Startchancen-Programm
Das Startchancenprogramm von Bund und Ländern fördert gezielt Schulen mit hohem Anteil sozial benachteiligter Kinder
Insgesamt 25 Schulen in Augsburg wurden vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus für die Teilnahme am Startchancen-Programm ausgewählt. Das gemeinsame Programm der Bundesregierung und der Länder hat das Ziel, den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg zu verringern und die Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen.
Das Startchancenprogramm ist das größte und langfristigste Bildungsprogramm in der Geschichte Deutschlands. Bund und Länder investieren hier 20 Milliarden Euro über zehn Jahre. In drei Säulen strukturiert, beinhaltet es ein Investitionsprogramm, ein Chancenbudget, sowie Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams.
Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration: „Das Startchancen-Programm ist ein wichtiger Schritt, um Schulen und damit verbunden Kinder aus sozial benachteiligten Familien gezielt und bedarfsgerecht zu unterstützen. Erstmalig wird nicht nach dem Gießkannenprinzip gefördert, sondern dort Hilfe zur Verfügung gestellt, wo sie am meisten benötigt wird. Das ist genau der Ansatz, den wir in Augsburg mit unserem Bildungsbedarfsindex und dem datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement schon lange gehen.“
Konkret wurden sechs Ziele definiert, denen sich alle SCP-Schulen im Freistaat Bayern widmen:
- Verbesserung der Ergebnisse in Deutsch (v.a. Lesen)
- Verbesserung der Ergebnisse in Mathematik
- Reduzierung der Abgänger ohne Schulabschluss
- Reduzierung der Abgänger ohne anschließende Berufsausbildung
- Steigerung der Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler
- Verbesserung der Erziehungspartnerschaft mit Eltern
Investitionsprogramm
(Säule I):
Verbesserung der Lernumgebung, z. B. Modernisierung von Räumen, Lernorten und Schulgebäuden. (einmalig ca. 820.000 €)
Chancenbudget (Säule II):
Flexible Mittel für schulische und außerschulische Angebote wie Gesundheitsförderung, Demokratiebildung, Nachhilfe, Übergang in Ausbildung, Kooperationsprojekte, kulturelle Bildung etc. (pro Jahr zwischen 62.000 € und 95.000 €)
Personalbudget (Säule III):
Ausbau multiprofessioneller Teams, u. a. Schulsozialarbeit, Unterstützungskräfte, Förderangebote. (pro Jahr zwischen 62.000 € und 95.000 €)
Schulen entscheiden eigenständig und bedarfsorientiert, wie sie ihre Mittel einsetzen.
Auf Basis eines speziell für Bayern erstellten Sozialindexes wurden in ganz Bayern Schulen ausgewählt, die von dem Programm profitieren.
Dieser Index berücksichtigt unter anderem die Kinderarmutsquote, den Anteil der Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache, die Akademikerquote und den Anteil der Kinder mit Migrationserfahrung.
Die ausgewählten Schulen erhalten im Rahmen des Startchancen-Programms zusätzliche Ressourcen und Unterstützung, um die Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler zu verbessern.
In Augsburg profitieren folgende Schulen von dem Programm
- Löweneck-Grundschule Augsburg-Oberhausen
- Löweneck-Mittelschule Augsburg-Oberhausen
- Grundschule Augsburg Oberhausen-Mitte
- Drei-Auen-Grundschule Augsburg-Oberhausen
- Goethe-Mittelschule Augsburg-Lechhausen
- Birkenau-Grundschule Augsburg-Lechhausen
- Kapellen-Mittelschule Augsburg-Oberhausen
- Mittelschule Augsburg-Bärenkeller
- Schiller-Mittelschule Augsburg-Lechhausen
- Schiller-Grundschule Augsburg-Lechhausen
- Blériot-Grundschule Augsburg-Universitätsviertel
- Grundschule Augsburg-Herrenbach
- Mittelschule Augsburg-Herrenbach
- Grundschule Augsburg-Kriegshaber
- Kerschensteiner Grundschule
- Kerschensteiner Mittelschule
- Luitpold-Grundschule Augsburg-Lechhausen
- St. Anna-Grundschule Augsburg
- St. Georg-Grundschule
- St. Georg-Mittelschule Augsburg
- St. Max-Grundschule
- Martinschule SFZ II Augsburg-Nord
- Ulrichschule SFZ I Augsburg Süd/West
- Städt. Berufsschule II Augsburg
Außerdem ins Programm aufgenommen wurde die Berufsschule St. Elisabeth.
Das Referat für Bildung und Migration der Stadt Augsburg steht mit dem Staatlichen Schulamt in Abstimmung für den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung, um:
- Schulentwicklung gemeinsam bedarfsgerecht aufzustellen
- Angebote der Jugendhilfe ganzheitlich einzubinden
- den Ganztag konzeptionell mitzudenken
- Raum, Organisation und Pädagogik stärker zu verzahnen
- multiprofessionelle Teams zur Schulentwicklung frühzeitiger einzubinden
- Investitionen auf Basis schulischer Konzepte bedarfsgerecht zu priorisieren
- Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit zu sichern