden, zu schaffen. Die Räumlichkeiten, die in erster Linie für Suchthilfe genutzt werden, können alle über einen eigenen Zugang über die Donauwörther Straße erreicht werden.
Ein weiterer Aspekt ist, dass St. Johannes als Bau und Kirchenraum, der vielen Menschen in Oberhausen wichtig ist, erhalten werden kann und weiterhin in den Stadtteil positiv hineinwirken wird. Durch die Öffnung und Erschließung der Kirche kann ein Kultur- und Begegnungsort entstehen. Trotzdem bleibt der kirchliche Charakter erhalten.
Für die suchterkrankten Menschen ist mit dem Forum St. Johannes ein menschenzugewandtes Hilfe- und Aufenthaltsangebot entstanden:
Das beinhaltet:
- ein betreutes Tagesaufenthaltsangebot mit Mittagstischangebot
- Duschmöglichkeiten und Kleidungswaschmöglichkeiten mit Kleiderkammer
- Beratungsangebote (Suchtberatung, Wohnungsvermittlung, Jobcenter, Sozialberatung)
- ein sozialpsychiatrisches Angebot
- hausärztliche Versorgung durch Filialpraxis und eine ärztliche Substitutionspraxis
- eine Tages- und Nachtnotschlafstelle
- anwaltliche Beratung
- Das Konzept beinhaltet auch Arbeitsmöglichkeiten beispielsweise im Umfeldmanagement vor.
Weitere Fragen:
Konzept Forum St. Johannes
Der „beTreff“ direkt am Helmut-Haller-Platz ist an seine Grenzen gestoßen: Das räumliche Angebot war zu klein und die Öffnungszeiten zu kurz.
Den erkrankten Menschen konnte am Helmut-Haller-Platz also nicht ausreichend geholfen und damit auch nicht der Weg in die medizinische Substitution eröffnet werden. Gerade aber dieser Weg ist es, der hilfreich ist, um die negativen Begleiterscheinungen wie Spritzen im öffentlichen Raum, Verunreinigung und auch nicht adäquates Sozialverhalten deutlich zu reduzieren.
Auf Grundlage dessen wurde vom Stadtrat beschlossen, dass eine Verlagerung weg vom Helmut-Haller-Platz erfolgen soll, um die Probleme im öffentlichen Raum zu lösen.
Neben räumlich erweiterten Aufenthalts- und Verweilmöglichkeiten für die Suchthilfe inklusive einer betreuten Außenfläche wurden die Öffnungszeiten deutlich ausgebaut. Außerdem werden im Forum St. Johannes medizinische Dienstleistungen der ambulanten Suchthilfe und -prävention angeboten, z. B. Substitution, hausärztliche Grund-, aber auch Wundversorgung.
Ein Integrations- und Hilfeangebot mit Notschlafplätzen und Hygieneeinrichtungen (Duschen, Kleidungswaschraum etc.) sind weitere Bausteine. Der Zugang für die Suchthilfe erfolgt über die Donauwörther Straße.
Der Friedensplatz und das Kirchengebäude von St. Johannes sind im Konzept ebenfalls mitgedacht. Es soll ein Raum für kulturelle (Konzerte, Lesungen etc.) und gesellschaftliche (z. B. Vesperkirche, Stadtteilgespräche, Friedenstafel) Veranstaltungen und ein Kultur- und Begegnungsort für Oberhausen entstehen.
Der Aufbau des Hilfe- und Aufenthaltsangebot wird durch ein Sicherheits- und Sauberkeitskonzept für den Friedensplatz und das räumliche Umfeld begleitet.
Ziel ist es, in St. Johannes ein stark verbessertes Gesundheitsangebot zu entwickeln, so dass eine deutliche, spürbare Entlastung des öffentlichen Raums erfolgen kann.
Bei der Standortsuche spielten folgende Faktoren eine Rolle:
- Ausreichendes Platz- und Raumangebot mit Entwicklungsmöglichkeiten mit Außenbereich
- ÖPNV-Anbindung / Erreichbarkeit von Bezirksklinik
- Erreichbarkeit von Bezirkskliniken, Substitutionspraxen und Apotheken
- Möglichkeit, Praxisräume unterzubringen (Substitution, hausärztliche VersorgungBarrierefreiheit) sowie soziale Beratungs- und Unterstützungsangebote
- Umfeldbetrachtung
- Fördermöglichkeiten (Städtebauförderung, z. B. „Soziale Stadt“ etc.)
- Zeitnahe Verfügbarkeit im Quartier
- Stärkungsmöglichkeit für räumliche Umgebung (Café, Kulturangebot, Seminarräume etc.)
