Schienenpersonennahverkehr (SPNV): Planungsvereinbarung für die Elektrifizierung der Bahnstrecken u.a. Augsburg - Bobingen und Augsburg - Obergriesbach unterzeichnet
Foto: Stadt Augsburg
Zwischen dem Freistaat Bayern und der DB InfraGO wurden im Januar die Planungsverträge für die Elektrifizierung von Schienenstrecken in Schwaben unterzeichnet. Erklärtes Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, bis 2040 den Dieselbetrieb einzustellen. Aktuell gibt es über 400 Dieselzugbewegungen am Augsburger Hbf. pro Tag. Von der Elektrifizierung profitiert auch die Stadt Augsburg. Konkret sollen die Streckenabschnitte Augsburg Hauptbahnhof – Bobingen und Augsburg-Hochzoll – Obergriesbach elektrifiziert werden. Auch die Staudenbahn soll von Augsburg Hbf. bis Langenneufnach vollelektrisch verkehren.
Hinsichtlich der Strecke Augsburg – Buchloe – Kempten – Oberstdorf/Lindau aber auch die Strecken Augsburg – Ingolstadt und (Augsburg – Geltendorf bereits elektrifiziert) – Weilheim gibt es weiterhin die Forderung der Region, dass die Strecken langfristig vollelektrisiert werden. Auf die Ergebnisse der Bahnkonferenz in Schwaben durch die schwäbischen Mitglieder der Bayerischen Städte- und Landkreistage und der IHK Schwaben vom 28.02.2025 wird unter diesem Link verwiesen. Die Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg steht dazu auch gemeinsam mit der IHK Schwaben auf Arbeitsebene im engen Kontakt u.a. mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, dem Bayerischen Verkehrsministerium, dem Bund und der Bahn.
Folgende Linien Augsburg betreffend sollen lt. Freistaat Bayern bis Mitte der 2030er Jahre auf Akku-Elektro-Betrieb umgestellt werden:
- mit barrierefreier Neigetechnik:
- RE 7 Augsburg – Lindau
- RE 17 Augsburg – Oberstdorf
- RE 79 Augsburg – Kempten
- mit konventionellen Zügen (Stufe 1):
- RB 67 Augsburg – Weilheim
- RE 71 Augsburg – Memmingen
- RE 73 Augsburg – Bad Wörishofen
- Stufe 2 (voraussichtlich ab Dezember 2040):
- RB 13 Augsburg – Ingolstadt
- RB 69 Augsburg – Landsberg
- RB 77 Augsburg – Füssen
Eine elektrisch betriebene Zugstrecke wird in vielerlei Hinsicht attraktiver (TU-Dresden-Studie):
- Emissionsärmer (Lärm, Feinstaub und CO²)
- Schnellere Beschleunigung der Züge und damit dichterer Takt bzw. bessere Auslastung der Schieneninfrastruktur möglich
- Wirtschaftlichste Betriebsform:
- bei Taktverkehren < 1 h Regio
- bei größerer Verkehrsleistung (höhere Betriebsdauer oder Doppeltraktion) auch bei 1-h-Takt
- höhere Amortisation: teure Oberleitungs-(OL) -Infrastruktur amortisiert sich über deutlich günstigere Fahrzeugbetriebskosten
- mehr Flexibilität: die OL-Infrastruktur steht auch für andere Verkehre (Güter- und, Fernverkehr) zur Verfügung
- mehr Realisierungsmöglichkeiten (Brückentechnologien): Szenarien mit vorhandener Teilelektrifizierung sind günstig für Hybridkonzepte mit oberleitungsabhängiger E-Traktion (OL-/ Batteriehybrid, OL-/ Dieselhybrid).
- bei Taktverkehren < 1 h Regio
Nähere Informationen zu den Projekten finden sich hier.