Zukunftsweisende Impulse für die Nachtkultur
Stadt erarbeitet Maßnahmenplan zur Stärkung der Nachtökonomie gemeinsam mit der Club- und Kulturkommission Augsburg
- Grundlage sind Gespräche der „Stadt Nach Acht“-Konferenz in Augsburg im Oktober 2024
- Maßnahmenplan wird von städtischen Dienststellen auf Umsetzung geprüft
- Ziel ist längerfristige Stärkung des Nachtlebens
- Kulturreferent Jürgen K. Enninger: „Lebendiges, vielfältiges und attraktives Nachtleben ist wichtig für die Stadt.“
Das Referat für Kultur, Welterbe und Sport hat gemeinsam mit der Club- und Kulturkommission Augsburg aus den Gesprächen der „Stadt nach Acht“ Konferenz im vergangenen Oktober speziell für Augsburg einen Maßnahmenplan erarbeitet. Dieser soll das Nachtleben in Augsburg längerfrisitg stärken. Wie Kulturreferent Jürgen K. Enninger ausführt, habe die Konferenz Augsburg als Vorreiter der Nachtkultur positioniert und gezeigt, wie Städte durch eine strategische Förderung des Nachtlebens an Attraktivität gewinnen. „Nun wurden von der städtischen Kulturverwaltung die Ergebnisse der Augsburg-spezifischen Panels auswertet, um Handlungsmaximen zu formulieren, die das Nachtleben langfristig stärken sollen.“
Folgende Punkte wurden festgehalten:
- Prüfung bestehender Förderung und Finanzierung: Bestehende Förderprogramme sollen den gestiegenen Anforderungen der Club- und Kulturszene gerecht werden. Ziel ist, sowohl von Nachwuchskünstlerinnen und -Künstlern etablierte Acts als auch Spielstätten passgenau zu unterstützen.
- Prüfung einer Stärkung der Infrastruktur: Die Weiterentwicklung verschiedener Veranstaltungsorte mit mittlerer und großer Kapazität und die intensivere Nutzung bestehender Räume sollen Augsburgs Attraktivität als Veranstaltungsort weiter stärken.
- Prüfung zu mehr Diversität und Inklusion: Möglichkeiten für barrierefreie Veranstaltungen und Awareness-Konzepte sollten stärker in den Fokus rücken, um eine inklusive und sichere Nachtkultur zu fördern.
- Prüfung Nachtkultur und Positionierung: Ein Konzept für ein Augsburger Clubfestival sowie Maßnahmen zur besseren Vernetzung und Förderung der Nachtökonomie sollen geprüft werden. Zudem soll Augsburg als lebendige Pop-City stärker sichtbar gemacht werden.
- Prüfung datenbasierter Entscheidungen: Herausforderungen und Potenziale der Nachtkultur sollen fundiert analysiert werden, um zukunftsorientierte Maßnahmen zu entwickeln.
Kern von „Stadt nach Acht“: Krisen bewältigen, Innovationskraft stärken
Bei „Stadt nach Acht“ brachten Veranstaltende der LiveMusikKommission (LiveKomm) unter dem Motto Stadt.Land.Clubs in rund 40 Diskussionsrunden über 400 Teilnehmende aus Kultur, Verwaltung, Politik und Wirtschaft zusammen. In den Clubs Musikkantine, City Club, Yolo Toast und 100Hz Club wurde über die Zukunft der Nachtökonomie und die Potenziale für mittelgroße Städte und ländliche Regionen diskutiert.
Rückblick auf Konferenz zur Nachtkultur
Bei einem vielseitigen Programm mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops drehte sich alles um die Themenbereiche Kultur der Nacht, Gesundheit und Sicherheit, Nachtökonomie und Nachtstadtentwicklung. Die Bewältigung von Krisen und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Ausgehverhalten der Bevölkerung und Innovationskraft bildeten den Kern der Tagung. Es ging etwa um ökonomische Herausforderungen und immense Steigerungen bei Betriebskosten, Personalkosten und Gagen im Clubbereich, die vielfach deutlich erhöhte Ticket- und Eintrittspreise zur Folge haben. Ausführlich debattiert wurde außerdem über Lärmschutz-Vorgaben und die Baunutzungsverordnung, die sich derzeit im Novellierungsprozess des Deutschen Bundestages befinden. Claudia Roth, MdB und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, war ebenfalls Gast der Veranstaltung.
Kulturreferent Jürgen K. Enninger: „Ergebnisse auf Umsetzbarkeit prüfen“
„Jetzt geht es darum, die gewonnenen Ergebnisse und einzelnen Maßnahmen mit Akteurinnen und Akteuren des Nachtlebens sowie den zuständigen städtischen Dienststellen zu besprechen und auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen“, so Kulturreferent Jürgen K. Enninger. „Ich selbst, aber vor allem die Akteurinnen und Akteure des Augsburger Nachtlebens haben die Konferenz genossen und konnten wertvolle Impulse für die alltägliche Arbeit mitnehmen. Augsburg hat eine lebendige und vielfältige Nachtkultur. Dies hat die Organisation der Konferenz in Zusammenarbeit mit der Club- und Kulturkommission Augsburg erneut gezeigt. Auch die große Teilnahme der Akteurinnen und Akteure aus Augsburg hat verdeutlicht, dass vielen Menschen ein lebendiges, vielfältiges und attraktives Nachtleben wichtig ist“, fasst Jürgen K. Enninger zusammen.