Flößerpark Lechhausen

Südlich der Ulrichsbrücke ist eine Grünanlage mit einer außergewöhnlichen Aufenthaltsqualität entstanden, wie es ihn in Augsburg bis dahin noch nicht gab: Der Flößerpark vereint Gastronomie direkt am Lechufer, einen Wasserspielplatz, der direkt in eine weitläufige Kiesbank übergeht und zahlreiche Sport- und Spielmöglichkeiten.

Erholung, Identität, Naturnähe

Lechhausen verfügt mit dem östlichen Lechufer über einen seiner wichtigsten Grünräume – landschaftlich prägend, aber lange Zeit nur punktuell nutzbar. Mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) von 2011 setzte die Stadt den Startpunkt für eine systematische Aufwertung: 

  • bessere Zugänglichkeit, 
  • mehr Aufenthaltsqualität, 
  • ökologische Entwicklung und 
  • Bezug zur Geschichte der Flößerei. 

Der Name „Flößerpark“ knüpft an die Tradition der Lechflößerei an, die Lechhausen historisch mitprägte. So verband die Planung von Beginn an Erholung, Identität und Naturnähe – ein Leitfaden, der sich durch alle Bauabschnitte bis heute zieht.


Der Stadtstrand entsteht

2013 wurde der Auftakt sichtbar: Der „Stadtstrand“ öffnete das Ufer für die Bevölkerung. Neue Liegeflächen, ein Kletterfelsen und legale Graffiti-Sprühwände setzten ein bewusst urbanes Zeichen am Wasser. Ziel war, den Lech vor Ort erlebbar zu machen und einen niederschwelligen Treffpunkt zu schaffen. So wurde der Stadtstrand zum Türöffner für die folgenden Bauabschnitte.


Wasserspielplatz für Familien

Mit dem 2019 fertiggestellten Wasserspielplatz rückten Kinder und Familien in den Mittelpunkt. Wasserspiel-Elemente, Sandflächen und eine Kletterwand erweiterten das Freizeitangebot deutlich. Die Anlage verteilte Nutzungen und entzerrte Spitzenzeiten am Ufer – ein wichtiges Ziel im dicht bewohnten Stadtteil. Der zweite Bauabschnitt setzte damit auf Aufenthaltsqualität über alle Generationen hinweg.


Die Floßlände als Uferbühne

2021 wurde die historische Referenz zur Flößerei räumlich erfahrbar: Die Floßlände erhielt eine Freitreppe mit Naturstein-Sitzstufen direkt zum Wasser. Die Gestaltung schlägt die Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart: Sie verweist auf die frühere Rolle der Floßländen und setzt zugleich einen zeitgemäßen Ort der Öffentlichkeit. 


Barrierefrei, sportiv, ökologisch

Der abschließende Bauabschnitt konzentriert sich auf Erreichbarkeit, Bewegung und Naturnähe. Neue Wege schaffen eine barrierefreie Anbindung insbesondere an die Sitzstufenanlage. Geplant sind eine Calisthenics-Fläche, ein Mobilitätsparcours für Seniorinnen und Senioren sowie eine Sportbox zur Ausleihe von Kleingeräten. Die dafür notwendigen Baumfällungen werden vor Ort ausgeglichen. 


Gastronomie „Floßlände“: Treffpunkt am Wasser

Gastronomie „Floßlende“: Treffpunkt am Wasser Die Gastronomie „Floßlende“ verankert das soziale Leben im Park. Sie liegt im direkten Umfeld der Sitzstufenanlage und fungiert als niederschwelliger Treffpunkt – vom Kaffee am Vormittag bis zur abendlichen Begegnung am Wasser. Mit dem letzten Bauabschnitt wird die barrierefreie Erreichbarkeit der Sitzstufen und damit der Umgebung der Gaststätte gezielt verbessert.

Titelfoto: Ulrich Wagner/Stadt Augsburg; Fotos: Ruth Plössel/Stadt Augsburg (3), Michael Hochgemuth/Stadt Augsburg, Peter Fastl/Stadt Augsburg

Zuletzt aktualisiert am: 18.06.2026