Veranstaltungen
Widerstand – Pflicht, Recht, Unrecht, kriminell?
Vortrag von Dr. Herbert Veh
13.04.2026, 18:30 Uhr, Evang. Forum Annahof, Augustanasaal (Im Annahof 4, 86150 Augsburg)
Die Zeiten, in denen Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime und dessen Angriffskrieg als Hochverrat verfolgt und mit dem Tod bestraft wurde, sind vorbei. Doch wie ist Widerstand heute zu bewerten, wenn demokratische Rechtsstaaten sich verändern, Rechtsstaatlichkeit eingeschränkt wird und der Rechtsstaat zu erodieren droht? Wird Widerstand dann zur Pflicht – und ab wann, und für wen?
Wie ist das Widerstandsrecht des Grundgesetzes zu verstehen? Wo verläuft die Grenze zwischen Recht und strafbarem Unrecht – und wer bestimmt diese Grenze?
Dr. Herbert Veh, ehemals Präsident des Landgerichts Augsburg, ist zusammen mit Prof. Dr. Arnd Koch Herausgeber des in der Reihe Augsburger Rechtsstudien erschienen Buches „Vor 70 Jahren Stunde Null für die Justiz? Die Augsburger Justiz und das NS-Unrecht“.
Flyer zum DownloadEintritt frei
Eine Veranstaltung der Reihe „Augsburger Beiträge zur historisch-politischen Bildung“ der Fachstelle für Erinnerungskultur der Stadt Augsburg und ihrer Kooperationspartner aus dem Netzwerk der „Augsburger Beiträge“:
Erinnerung an die jüdischen Bewohner des Hauses Mozartstraße 5 ½.
Im Haus in der Mozartstraße 5 ½ waren zwischen 1939 und 1943 insgesamt 28 Jüdinnen und Juden zwangsweise einquartiert. Fast alle von diesen wurden von den Nationalsozialisten in Ghettos und KZs (Auschwitz, Theresienstadt, Piaski) deportiert und ermordet.
Zur Erinnerung an die Bewohner dieses ehemaligen „Ghettohauses“ bringt die Stadt Augsburg eine Gedenktafel an. Diese wird in einem kleinen Gedenkakt am 22. April, um 11:00 Uhr, vor dem Haus in der Mozartstraße 5 ½, enthüllt.
Alle Interessierten sind dazu herzlich zur Teilnahme eingeladen.
„Ghettohäuser“: Historischer Hintergrund
Nach der Machtübernahme 1933 schränkten die Nationalsozialisten die Rechte der jüdischen Bevölkerung immer stärker ein. Ab 1939 zwangen die Wohnungsbehörden auch in Augsburg Jüdinnen und Juden in bestimmte Häuser in jüdischem Besitz einzuziehen. So wurde die im Deutschen Reich verbliebene jüdische Bevölkerung isoliert und kontrollierbar gemacht. Für viele der Bewohner stellten diese Häuser die erste Station auf dem Weg zur Deportation und Ermordung dar.
Die Geschichte des Hauses Mozartstraße 5 ½ wurde vom Augsburger Historiker Alfred Hausmann im Auftrag der Stadt erforscht.
Stolpersteinverlegungen in Augsburg 2026 – Save the Date
Auch 2026 werden in Augsburg wieder an drei Terminen Stolpersteine zum Gedenken an Menschen verlegt, die während der NS‑Zeit verfolgt und ermordet wurden.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, an den Verlegungen teilzunehmen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
- 20. Mai, ab ca.10:00 Uhr
- 8. Juli, ab ca.10:00 Uhr
- 14. Oktober, ab ca. 10:00 Uhr
Die konkreten Orte und Uhrzeiten finden Sie in Kürze hier.
Alle Informationen rund um die Verlegungen finden Sie auch auf stolpersteine-augsburg.de