Infos rund um Prävention

Prävention ist für Kinder und Jugendliche wichtig, weil sie ihnen Sicherheit gibt, ihre Entwicklung stärkt und Belastungen früh abfedern kann. Auf dieser Seite finden Sie kompakte Informationen darüber, was wirksame Prävention ausmacht und warum sie für alle wichitg ist.

In Kitas, Schulen und der Jugendarbeit wirkt Prävention besonders gut, da junge Menschen hier ihren Alltag verbringen. Gute Prävention schafft stabile, unterstützende Räume und entlastet langfristig Familien wie Fachkräfte.


Was macht wirksame Prävention aus?


Gute Prävention baut Schutzfaktoren auf. Sie stärkt z. B. Selbstbewusstsein, Gefühlsregulation, Konfliktfähigkeit oder Medienkompetenz – und unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, Herausforderungen aktiv zu bewältigen.


Prävention wirkt nur, wenn Fachkräfte:

  • fachlich gut informiert sind
  • eine reflektierte pädagogische Haltung mitbringen
  • verlässliche, zugewandte Beziehungen gestalten, denn Beziehung ist einer der größten Schutzfaktoren

Kinder und Jugendliche werden aktiv einbezogen. Die Inhalte knüpfen an ihre tatsächlichen Erfahrungen, Themen und Alltagsrealitäten an.


Wirksame Prävention orientiert sich an Forschung, evidenzbasierten Konzepten und erprobten Methoden, nicht an Trends oder Einzelmeinungen.


Einmalige Projekte wirken selten langfristig. Gute Prävention ist eingebettet in Alltag, Routinen, Strukturen und wiederkehrende Angebote.


Prävention ist inklusiv und sensibel gegenüber:

  • kultureller Vielfalt
  • Behinderungen
  • Armutserfahrungen
  • Geschlechteridentitäten
  • Familienformen
  • Individuellen Belastungen

So erreicht sie alle Kinder und Jugendlichen.


Für wen und warum ist Prävention wichtig?

Prävention in Kitas, Schulen und Jugendarbeit ist wichtig, weil diese Orte zentrale Lebens- und Lernumfelder für Kinder und Jugendliche sind. Hier verbringen sie einen Großteil ihres Alltags, machen soziale Erfahrungen, entwickeln grundlegende Fähigkeiten und begegnen Herausforderungen, die ihre Entwicklung prägen.

  • Prävention schützt und stärkt Kinder und Jugendliche im Alltag
    In Kitas, Schulen und Jugendarbeit zeigt sich früh, was Kinder und junge Menschen brauchen, was ihnen schwerfällt oder wo Risiken entstehen. Prävention setzt dort an, wo sie ohnehin täglich sind – niedrigschwellig, selbstverständlich und eingebettet in Beziehungen. Dadurch werden Schutzfaktoren gestärkt und Risiken verringert, bevor sie zu Problemen werden.
     

  • Prävention erreicht viele – unabhängig von Herkunft oder Lebenslage
    Kitas, Schulen und Jugendarbeit erreichen nahezu alle Kinder und Jugendlichen. Das macht Prävention vor Ort besonders wirkungsvoll, weil auch diejenigen unterstützt werden, die abseits des Bildungssystems schwer erreichbar wären oder deren Familien nicht ausreichend Ressourcen haben.
     

  • Prävention schafft sichere, förderliche Lern- und Lebensräume
    Wenn Kinder und junge Menschen sich sicher fühlen, klare Orientierung haben und gut begleitet werden, wirkt sich das positiv auf ihr Verhalten, ihre Entwicklung und ihr Wohlbefinden aus. Prävention trägt dazu bei, dass Gruppen und Klassen stabiler, respektvoller und belastbarer werden – ein Gewinn für alle Beteiligten.


Säulen der Prävention


Universelle Prävention richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von Risiken oder Auffälligkeiten. Sie vermittelt grundlegende Kompetenzen und schafft stabile Schutzfaktoren.

Warum ist das wichtig?

  • Sie stärkt Kinder und Jugendliche frühzeitig – bevor Probleme entstehen
  • Sie wirkt nachhaltig, weil sie im Alltag verankert ist
  • Sie reduziert späteren Unterstützungsbedarf
  • Sie stärkt die gesamte Gruppe, nicht nur Einzelne
  • Sie gleicht Chancenunterschiede aus
  • Sie erreicht auch Kinder und Jugendliche, die keine Unterstützung einfordern

Selektive Prävention richtet sich an bestimmte Gruppen, die aufgrund von Belastungen oder Lebensumständen ein erhöhtes Risiko tragen.

Warum ist das wichtig?

  • Sie erreicht Kinder und Jugendliche, die besonders gefährdet sind
  • Sie verhindert, dass Risiken zu echten Problemen werden
  • Sie stärkt besonders verletzliche Kinder und Jugendliche gezielt
  • Sie entlastet Familien, Fachkräfte und Einrichtungen
  • Sie schafft Brücken – bevor indizierte Maßnahmen nötig werden

Indizierte Prävention setzt ein, wenn erste Anzeichen von Problemen auftreten, bevor sich eine Störung oder Eskalation entwickelt.

Warum ist das wichtig?

  • Sie greift ein, sobald erste Warnsignale sichtbar werden
  • Sie verhindert, dass Schwierigkeiten chronisch oder schwerwiegend werden
  • Sie bietet schnelle, konkrete Unterstützung für betroffene Kinder
  • Sie schützt vor weiteren Risiken und Belastungen
  • Sie baut Brücken zu weiterführenden Hilfen

Amt für Kinder, Jugend und Familie

Adresse & Kontakte

Präventive Kinder- und Jugendhilfe
Halderstraße 23
86150 Augsburg
Lage im Stadtplan
E-Mailabenteuerkindheitjugend@augsburg.de
Telefon0821 324-2839
 0821 324-2846