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Veranstaltungen


„Ermordet in Grafeneck, Hartheim und Pirna-Sonnenstein Die Opfer der ‚Aktion T4‘ aus Bayern“

Sonderausstellung im Erinnerungs- und Lernort „Halle 116

Laufzeit: 7.11.2026 – 17.1.2027 
Öffnungszeiten: Mi 10-15 Uhr, Sa / So 11-16 Uhr

Die Wanderausstellung erinnert an die mehr als 7.600 Menschen aus bayerischen Heil- und Pflegeanstalten, die 1940/41 im Rahmen der nationalsozialistischen „Aktion T4“ ermordet wurden. Anhand von Biografien erzählt sie die Lebensgeschichten von Opfern und beleuchtet die Verfolgung von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen im Nationalsozialismus.

Ergänzt wird die Ausstellung durch umfangreiche Beiträge lokaler Initiativen der Erinnerungsarbeit, darunter Biografien Augsburger „Euthanasie“-Opfer.

Die Ausstellung ist zusätzlich zur Dauerausstellung in der „Halle 116“ zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Mitwirkende:
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
VVN-BdA Augsburg
Arbeitskreis NS-Medizinverbrechen

Zum Flyer der Ausstellung

Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung

Samstag, 7. November 2026; 11 Uhr
Schotte 4 der „Halle 116“

Begrüßung: Bernd Zitzelsberger (3. Bürgermeister) 
Grußwort: Edgar Rölz (Bezirk Schwaben)
Grußwort: Initiativen der Erinnerungsarbeit
Vorstellung der Ausstellung: Daniel Hildwein, M.A. (Leiter Gedenkstätte und Dokumentationszentrum Grafeneck)
Musikalische Umrahmung: Klarinettentrio des Jugendorchesters Gersthofen (Maxima Mayer, Celina Schmid, Korbinian Hochmuth)

Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen! Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Sonder- sowie die Dauerausstellung zu besuchen.

 


Grafeneck 1940 und die NS-„Euthanasie“-Verbrechen – Geschichte und Erinnerung

Vortrag von Thomas Stöckle

Mittwoch, 18. November 2026, 19 Uhr
Schotte 4 der „Halle 116“

Grafeneck war 1940 einer der ersten Orte des nationalsozialistischen Massenmords. Innerhalb weniger Monate wurden dort 10.654 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen ermordet, die von den Nationalsozialisten als „lebensunwertes Leben“ stigmatisiert worden waren. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe dieser Verbrechen, die Motive der Täter sowie die Schicksale der Opfer, von denen viele auch aus Bayern und Schwaben stammten.

Zugleich richtet sich der Blick auf die Zeit nach 1945: Wie wurde mit den Verbrechen und den Tätern umgegangen? Warum gerieten die Opfer lange in Vergessenheit? Und welche Bedeutung kommt der heutigen Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Grafeneck zu?

Thomas Stöckle ist Historiker und Leiter der Gedenkstätte Grafeneck. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die südwestdeutsche Landesgeschichte sowie die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen.

 


Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen: Erst erfasst, dann ausgeblendet

Vortrag von Prof. Dr. Birgit Prodinger

Mittwoch, 25. November 2026, 19 Uhr
Schotte 4 der „Halle 116“

Im Nationalsozialismus und über das Kriegsende hinaus wurden Menschen mit Behinderungen erfasst, begutachtet und ermordet. Danach wurden sie lange weder als Opfer anerkannt noch in der Gesundheitsversorgung ausreichend berücksichtigt. Erst mit der UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland 2009 ratifiziert hat, wurde festgeschrieben, dass Menschen mit Behinderungen dieselbe Gesundheitsversorgung zusteht wie allen anderen. Seither wird international und zunehmend auch in Deutschland genauer gefragt, wie ungleich der Zugang zu medizinischer Versorgung verteilt ist und wie wenig darüber bislang bekannt ist. Der Vortrag geht der Frage nach, wie es heute um die Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen steht. Dieses Wissen ist Voraussetzung dafür, sie zu verbessern.

Prof. Dr. Birgit Prodinger hat den Lehrstuhl für die Medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung und Teilhabebeschränkungen an der Medizinischen Fakultät der Univ. Augsburg inne und ist Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Augsburg.

 


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Zuletzt aktualisiert am: 15.10.2026