Dank Spende: Neue Sensoren für das Smarte Gießmanagement
In Augsburg melden Bäume selber, wenn sie Durst haben. Dafür sorgt ein Netz von Sensoren. Wenn Sie Trockenheit signalisieren, rückt das Grünamt an und gießt die Bäume. Dank einer Spende aus dem HAUS DER STIFTER konnten jetzt weitere Sensoren beschafft werden.
Robert Dettenrieder, Umweltreferent Frank Pintsch, Susanne Stippler und Cornelia Kollmer waren beim Einbau der neuen Sensorik am Stadtplatz Lechhausen. Foto: Michael Hochgemuth/Stadt Augsburg
Das Sensorik-Netz zur bedarfsgerechten Bewässerung der Baumstandorte wird um zwei Standorte erweitert: Stadtplatz Lechhausen und Firnhaberstraße im Hochfeld. Dafür erhält die Stadt Augsburg eine Spende der Stiftergemeinschaft HAUS DER STIFTER von rund 9.000 Euro.
Vergangene Woche haben Cornelia Kollmer (Kuratoriumsvorsitzende der Stiftergemeinschaft HAUS DER STIFTER) und Susanne Stippler (Stadtsparkasse Augsburg) gemeinsam mit Umweltreferent Frank Pintsch und Robert Dettenrieder (Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen) am Stadtplatz Lechhausen die Sensorik eingebaut. In den kommenden Tagen werden die Bäume an der Firnhaberstraße ausgestattet.
Digitale Unterstützung für eine bedarfsgerechte Bewässerung
Die Sensoren messen kontinuierlich die Bodenfeuchte in drei verschiedenen Bodenschichten. So können Bewässerungsmaßnahmen noch präziser an den tatsächlichen Bedarf der Bäume angepasst werden, in Verbindung mit der intelligenten Gießsoftware aus dem Förderprojekt SMSA (Smartes Stadtgrün für ein klimaresilientes Augsburg). Auch Wetterdaten fließen in die Einsatzplanung ein. Dadurch werden Wasserressourcen geschont, Fahrstrecken reduziert und die Pflege des Stadtgrüns insgesamt effizienter gestaltet.
Umweltreferent Frank Pintsch: „Wasser gezielt einsetzen, wo es tatsächlich benötigt wird“
„Moderne Technologien helfen uns, die Herausforderungen zunehmender Hitze- und Trockenperioden besser zu bewältigen“, so Umweltreferent Frank Pintsch. „Die Verknüpfung von Sensordaten, digitaler Einsatzplanung und dezentralen Wasserentnahmestellen ist ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen Grünflächenmanagement. Dadurch können wir unsere Stadtbäume bedarfsgerecht versorgen und Wasser gezielt dort einsetzen, wo es tatsächlich benötigt wird.“
Gemeinsames Engagement für klimaresiliente Stadtbäume
„Wassereinsparungen durch bedarfsgerechtes Gießen und eine effizientere Tourenplanung für die städtische Baumpflege schonen wertvolle Ressourcen“, so Susanne Stippler, von der Stadtsparkasse Augsburg. „Als Stiftergemeinschaft freuen wir uns besonders, gemeinsam mit der Stadt Augsburg und den Auszubildenden ein Projekt zu unterstützen, das Innovation und praktisches Engagement vor Ort miteinander verbindet.“
Cornelia Kollmer, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftergemeinschaft HAUS DER STIFTER: „Durch die Vermeidung von Trockenstress oder Staunässe trägt die Spende aus dem HAUS DER Stifter ganz konkret dazu bei, die Augsburger Bäume dabei zu stärken, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Gerade in den ersten Standjahren sind vor allem Jungbäume anfällig für Vertrocknung, die mit Hilfe der Sensorik verhindert werden kann.“ (pm/rs)