Rückschau

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Gemeinschaftliche Pflanzaktion im Betreuten Wohnen des Stiftungsamtes 

Malerisch und gemütlich liegt der Innenhof des Dr. Schenk-Stifts nahe dem Staatstheater mitten in der Augsburger Innenstadt: dichte grüne Hecken, bequeme Gartenmöbel aus Holz in schwedisch anmutendem Rot, bunte Balkone ringsum und in der Mitte ein Bassin mit Wasserspiel. 

„Jungbrunnen“ steht daran, und das scheint zu wirken: Die Mieterinnen und Mieter des Betreuten Wohnens treffen sich nicht nur zu Kaffeetafeln oder gemeinsamem Singen, das von den Sozialbetreuerinnen des Stiftungsamtes organisiert wird. Sie haben auch eigene Ideen, wie das Haus und das Zusammenleben noch lebenswerter werden könnten – und die nötige Tatkraft, solche Ideen auch umzusetzen. 

Pausenverköstigung für fleißige Gärtelnde

Jüngst dachte sich eine Bewohnerin, der Innenhof wäre mit neuen Blumen und einem Spalier noch schöner. Die Dame beraumte einen Termin an und schnell fand sich eine Handvoll Mitbewohnerinnen, die Lust auf eine gemeinsame Pflanzaktion hatten. Sozialbetreuerin Veronika Breitsameter und Ben, ein Student, der als Stipendiat des Stiftungsamtes ein Jahr lang gemeinnützige Stunden im Dr. Schenk-Stift leistet, packten ebenfalls mit an. 

So wurde Ende September gemeinsam gegraben, aufgelockert, geharkt, gepflanzt, gerecht – und bei Butterbrezeln und Tee geplaudert. Alle beteiligten sich: Das Spalier, Pflanzen und Blumenzwiebeln fürs kommende Frühjahr wurden von Bewohnerinnen und deren Angehörigen spendiert, Deko aus einem Schrebergarten fand neue Verwertung, eine Dame sorgte für die Pausenverköstigung und das Stiftungsamt steuerte gute Pflanzerde bei. 

Aus neuer Umgebung eigenes Zuhause machen

Das Ergebnis wurde prompt von den Nachbarn beklatscht und Sozialbetreuerin Breitsameter resümiert: „Ich freue mich, wenn die Seniorinnen und Senioren Ideen und Vorschläge machen und ich bei der Umsetzung behilflich sein kann. Wenn es zudem die Gemeinschaft und das Zusammenleben fördert wie bei dieser Aktion, profitieren wir alle davon! Besonders bei Bewohnerinnen und Bewohnern, die vor Kurzem eingezogen sind, ist es mir ein Anliegen, sie zu ermuntern, aus der neuen Umgebung wirklich ein eigenes Zuhause zu machen, in dem sie gestalten und mit anderen eine gute Zeit erleben können.“ 

Alle freuen sich auf sonnige Herbsttage im Innenhof und bunte Krokusse und Tulpen im Frühjahr 2026.

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Oberbürgermeisterin Eva Weber würdigt beim Richtfest die Bauleute und die Arbeit des Stiftungsamtes

„Mit Gunst und Verlaub, vollendet steht dieser Bau!“, tönte es bei goldenem Herbstwetter am 8. Oktober 2025 vom Baugerüst in der Fritz-Hintermayr-Straße. Ganze sechs Wochen vor dem Zeitplan stand der Rohbau und umso freudiger und traditionell mit Richtspruch, -krone und deftiger Kulinarik feierte die Paritätische St. Servatius-Stiftung Hebauf am Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 15 Wohneinheiten im Antonsviertel. 

Geladen waren gut 40 Gäste: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Baufirmen, Stadtratsmitglieder und Kooperationspartner des Projektes. Oberbürgermeisterin Eva Weber betonte in ihrem Grußwort, dass das Richtfest „von alters her das Fest der Bauleute ist, das gefeiert wird, wenn schon ein ganz schönes Stück Arbeit erledigt und der Bau in die Höhe gewachsen ist. Auch Stiftungen haben wir seit alters her in Augsburg. Einige, die vom Stiftungsamt der Stadt verwaltet werden, seit über 800 Jahren. Sie sind Basis unseres Engagements für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, denn viele von ihnen haben als Zweck die Alten- und Krankenhilfe.“

Stiftungsvermögen zeitgemäß und nachhaltig anlegen 

So auch die Servatius-Stiftung aus dem 13. Jahrhundert, die immer wieder zeitgemäßen Bedarfen angepasst wurde. Projekte wie der Neubau des 2018 eröffneten Seniorenzentrums Servatius erfüllen unmittelbar den Stiftungszweck – während Investitionen aus dem Stiftungsvermögen wie der aktuelle Neubau die Erwirtschaftung von Gewinnen zur Erfüllung der Stiftungszwecke sicherstellen sollen. Finanz- und Stiftungsreferent Roland Barth ist dankbar, „dass mit dem Bauprojekt der Stiftung eine Investition in neuen Wohnraum realisiert werden kann“. Die 2-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von ca. 48 bis 62 m² - drei davon barrierefrei - werden ab Ende 2026 auf dem freien Markt vermietet werden. Im Fokus steht dabei auch das Pflegepersonal der Altenhilfe. Viel Grün bei gleichzeitig guter Infrastruktur und Anbindung an die Innenstadt sowie an die umliegende Region machen die Lage sehr attraktiv. 

Von neuem Wohnraum profitiert Stadtgesellschaft 

Das neue Mehrfamilienhaus verdeutlicht, wie traditionsreiche Stiftungen in die Zukunft arbeiten: Während das Stiftungsvermögen nachhaltig und dauerhaft erhalten wird, profitiert von der Art der Anlage die Stadtgesellschaft, indem dem angespannten Mietmarkt 15 neue Wohnungen zur Verfügung stehen. „An diesem Beispiel ist sehr gut zu sehen, was es bedeutet, Stiftungen zu erhalten“, resümierte Marco Surauer, Leiter des Stiftungsamtes der Stadt Augsburg. 

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Glückliche Künstlerinnen Holzhauser und Kellner bei der Langen Kunstnacht #friedengestalten.
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Glückliche Künstlerinnen Holzhauser und Kellner bei der Langen Kunstnacht #friedengestalten.
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Stiftungsamt war mit fünf Liegenschaften und einer eigenen Führung bei der Langen Kunstnacht #friedengestalten am 28. Juni 2025 präsent

Mit nicht weniger als fünf Spielorten stellte das Stiftungsamt der Stadt Augsburg eine prächtige Handvoll besonderer Orte für die Lange Kunstnacht am 28. Juni zur Verfügung: Der Kleine Goldenen Saal in der Jesuitengasse, die Heilig-Geist-Kapelle des Hospitalstifts, das Wieselhaus mit dem Fugger und Welser Erlebnismuseum, die St. Antonspfründe und das Jakobsstift gehören allesamt Stiftungen, die von der Stadt Augsburg verwaltet werden. 

Erstmals war das altehrwürdige Jakobsstift von 1543 selbst bei der Langen Kunstnacht dabei: Unter dem Motto #friedenstiften führte Claudia Knieß vom Stiftungsamt durch den weitläufige Gebäudekomplex und nahm die Besucher mit auf eine Reise durch die europäische Konflikt- und Friedensgeschichte der vergangenen Jahrhunderte, die sich von der Reformation über den Dreißigjährigen Krieg und den Spanischen Erbfolgekrieg bis zu den beiden Weltkriegen auch anhand der Geschichte des Stiftsgebäudes erzählen lässt. 

Verständigung über Stadtgesellschaft hinaus

Heutzutage tragen aus dem Jakobsstift heraus das Freiwilligenzentrum, ein integratives Wohnprojekt sowie verschiedene Ämter der Sozialverwaltung zu einem friedvollen Miteinander in der Stadtgesellschaft und zu konstruktiver Verständigung weit darüber hinaus bei.

Vor allem musikalisch ging es bei den Programmen in den anderen Liegenschaften zu: Im Wieselhaus begeisterte das Duo Fagotti Parlandi (Raphael Sirch und Marco Scidá) mit Werken „musikalischen Friedensstifter“ von Barock bis Moderne, gerahmt von hauseigenen Führungen des Fugger und Welser Erlebnismuseum zum Themenkomplex Frieden. 

Power of Peace

Der nahe Kleine Goldene Saal bot seine phänomenale Akustik für gleich vier tolle Programme dem Friedberger Kammerorchester, dem International Music Ensemble Augsburg, dem Akademischen Orchester und dem Chor der Technischen Hochschule Augsburg an. Gestärkt und erfüllt von Programm-Motti wie „Power of Peace“ oder „What a wonderful world!“ konnten Besucher zur St. Antonspfründe mit Antoniuskapelle weiterziehen.

Dort erklangen auf einem Venezianisches Spinett Renaissance-Kompositionen von Thomas Tomkins (Roland Götz), Motetten und mehr verschiedener Komponisten (QuintenZirkel) und Friedenslieder aus Film und Pop (AccorVoce), während die 16 Künstlerateliers den kompletten Abend über geöffnet waren. In der Heilig-Geist-Kapelle schließlich schufen die Sängerin und Pianistin Anna Holzhauser und die Saxophonistin Julia Kellner unter dem Motto „Peace of Mind“ einen Klangraum rund um den Jazzstandard von Horace Silver und luden neben den Besuchern der Langen Kunstnacht tönende Gäste wie Bobby McFerrin oder Norah Jones in ihr bezauberndes Programm ein.

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Stifter-Ehepaar Mayser hinterließ der Stadt Augsburg Vermögen für Pflege-Ausbildung und ein Original-Pastell, das nun an der Ostsee hängt 

Manchmal vermachen Stifterinnen und Stifter der Stadt Augsburg nicht nur Vermögen mit der Auflage, eine Stiftung mit einem bestimmten Zweck zu errichten, sondern haben auch Herzenswünsche bezüglich ihres Nachlasses. So das Ehepaar Mayser, dem qua Testament die jüngste vom Stiftungsamt der Stadt Augsburg verwaltete Stiftung zu verdanken ist: die Friedrich und Gerlinde Mayser’sche Stiftung zur Förderung der Ausbildung in Pflege- und anderen sozialen Berufen.

In der Wohnung des 2020 kurz nacheinander in hohem Alter verstorbenen Stifter-Ehepaares fand sich u.a. ein Gemälde von Karl Hagemeister und im Testament der Wunsch, es möge sich ein guter Platz in einem Museum für die nicht datierte „Moorlandschaft“, Kreide auf Leinwand im Originalrahmen, als Dauerleihgabe finden. Das erfüllte die Stiftungsverwaltung gerne, wie sich die 25 Mitarbeitenden des Amtes auch sonst für die Ideen und das Vermächtnis ihrer Stifterinnen und Stifter engagieren. Das erfüllte die Stiftungsverwaltung gerne, wie sich die 25 Mitarbeitenden des Amtes auch sonst für die Ideen und das Vermächtnis ihrer Stifterinnen und Stifter engagieren.

Malen im Freien bei Windstärke 10

Eine spannende Suche begann: Über Kontakte in Potsdam und Paris fand sich schließlich mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop ein ebenso dankbares wie wunderschönes neues Zuhause für das Pastell. Das Haus in dem kleinen Künstlerort an der Ostsee mit seiner ikonischen Silhouette, die besonders in der Abendsonne spektakulär zur Geltung kommt, hatte 2021 als Teil einer großangelegten Retrospektive 40 Werke Karl Hagemeisters gezeigt, besaß aber noch kein eigenes. „… das Licht, das ewig wechselt“ hieß die damalige Ausstellung und spielte damit auf einen kreativen Perspektivwechsel des Künstlers an, nach dem er statt der „Tonigkeit“ das Licht als „die Hauptsache für die Bilder“ betrachtete und abstrakter als davor malte.

Geprägt von der Havel-Landschaft, in der er 1848 geboren aufwuchs, von der Farblehre und Naturanschauung Goethes sowie von Studienreisen nach Belgien, in die Niederlande, nach Italien und Frankreich, malte er zunächst Landschaften und die bäuerliche Umgebung seiner Heimatregion. Er arbeitete stets draußen im Freien – selbst im Winter oder bei Sturm Stärke 10 auf Rügen – und stellte nicht nur seine Farben und Ölkreide-Pastellbrocken (wie auch für die „Moorlandschaft“ verwendet) selbst her, sondern auch Staffeleien aus Ästen. Hagemeister lebte bescheiden aber stand in regem Austausch mit Künstlerkollegen. 

Goldmedaille und Bleivergiftung

Nach kleineren Erfolgen kam 1912 der Durchbruch mit einer großen Ausstellung in München. Es folgten die Goldmedaille auf der XI. Internationalen Kunstausstellung sowie die Aufnahme in die Akademie der Künste. Wirtschaftliche Prosperität verrann durch die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg allerdings schnell und eine Bleivergiftung setzte ihm ab 1916 derart zu, dass sie ihn am Malen hinderte. Hagemeister starb 1933 in seinem Geburtsort Werder an der Havel und gilt heute v.a. mit seinem sowohl impressionistische als auch expressionistische Elemente aufweisenden Spätwerk als Wegbereiter der modernen deutschen Landschaftsmalerei. Die Deutsche Bahn hat den „IC Karl Hagemeister“ nach ihm benannt.

Dennoch mit dem Auto kam, des Transportzwecks wegen, im Frühjahr die künstlerische Leiterin des Kunstmuseums Ahrenshoop, Dr. Kathrin Arrieta, persönlich nach Augsburg und holte den Mayser’schen Hagemeister auf einer Kunst-Tour in den südlichen deutschsprachigen Raum persönlich ab. Gut verpackt, trat das Gemälde vom Jakobsstift die Reise über die Bodensee-Region in den Norden an. 

Dort hängt es nun, wie Fotos von Dr. Arrieta zeigen, für ein interessiertes Publikum wohlplatziert und ausgeleuchtet. Das Museum ist beliebt bei zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, kunstsinnigen Urlaubenden oder einfach Feriengästen, die einen Strandspaziergang oder einen Bummel über die Promenade des Künstlerortes für einen Kulturabstecher unterbrechen.

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20 Mobile Pflegebetten wurden ans Rote Kreuz und den Malteser Hilfsdienst übergeben

Wenn es brennt oder eine Überflutung droht, will jeder sich schnell in Sicherheit bringen und gut versorgen. Menschen mit Beeinträchtigungen, Demenzkranke oder Pflegebedürftige können das nicht alleine. Sie sind auf gut ausgebildete und engagierte Retter etwa vom Roten Kreuz oder Malteser Hilfsdienst angewiesen. Diese wiederum brauchen im Ernstfall gut funktionierende Ausstattung, um optimal helfen zu können – denn vulnerable Personengruppen im Katastrophenfall in Sicherheit zu bringen und zu versorgen, ist für den Katastrophenschutz besonderes kritisch. 

Erfahrungen aus Hochwasser 2024

Ein wichtiges Element dabei sind mobile Pflegebetten, die während einer Rettung oder Evakuierung fortgesetzte medizinische Versorgung ermöglichen. 20 solcher Betten konnten zwei vom Stiftungsamt der Stadt Augsburg verwaltete Stiftungen nun anschaffen und dem Malteser Hilfsdienst e.V. und dem Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Augsburg-Stadt, zur Verfügung stellen. Für die Katastrophenschützer sind sie der Startschuss für ein seit dem Hochwasser 2024 angedachtes Konzept rund um den Umgang mit Vulnerablen.

Am 26. Mai 2025 wurden die Betten in der Dienststelle der Malteser Augsburg an die Katastrophenschützer übergeben. Neben Sozialreferent Martin Schenkelberg, Referent für u.a. Bürgerinnen- und Bürgerangelegenheiten Frank Pintsch und Finanz- und Stiftungsreferent Roland Barth war auch der Leiter des Stiftungsamtes der Stadt Augsburg, Marco Surauer, anwesend. 

„Wissen, was für vulnerable Personen wichtig ist“

Aus Mitteln des von seinem Amt verwalteten Paritätischen Armenfonds kamen 10.000,00 Euro sowie von der Paritätischen St. Martinsstiftung 5.205,13 Euro für die Pflegebetten. „Es macht Freude, Stiftungsmittel so konkret für etwas eingesetzt zu sehen, das wir zwar hoffentlich möglichst selten brauchen, das aber entscheidend zur Versorgung vulnerabler Personengruppen beiträgt, wenn der Ernstfall eintritt. Da viele unserer Stiftungen als Stiftungszeck die Sorge um ältere Menschen oder Bedürftige haben, wissen wir, wie wichtig es für diese Personengruppen ist, dass gerade in Krisenfällen auch für sie vorgesorgt ist,“ weiß der Amtsleiter.

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Hans Peter Roßkopf begleitet seit 2004 als “besonderer Vertreter der Stiftungen“ die Arbeit des Stiftungsamtes da, wo es Interessenkonflikte zu vermeiden gilt. Dafür wurde er nun für uneigennütziges Engagement um das Kommunalwesen geehrt.

Unter den elf Augsburgerinnen und Augsburgern, die am 5. Februar 2025 von Oberbürgermeisterin Eva Weber mit der Verdienstmedaille „Für Augsburg“ 2024 ausgezeichnet wurden, strahlt einer auf den Fotos aus dem Kleinen Goldenen Saal ganz besonders, zugleich weise und freundlich: Hans Peter Roßkopf. Und nicht anders kennt das Stiftungsamt der Stadt Augsburg seinen „Besonderen Vertreter der Stiftungen“ – ein Ehrenamt, das Roßkopf seit 2004 begleitet und das Stiftungsamtsleiter Marco Surauer für „einen der zentralen und wichtigsten Bausteine bei der Verwaltung der uns anvertrauten rechtsfähigen gemeinnützigen Stiftungen“ hält.

Beste finanzwirtschaftliche Expertise

Roßkopf kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um Themen oder Rechtsgeschäfte zwischen der Stadt Augsburg und einer oder mehrere der 49 vom Stiftungsamt der Stadt Augsburg verwalteten Stiftungen geht. Oder um solche zwischen den rechtsfähigen Stiftungen untereinander. Dann handelt und entscheidet der besondere Vertreter weisungsfrei für eine davon, um sicherzustellen, dass nicht dieselbe Person beide Vertragsparteien vertritt. So werden Interessenskollisionen vermieden und Objektivität sichergestellt. Dafür ist Roßkopf von der Stiftungsaufsicht der Regierung von Schwaben bestellt und bringt als Bankdirektor i.R. beste finanzwirtschaftliche Expertise und Erfahrung mit.

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit waren es richtig große Brocken in der jüngeren Augsburger Stiftungsgeschichte, die Roßkopf mit stemmen musste, wie die Übertragung des operativen Betriebs der vollstationären Altenhilfeeinrichtungen auf den Eigenbetrieb Altenhilfe Augsburg 2006. Aktuell begleitet er intensiv die Rückübernahme der Verwaltung zahlreicher stiftungseigener Mietimmobilien in die Zuständigkeit des Stiftungsamtes.

Kleiner Goldener Saal gehört einer Stiftung

Umso schöner für den besonderen Vertreter und den anwesenden Stiftungsamts-Leiter Marco Surauer, dass Roßkopf die wohlverdiente Ehrung im Kleinen Goldenen Saal in der Jesuitengasse entgegennehmen konnte - gehört dieses spätbarocke Kleinod doch ebenfalls einer von der Stadt Augsburg verwalteten Stiftung, dem Katholischen Studienfonds. 

