„Es ist so unglaublich wichtig, die Muttersprache zu fördern“

Eindrücke aus der Fortbildung „Zweitsprach-Erwerb im Kindesalter“ im Rahmen des KuKuK-Projekts der Stadt Augsburg

Ute Legner von der Stabsstelle Kulturelle Bildung der Stadt Augsburg begrüßte alle anwesenden pädagogischen Fachkräfte sowie die Künstlerinnen und Künstler im gemeinsamen Projekt KuKuK – Kunst und Kultur in Kindergärten. Die Referentin Claudia Böschel begeisterte die Anwesenden mit ihrem interaktiven Vortrag zum Zweitsprach-Erwerb im Kindesalter sowie zum gehirngerechten Lernen. Zahlreiche Übungen veranschaulichten das bedeutsame Thema der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung im Kontext des Zweitspracherwerbs.


Die Erstsprache ist der Schlüssel

Dabei betonte sie: „Es ist so unglaublich wichtig, die Muttersprache zu fördern!“ Die Erstsprache, die die Kinder mitbrächten, seien ein Schatz und darüber hinaus sehr gut für die Gedächtnisentwicklung. Die einzelnen Stufen der Sprachentwicklung, von Einwortsätzen bis zum sogenannten Konsonanten-Clustern, wurden alltagsnah präsentiert. Und immer wieder gab es Querverweise zur kognitiven Entwicklung, insbesondere zur neuronalen Plastizität und deren Wirkungsbedingungen. Sie betonte weiterhin: Die Erstsprache ist der Schlüssel für die Zweitsprache. Die Arbeit mit den sogenannten Mnemotechniken rundete den inspirierenden und fachlich fundierten Nachmittag ab. Diese uralte griechische Lernmethode sorgte immer wieder für Schlüsselmomente – Claudia Böschel probierte diese praxisnah und kreativ mit Allen aus. Somit konnten Alle bestärkt zurück in den pädagogisch-künstlerischen Alltag gehen.

Acht Sprachkitas und zwei künftige WillkommensSchulen dürfen zusammen mit Kulturschaffenden die sprachliche und kulturelle Bildung im Vorschulalter gemeinsam unter dem Projekttitel „KuKuK“ gestalten.