Grafeneck 1940 und die NS-„Euthanasie“-Verbrechen – Geschichte und Erinnerung
Karl-Nolan-Straße 2
86157 Augsburg
Grafeneck war 1940 einer der ersten Orte des nationalsozialistischen Massenmords. Innerhalb weniger Monate wurden dort 10.654 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen ermordet, die von den Nationalsozialisten als „lebensunwertes Leben“ stigmatisiert worden waren. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe dieser Verbrechen, die Motive der Täter sowie die Schicksale der Opfer, von denen viele auch aus Bayern und Schwaben stammten.
Zugleich richtet sich der Blick auf die Zeit nach 1945: Wie wurde mit den Verbrechen und den Tätern umgegangen? Warum gerieten die Opfer lange in Vergessenheit? Und welche Bedeutung kommt der heutigen Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Grafeneck zu?
Thomas Stöckle ist Historiker und Leiter der Gedenkstätte Grafeneck. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die südwestdeutsche Landesgeschichte sowie die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen.