Neues Erinnerungsband vor der Bahnhofstraße 18
Neues Erinnerungsband für Dr. Arthur und Clara Teutsch
Mit Erinnerungszeichen soll das Gedenken an Menschen bewahrt werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Das Erinnerungsband, das am 5. November am Haus Bahnhofstr. 18 angebracht wird, ist dem Ehepaar Dr. Arthur und Clara Teutsch gewidmet und wird von den Nachkommen gestiftet. Die kleine Gedenkfeier vor dem Haus in der Bahnhofstraße 18 wird von der ErinnerungsWerkstatt organisiert. Wir laden alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein!
Familie Teutsch
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet das jüdische Ehepaar Arthur und Clara (auch: Klara) Teutsch zunehmend unter Verfolgungsdruck. Arthur musste seine Anwaltskanzlei 1938 infolge des Berufsverbots für jüdische Rechtsanwälte aufgeben. Die erhoffte Emigration scheiterte an der fehlenden Visaerteilung. Am 1. April 1941 wurden die Eheleute zwangsweise in das „Judenhaus“ in der Hallstraße 14 eingewiesen. Clara musste zudem Zwangsarbeit in der Augsburger Ballonfabrik leisten. Am 5. August 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert. Arthur starb dort am 21. Mai 1943. Clara wurde am 18. Mai 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.