Amtsleiter Surauer schätzt an Roßkopf neben dem stets guten, offenen Austausch „insbesondere seine vorausschauende und besonnene Art und Weise. Er hat immer das Wohl der uns anvertrauten Stiftungen im Blick und handelt dementsprechend konsequent.“

Eigenschaften, die er auch in weiteren Ehrenämtern einbrachte, mit denen er sich „gesellschaftlich und sozial um Augsburg verdient gemacht hat“, wie Eva Weber in ihrer Laudatio auf Roßkopf erwähnte.

Nicht nur ein „besonderer Vertreter“, sondern ein ganz besonderer Mensch eben.

Mehr Infos zur Ehrung: Verdienstmedaille Für Augsburg

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Der neue Spielplatz der Grundschule vor dem Roten Tor wurde u.a. aus Stiftungsmitteln gefördert

Wenn die Erträge von Stiftungsvermögen sich in strahlenden Kindergesichtern widerspiegeln, ist das eine große Freude auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stiftungsamts der Stadt Augsburg. Um das live erleben zu können, besuchten die Stellvertretende Amtsleiterin, Birgit Erhart, und Gisela Börner, zuständig für Stiftungsleistungen, am 28. März 2025 die Grundschule vor dem Roten Tor. Dort wurde ein neuer Spielplatz eingeweiht, der u.a. aus Stiftungsmitteln gefördert worden war. Neben Stiftungsamt, Förderverein, Elternbeirat und privaten Spendern hatten die Kinder selbst mit Spendenläufen und einer Umfrage, was sie sich wünschten, das Projekt unterstützt. 

Mehr Pausen-Spaß für 460 Schülerinnen und Schüler 

Erarbeitet wurde ein entsprechendes Konzept schließlich von der Fachhochschule Augsburg: Aus natürlichen Materialien, v.a. Holz, wurden Figuren aus Max Kruses Augsburger Puppenkisten-Klassiker „Urmel aus dem Eis“ nachgebaut. Wutz, Schusch, Ping und natürlich Urmel himself laden nun zum Klettern, Verstecken, Wippen und Schaukeln ein. 460 Schülerinnen und Schüler haben so mehr Spaß in den Pausen als auf dem bisherigen, eher langweiligen Schulhof. Und die Lehrerinnen und Lehrer freuen sich, wenn die Kids ausgetobt und im besten Fall lernhungrig zurück in die Klassenzimmer kommen. Alle gemeinsam sangen daher bei der Einweihung ein Lied für die geladenen Unterstützer und trommelten dazu: „Auf unserem Schulhof gibt es jetzt einen Platz, der ist ein besonderer Schatz.“

Das Kollegium um Schulleiterin Daniela Flaschke überzeugte sich übrigens als erstes von der Tauglichkeit und dem Spaßfaktor der neuen Gerätschaften und Kletterparcours. Ob auch Erhart und Börner wippten, ist nicht bekannt – dass sie aber in Anbetracht der Dankesrede Flaschkes und der musizierenden Kinder mit ihren Dankesschildern ebenso strahlten wie diese, gilt als sicher.

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Junge Stipendiaten von Live Music Now erfreuten Seniorinnen und  Senioren im Richard-Wachter-Haus mit Gitarre und Cello

Vom deutschen Barock-er Bach bis zum englischen Pop-Rocker McCartney und dazwischen spanische Tonpoetik von Tárraga und Volkslieder wie „Kein schöner Land“ zum Mitsingen – bei einem solchen Parforceritt durch die Musikjahrhunderte und -genres ist es gut, wenn Interpreten nicht nur herausragend spielen, sondern ihre Auswahl auch erklären und mit amüsanten Bonmots auflockern können. Auf den Cellisten Ramon Boss und den Gitarristen Noah Plota tifft beides zu.

Die jungen Musiker sind Stipendiaten von Live Music Now, dem gemeinnützigen, von Sir Yehudi Menuhin gegründeten Verein, der Talente fördert und im Gegenzug deren Darbietungen an Orte bringt, von denen aus Menschen oft nicht in Konzerthallen gehen können. Auch beim Betreuten Wohnen des Stiftungsamtest der Stadt Augsburg im Richard-Wachter-Haus ist der Augsburger Arm von LMW gerngesehener Gast. 

Am 31. Januar 2025 war es Sozialbetreuerin Veronika Breitsameter gelungen, die beiden besonders charmanten jungen Herren gemeinsam mit ihrer künstlerischen Betreuerin Mieke Stoel einzufangen. Die Fröhlichkeit und Begeisterung der jungen Männer für ihre Musik wirkten wie ein weiteres, eigenständiges Instrument, mit dem sie die Zuhörerinnen und Zuhörer im Richard-Wachter-Haus verzauberten. Ob den Soli und Duetten lauschend oder „Am Brunnen vor dem Tore“ mitsingend – Plota und Boss erfüllten den Auftrag Sir Menuhins, mit Musik Trost und Freude zu bringen, an diesem Nachmittag vollauf.

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Während die Römerinnen und Römer, glaubt man Autor Golo Maurer, alles in Plastik verpacken, verpackt der Augsburger Buchblogger und Bibliothekar Marius Müller seine Literaturkritik in Worte, die große Lust aufs Lesen machen.

Von Rom bis Monta Clare im Mittleren Westen der USA, mit einem langen Zwischenstopp in Irland, nahm Müller am 27. November Bewohnerinnen und Bewohner des Richard-Wachter-Hauses mit auf seine Buchentdeckungen für die Wintermonate. So mitreißend und begeisternd erzählte Müller von jedem der Bände aus dem neben ihm liegenden Stapel, dass man auf viele lange, schneereichen, gemütlichen Sofa-Tagen hoffen muss, um auch nur halbwegs alles nachlesen zu können.

Aber die RWH-Bewohner sind Bücherwürmer, weiß Veronika Breitsameter, Sozialbetreuerin des Stiftungsamtes der Stadt Augsburg, und organisiert daher immer wieder gerne literarische Veranstaltungen – so stiftet sie Unterhaltung, Gemeinschaft und intellektuelle Anregung.

Schimpfwörter für die Meloni-Regierung

Eingeladen hatte Marius Müller, ihren früheren Kollegen bei der Augsburger Stadtbücherei, Laura Coccaro-Wilhelmsen, die regelmäßig mit den großen Bücherkisten der „Mobilen Ausleihe“ im RWH vorbeischaut. Müller leitet nun die Studienbibliothek Dillingen und schreibt auf seiner Seite www.buch-haltung.com einen Literaturblog und organisiert Literatur-Events im süddeutschen Raum.

Zum Event wurde auch die Veranstaltung im Wachter-Haus, alleine schon wie Müller die Beobachtungen eines weiteren Bibliothekar-Kollegen, nämlich Golo Maurer vom Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, über Rom und die Römer beschrieb und las: ein Amuse-Gueule, dem das komplette Buch als Vorspeise und am besten noch ein Städtetrip als Hauptgang folgen sollte. „Maurer setzt dieser besonderen Stadt ein Denkmal, augenzwinkernd bis sarkastisch aber unglaublich unterhaltsam.“ Wie bekommt man Kabelanschluss? Welche Schimpfwörter brauche ich fürs Leben in der italienischen Kapitale unter der Meloni-Regierung?

Literarischer Fußballkommentar

Müller stellte Sachbücher vor wie Florian Illies Betrachtungen zu Caspar David Friedrich oder Nicole Seiferts „Einige Herren sagten etwas dazu“, in dem die Autorin den relativ unbekannten Autorinnen der Gruppe 47 zwischen berühmten und ziemlich misogynen Männern nachspürt. Dann halb dokumentarische Belletristik wie Uwe Wittstocks „Marseille 1940“, wo sich viele jüdische Intellektuelle und andere Kritiker der Nazis trafen, bevor sie weiter flüchteten. „Das Buch ist wahnsinnig packend in einem schnellen, springenden Stil geschrieben, der fast wie ein Fußballkommentar mit kleinen Schlaglichtern verschiedene Figuren streift“, befand Müller dazu.