- Vermieter/ Kooperationspartner mit intrinsischer Motivation für eine vielfältige Nutzung
- Keine Entmietung von Privaten
- Barrierefreiheit
Als zu berücksichtigender Faktor wurde auch eine finanzielle Machbarkeit unter dem Aspekt „Kosten“ mit aufgenommen
Das geplante Konzept soll weit über eine „Süchtigen-Anlaufstelle“ hinausgehen. Geplant ist ein Raum für kulturelle (Konzerte, Lesungen etc.) und gesellschaftliche (z. B. Vesperkirche, Stadtteilgespräche, Friedenstafel) Veranstaltungen. Dadurch soll ein Kultur- und Begegnungsort für Oberhausen entstehen.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 29.01.2026 beschlossen, im Kirchenraum von St. Johannes einen Kultur-, Bildungs- und Veranstaltungsort zu schaffen, der auch eine weitere Nutzung als Diakoniekirche ermöglicht. Für die künftige Nutzung gibt es drei thematische Schwerpunkte:
- die Entwicklung eines außerschulischen Kultur‑ und Bildungsorts für Medienpädagogik und Medienkompetenz
- die Einrichtung einer dauerhaften multimedialen Stadtteilausstellung zur Geschichte Oberhausens mit besonderem Fokus auf den römischen Ursprung
- die Nutzung des Kirchenraums als multifunktionaler Veranstaltungs‑ und Begegnungsort mit der Prägung einer Diakoniekirche
Ordnung und Sicherheit
Für die Einrichtung gibt es eine städtische Hausleitung, an die sich Anwohnerinnen und Anwohnern bei Fragen und Sorgen immer wenden können. Die Hausleitung ist telefonisch 0821 324-64810 oder per E-Mail an hausleitung.johannes@augsburg.de erreichbar. Zusätzlich bietet die Hausleitung einmal im Monat eine offene Sprechstunde an
Neben der Hausleitung ist der städtische Ordnungsdienst mit einem eigenen Dienstzimmer in St. Johannes vertreten. Im Aufenthalts- und Hilfeangebot arbeiten Streetworkerinnen und Streetworker, die ebenfalls für die Anwohnenden ansprechbar sind.
Die Themen Reinigung und Sauberkeit sind zentrale Bestandteile des Konzepts. Der Ordnungsdienst ist regelmäßig vor Ort sein und es gibt fest installierte Abwurfbehälter für Spritzenmaterial, damit kein unkontrollierter Abwurf im öffentlichen Raum stattfindet.
Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb reinigt in regelmäßigen Intervalle. Außerdem kümmern sich die Nutzerinnen und Nutzer des Forum St. Johannes auch selbst, um die Reinigung vor Ort und bringen sich aktiv Umfeldmanagement ein.
Eine Garantie, dass niemals eine Spritze im öffentlichen Raum liegen bleibt, gibt es natürlich nicht – das ist aber auch unabhängig von den aktuellen Überlegungen so. Es wird eine deutliche Verbesserung zur jetzigen Situation erwartet, in der bereits Unrat und Spritzen im Schöpplerpark und in Oberhausen zu finden sind. Sollten Anwohnende vor Ort Spritzen oder andere Drogenutensilien finden, wenden Sie sich bitte an die Hausleitung: Telefon 0821 324-64810 oder per E-Mail hausleitung.johannes@augsburg.de.
Suchthilfe
In Bayern sind aktuell Räume nach § 10 a BtMG nicht möglich, da es noch an einer entsprechenden Landesverordnung fehlt. Ein Konsumraum wäre allerdings für das Suchthilfeangebot ein weiterer hilfreicher Baustein. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Augsburg für Drogenkonsumräume ausgesprochen und an das Bayerische Gesundheitsministerium geschrieben, um diese in Bayern zu ermöglichen – eine Antwort ist noch offen.
Aber unabhängig von dieser Frage ist ein Angebot in ein in Augsburg bewährtes Hilfe- und Beratungssystem, das mit einem Tagesaufenthalt mit Notschlafstelle verbunden sein muss, ein entscheidender, spürbarer und zentraler Beitrag, die Gesamtsituation jetzt schon spürbar zu ändern. Das Konzept beinhaltet alle jetzt zur Verfügung stehenden Mittel, um die Situation zu verbessern.
Ein Beispiel für eine Suchthilfeeinrichtung mit Außenanlage in Augsburg ist das „KiZ - Kontakt im Zentrum“ in der Holbeinstraße. Die Erfahrungen der Drogenhilfe Schwaben zeigen, es gibt keine Musik und die Situation ist meist ruhig. Es gibt immer wieder Besucher und Besucherinnen des Kontaktladens, die sich gerne um die Gartenarbeit kümmern. Die Fläche wirkt sehr aufgeräumt, Verschmutzung stellt kein wesentliches Problem dar. Auf etwaige Beschwerden aus dem Umfeld wird sofort reagiert und engmaschig Kontakt zu Nachbarn gepflegt.
Links
Hier finden Sie die Stadtratsbeschlüsse zu folgenden Themen:
- Gesamtkonzept Helmut-Haller-Platz und Weiterentwicklung der Suchthilfe in Augsburg
- Weiterentwicklung der Suchthilfe in Augsburg - Standortentscheidung Neues Aufenthaltsangebot
- Sachstandsbericht zu St. Johannes im Allgemeinen Ausschuss am 04.12.2024
- Einrichtungsbeirat
- CTC-Aktionsplan Oberhausen Kriegshaber
Kontakt
Adresse
Forum St. Johannes
Donauwörther Straße 3
86154 Augsburg
Telefon
0821 324-64810
E-Mail
hausleitung.johannes@augsburg.de
forum.johannes@augsburg.de
Öffnungszeiten
Mo–Fr ab 6:30 Uhr
Sa–So ab 7:30 Uhr
Sprechstunden
Do, 15.10., 14:00–14:30 Uhr
Mo, 16.11,, 14:00–14:30 Uhr
Mi, 16.12., 14:00–14:30 Uhr
Weitere Sprechstunden nach Vereinbarung