Positives Fazit für KARO [10]
Nach über fünf Monaten Programm mit mehr als sechzig Projektpartnerinnen und -partnern zieht das Referat für Kultur, Welterbe und Sport der Stadt Augsburg ein positives Fazit zur Zwischennutzung von KARO [10].
Auch die ROY-Preisverleihung fand in KARO[10] ein passendes Zuhause. Foto: Fabian Schreyer/Stadt Augsburg.
KARO [10] ist nach max neu[n] die zweite erfolgreiche Zwischennutzung eines Leerstands im Herzen der Stadt. Der offene Bewegungsraum für Kultur, Bildung, Soziales, Sport und Kreativwirtschaft im ehemaligen Kaufhaus Rübsamen in der Karolinenstraße 10 war von Beginn an eng mit der Stadtentwicklung verknüpft: Leerstände sollten nicht nur überbrückt, sondern als Ressource für neue Nutzungen aktiviert werden, um den Bedarf an Übergangs- und Experimentierräumen hervorzuheben.
Zwischennutzung erzielt Folgeeffekt
Die Zwischennutzung KARO [10] entwickelte sich zu einem Impulsgeber für die Innenstadtentwicklung und zeigte, dass temporäre Räume neue Dynamiken erzeugen. „Sie schaffen Aufmerksamkeit, öffnen Diskurse, ziehen unterschiedliche Zielgruppen an und setzen stadtentwickelnde Energie frei. Besonders sichtbar wird dies durch einen direkten Folgeeffekt in der Karolinenstraße“, so Jürgen K. Enninger, Referent für Kultur, Welterbe und Sport.
Gegenüber, im ehemaligen Mephisto, zieht im Frühjahr das Staatstheater Augsburg ein. „Wir schaffen dadurch Verbindungen, die kulturelle Ausformungen und das Staatstheater als Institution selbst wieder stärker in die Mitte der Innenstadt rücken und eine neue kulturelle Achse zwischen Rathausplatz, Karolinenstraße, Kennedyplatz und Theaterviertel entstehen lassen“, betont Staatstheater-Intendant André Bücker.
Beide stellen fest: „Die Karolinenstraße ist in Entwicklung und ein wichtiger Ort kultureller Verbindung – sowohl inhaltlich als auch strategisch. KARO [10] hat gezeigt: Kultur funktioniert hier und wird hier gebraucht.“
Nutzung von Leerstand als Chance für lebendige Stadtentwicklung
Von der Eröffnung am 10. November bis Ende März wurde KARO [10] zu einem niederschwelligen, offenen, vielfältigen und sichtbarkeitsstiftenden Experimentierfeld, das kulturelle Teilhabe stärkte, Netzwerke förderte, Diversität sichtbar machte und die Potenziale innerstädtischer Räume neu denken ließ. Es entstand ein heterogener, demokratischer Stadtraum, der zeigt: Leerstand ist nicht nur eine Übergangslösung, sondern ein Motor moderner, sozial eingebetteter und kulturell reicher Stadtentwicklung.
„KARO [10] hat gezeigt, welche Kraft in offenen Räumen steckt: Wenn Kultur, Zivilgesellschaft und Stadtentwicklung zusammenkommen, entsteht ein Stadtraum, der Menschen bewegt, Perspektiven verändert und neue Verbindungen schafft. Die Zwischennutzung hat nicht nur Leerstand belebt, sondern ein deutliches Signal gesetzt, wie vielfältig, solidarisch und zukunftsorientiert unsere Innenstadt sein kann“, so Jürgen K. Enninger. (pm/pif)
Weitere Informationen: augsburg.de/karo10