Der Blogger empfahl gleich eine ganze Reihe Neuerscheinungen aus Irland, von einem vorweihnachtlichen Claire Keegan-Band „mit viel Charles Dickens-Geist“ („Kleine Dinge wie diese“) bis zum warmherzig-schrulligen 350-Seiten-Debut von Roisin Maguire („Mitternachtsschwimmer“). Auch die Erklärung, weshalb irische Literatur traditionell boomt und Preise abräumt, hatte Müller dabei: Ins öffentliche Bibliothekswesen wird auf der Grünen Insel richtig viel investiert.

„Authentische“ und „immer gute“ Empfehlungen

Dass Veronika Breitsameter und Laura Coccaro in die Vorbereitung dieses Nachmittags investiert hatten, zahlte sich ebenso aus: Im Nu griffen die Seniorinnen und Senioren zu den vorgestellten Büchern und trugen sich in Coccaros Ausleih-Liste ein. Rose Geserig entschied sich für „Marseille 1940“, „weil mich die Geschichte des Dritten Reichs interessiert und das nach einer authentischen, nicht nur romanhaften Beschäftigung mit der damaligen Zeit klingt“. Ingelore Wendler begann gleich im Gemeinschaftsraum, in „Pi mal Daumen“ zu schmökern, einer Empfehlung von Laura Coccaro, denn „ihre Empfehlungen sind immer gut.“

Das Lob zurück an die Leserschaft des Richard-Wachter-Hauses formulierte Buchblogger Marius Müller: Er habe überhaupt nicht mit dem Label „Senioren-Bücher“ im Hinterkopf seine Empfehlungen ausgewählt, sondern quer durch die Bandbreite literarischen Schaffens, denn „die Leute hier sind aufmerksam und rege, auch intellektuell Forderndes wird angenommen.“ Entsprechend wurde noch lange über Bücher und die in ihnen verarbeiteten Themen diskutiert, bevor der neue Lesestoff in die Mietwohnungen des RWH getragen wurde – auf kurzen Wegen und zum Glück nicht, wie man es in Rom wohl getan hätte, schnell noch in Plastik(tüten) verpackt.


Stiftungen für gleiches Recht auf Friede, Respekt und Ressourcen

Das Bekenntnis der Augsburger Stadtverwaltung für ein friedliches Miteinander greifen wir im Stiftungsamt gerne auf. Unsere Stiftungen sind bunt und vielfältig. Seit Jahrhunderten leben Augsburger Bürgerinnen und Bürger ein friedliches Miteinander auch, indem sie stiften: für die Ärmsten, für Kranke, Alte, für Bildung, für ein schönes Stadtbild. Und für ein friedliches Miteinander der Religionen und Weltanschauungen – gerade in schwierigen und kriegsgebeutelten Zeiten.

Viele der von uns verwalteten Stiftungen sind „paritätisch“: Katholiken und Protestanten sollten nach den Konflikten infolge der Reformation gleichermaßen Zugang zu Unterstützung erhalten. Lassen Sie uns das heute weiter fassen: „Paritätisch“ kommt von paritas, dem lateinischen Wort für Gleichheit. 

Wenn wir annehmen, dass jede und jeder das gleiche Recht auf Frieden, Wertschätzung, Respekt und Ressourcen wie Trinkwasser, saubere Luft und Wohnraum hat und wenn wir danach handeln – hier in unserer Stadt und mit unserer Haltung demgegenüber, was anderswo auf der Welt geschieht – dann ist jeglicher Art von Konflikt der Nährboden entzogen.

Dann sind wir alle Augsburg. Dann sind wir alle Weltbürgerinnen und -bürger.

So wie wir das idyllisch verschneite Jakobsstift mit dem erleuchteten Rathaus dahinter aus unseren Bürofenstern sehen, wünschen wir allen Menschen einen sicheren, friedvollen Ort zum Miteinander-Arbeiten, Miteinander-Frieden-Gestalten und Miteinander-Leben.