Augsburg bekommt mit 3D-Stadtmodell digitalen Zwilling
Virtuelle Nachbildung des Stadtgebiets ab heute abrufbar
Rathaus im 3D-Stadtmodell - Bildnachweis: Geodatenamt / Stadt Augsburg
- Mehr als 400.000 Gebäude
- Ca. 61.000 Baumstandorte
- Ca. 43.000 Adressen
- 2D Luftbild
- 14 prominente Bauwerke mit texturierten Dächern und Fassaden
Augsburg kann dank eines 3D-Stadtmodels ab morgen (6. Mai) aus der Vogelperspektive erforscht werden. Die neue Anwendung bildet weltweit sehr genau die Erdoberfläche ab und zeigt Gebäude und Brücken im Stadtgebiet und Bäume auf städtischem Grund. Dadurch ist eine virtuelle, dreidimensionale Entdeckungsreise am PC, Smartphone, Laptop oder Tablet möglich. Das Geodatenamt macht damit die bisher verborgenen dreidimensionalen Datenschätze der Stadtverwaltung für die Öffentlichkeit sichtbar. Mit dem 3D-Stadtmodell werden auch 14 prominente Augsburger Bauwerke wie beispielsweise das Rathaus, der Hohe Dom und das Rote Tor mit texturierten Dächern und Fassaden als realistische Modelle angeboten. Zur Orientierung und Navigation dient zudem die Adresssuche, mit der die circa 43.000 Adressen im Stadtgebiet angeflogen werden können.
Etwa 61.000 Baumstandorte auf städtischen Flächen in 3D
Einen grünen Akzent setzt eine Momentaufnahme des städtischen, digitalen Baumkatasters, welches in einem stetigen Prozess vom Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen gepflegt wird und derzeit über 61.000 Baumstandorte beinhaltet. Die bisher digital erfassten Bäume werden schematisch in 3D dargestellt und sind für den wirklichkeitsgetreuen Eindruck des Stadtmodells von großem Wert. Das Luftbild in 2D ergänzt die Darstellung, sodass auch die nicht im Kataster erfassten Baumbestände z.B. auf Privatflächen, auf Flächen der Forstverwaltung und anderer Ämter sowie in weitläufigen Grünanlagen abgebildet werden.
Wo kommt das 3D Stadtmodell künftig zum Einsatz?
Das 3D-Stadtmodell kann von Bürgerinnen und Bürgern zum digitalen Stöbern und Erkunden der Stadt genutzt werden. In weiteren Entwicklungsstufen könnte das 3D-Stadtmodell bzw. seine Komponenten (3D-Geodaten) für vielfältige Aufgabenstellungen herangezogen werden (Stadtentwicklungs- und Freiraumplanung, zur Auskunft von verschiedenen Fachdaten, als Planungs- und Visualisierungswerkzeug für Architekten, zur Berechnung von Starkregenereignissen oder Überflutungsmodellen, für klimatische Analysen wie z.B. Kaltluftschneisen, zur Berechnung der Lärmbelastung aus verschiedenen Lärmquellen). Über den Vertrieb des Geodatenamtes können diese Daten bereits jetzt in verschiedenen Formaten bestellt werden.