Neubau Spickelbad
Das Spickelbad ist nach rund 50 Jahren Betrieb stark sanierungsbedürftig. Der Stadtrat hat deshalb 2023 den Ersatz-Neubau (BSV/23/09454). beschlossen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Phase der Beauftragung des Generalplaners, der auf Basis der Ergebnisse des Generalplaner-Wettbewerbs die weitere Detailplanung ausarbeiten wird.
Zeitplan des Projekts
Planungsphase
- 1. Quartal 2026: Beauftragung des Generalplaners
- Anschließend: Detailplanung durch das beauftragte Planungsbüro
Bauphase
- Frühjahr 2028: Schließung des Spickelbades, Abriss und Baubeginn
Während der Bauzeit:
- Fribbe-Freibad bleibt geöffnet
- Wasserflächen für Schulen und Vereine werden voraussichtlich vollständig kompensiert
Eröffnung
voraussichtlich 2030: Neues Spickelbad öffnet für die Öffentlichkeit
Bisheriger Projektverlauf beim Ersatz-Neubau Spickelbad:
Von der Bedarfsplanung zum Raumprogramm
Im Anschluss an den Stadtratsbeschluss 2023 erhielt die Sportverwaltung – gemeinsam mit der Wohnbaugruppe Augsburg Entwickeln – den Auftrag, eine umfassende Bedarfsplanung und ein detailliertes Raumprogramm für den Neubau zu erarbeiten.
Im Herbst 2024 fanden hierzu mehrere Beteiligungsformate statt: mit Vereinen, Schulen, Rettungsdiensten sowie schwimminteressierten Bürgerinnen und Bürgern. Themen waren:
- Informationen zum Planungsstand, Zeitplan und Ersatzwasserflächen während der Bauzeit
- Bedarfe und Ideen der verschiedenen Nutzergruppen für die verschiedenen Bereiche (Wasserfläche, Funktionsräume, Sauna und Gastro sowie Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Seniorinnen und Senioren).
Aus den Ergebnissen der beiden Workshops gingen zwei Themen hervor, die nicht abschließend geklärt werden konnten. In einer digitalen Bürgerbeteiligung über die Plattform machmit.augsburg konnten die Bürgerinnen und Bürger über den Ersatz-Neubau der Sauna abstimmen sowie weitere Vorschläge einreichen, wie das neue Spickelbad attraktiver für Kinder, Jugendliche, Familien und Seniorinnen und Senioren werden kann. Die Abstimmung fand vom 9. Oktober bis 4. November 2024 statt.
Im Nachgang wurden alle Vorschläge auf ihre Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft, und soweit möglich, in das Raumbuch aufgenommen.
Beschluss BSV/25/11967 – Raumbuch und Generalplaner-Wettbewerb
Die Mitglieder des Sportausschusses haben in ihrer Sitzung am 11. Februar 2025 das erarbeitete Raumbuch für das Spickelbad verabschiedet. Das Raumbuch beinhaltet alle wichtigen Planungen von der Nutzung bis zur Technik für den Ersatz-Neubau des Spickelbades und ist Vorrausetzung für die Ausschreibung des Generalplaner-Wettbewerbs.
Der Ersatz-Neubau Spickelbad soll ein Bad für alle Bürgerinnen und Bürger werden, ob Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren, Schwimmvereine oder Schulen. Das Spickelbad wird für die Zukunft komplett barrierefrei und ebenerdig sowie nach dem aktuellem Energiestandard GEG geplant.
Das neue Spickelbad bekommt ein Sportbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen und ein Lehrschwimmbecken mit vier 25-Meter-Bahnen, inklusive eines Hubbodens und einer längsseitigen Wassergewöhnungstreppe. Eine zum Beispiel Aqua-Cross Anlage steigert zusätzlich die Aufenthaltsqualität für Kinder und Jugendliche. Ebenfalls geplant ist ein Zwei-Zonen-Kinderbereich mit einer Kleinkindrutsche und entsprechende Sitzmöglichkeiten, zwei Textilsaunen (Niedrig- und Hochtemperatur), ein Gymnastik- und Fitnessraum sowie eine öffenbare Fassade, sodass das Spickelbad auch während der Sommersaison von den Besucherinnen und Besuchern vom Fribbe Freibad genutzt werden kann.
Die Wasserfläche wird im Vergleich zum alten Bad um rund 25 Prozent erweitert. Damit entsteht ein modernes, leistungsfähiges und vielseitiges Bad, das den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.
Der Generalplaner-Wettbewerb – Entwürfe für das neue Spickelbad
Die Ausschreibung für den Generalplaner-Wettbewerb wurde im Frühjahr 2025 gestartet. Der Wettbewerb folgte einem klar strukturierten Ablauf: von der Festlegung der Wettbewerbsart über die Auslobung, die Auswahl der teilnehmenden Büros, das Kolloquium, die Bearbeitungsphase, die Prüfung der Unterlagen bis hin zur Preisgerichtsitzung und der Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe. Insgesamt dauerte das Verfahren neun Monate.
Am 28. November 2025 fand die Preisrichtersitzung für den Generalplaner-Wettbewerb statt. Das Preisgericht bestand aus sechs Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter sowie fünf Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter aus Verwaltung, Politik und Bäderbetrieb, unterstützt durch sachkundige Beraterinnen und Berater. Bewertet wurden die Wettbewerbsentwürfe der zehn teilnehmenden Büros nach Kriterien wie Qualität, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Auf dieser Grundlage hat das Preisgericht fünf von zehn Entwürfe prämiert und eine Empfehlung für die beste Lösung ausgesprochen.
Folgende Büros wurden für Ihre Wettbewerbsbeiträge ausgezeichnet:
1.Preis:
asp Architekten GmbH, Stuttgart
3. Preis:
Scheel Wetzel Architekten GmbH, Berlin
4A Architekten GmbH, Stuttgart
Anerkennung:
av-a Anderhalten Architekten GmbH, Berlin
Code Unique Architekten GmbH, Dresden
Wasserflächen während der Bauzeit
Das Fribbe-Freibad bleibt während der Bauzeit in Betrieb. Leichte Einschränkungen (Anzahl Parkplätze, gastronomisches Angebot) sind nicht auszuschließen.
Auch das Kinderplanschbecken wird während der Bauzeit nicht im Betrieb bleiben können, da es sich im Baugelände befindet. Hier suchen wir aktuell nach anderen Alternativen, die für Kinder attraktiv sind, zum Beispiel eine Umgestaltung der jetzigen Nebenbecken zum Kaufbach-Kanal.
Derzeit in Planung ist die Kompensation der Wasserflächen. Während der Bauzeit werden die Zeiten für Schulen und Vereine voraussichtlich in den anderen Augsburger Schwimmbädern voll abgedeckt werden können.
Titelfoto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg