Kritischer Umgang mit Geschichte

In Augsburg gibt es aktuell rund 1.950 Straßen, Wege und Plätze, deren Benennungen teilweise bis ins Mittelalter zurückreichen.

Sie dienen nicht nur der Orientierung, sondern sind gleichzeitig ein Teil der Stadtgeschichte. Allerdings gibt es auch in Augsburg Straßennamen, die vor allem in der jüngeren Vergangenheit immer wieder in die Kritik gerieten. Der Stadtrat hatte deswegen 2017 eine ehrenamtliche Kommission von Expertinnen und Experten damit beauftragt, sich wissenschaftlich fundiert mit der Thematik der als problematisch angesehenen Namen zu befassen.

Dieses Fachgremium, die „Kommission für Erinnerungskultur“ (KErK), beschäftigte sich intensiv mit sieben besonders umstrittenen Straßennamen, zu denen Kritik von Seiten der Bürgerschaft und verschiedener Stadtratsfraktionen aktenkundig geworden war.

Den Empfehlungen der Kommission folgend sprach sich der Augsburger Stadtrat im November 2019 für die Umbenennung der Dr.-Mack-Straße und die Kontextualisierung von vier weiteren Straßen durch Erläuterungsschildern aus. Im April 2020 stimmte das Gremium mehrheitlich auch für die Umbenennung der Langemarckstraße. Die Beschlussvorlagen mitsamt dem Abschlussbericht der Kommission für Erinnerungskultur sowie den erarbeiteten Bewertungskriterien finden Sie rechts in der Leiste als Download.

Laut Stadtratsbeschluss wird die Beschäftigung mit den Augsburger Straßennamen durch die Kommission fortgesetzt.