Stadt informiert zum Bornavirus

07.05.2026 13:09 | Umwelt & Soziales

Im Stadtgebiet Augsburg ist eine Infektion mit dem sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) bestätigt worden. Das Virus kann durch Feldspitzmäuse auf den Menschen übertragen werden. Hier erfahren Sie die wichtigsten Informationen.

Feldspitzmaus in Stroh

Erkennbar an der spitzen Kopfform: Die Feldspitzmaus. Foto: Dr. Henning Vierhaus/Friedrich-Löffler-Institut

Nach Angaben des Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist im April 2026 im Stadtgebiet Augsburg eine Infektion mit dem sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) bestätigt worden. Die Person, die im Universitätsklinikum Augsburg (UKA) behandelt wurde, ist mittlerweile an den Folgen der Infektion verstorben. 

Borna Krankheit

Borna-Virus-Erkrankungen sind sehr selten, verlaufen in der Regel aber lebensbedrohlich. Das Virus verursacht beim Menschen schwere Gehirnentzündungen. Da zum jetzigen Zeitpunkt keine Behandlung zu Verfügung steht, ist der Schutz vor Ansteckung besonders wichtig. 

Vorkommen des Erregers 

Virusreservoir für BoDV-1 ist die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon). Infizierte Feldspitzmäuse scheiden das Virus u.a. über Kot, Urin und Speichel aus, ohne selbst zu erkranken. Laut dem LGL kann eine Übertragung des Virus nach aktuellem Forschungsstand durch den Kontakt zu einer Feldspitzmaus und/oder mit deren Ausscheidungen erfolgen. Der genaue Übertragungsweg auf den Menschen ist aktuell nicht bekannt und Gegenstand der Forschung. Das Virus ist unter natürlichen Bedingungen nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

So können Sie sich schützen

  • Feldspitzmäuse niemals mit bloßen Händen anfassen.
  • Orte vermeiden an denen Feldspitzmäuse leben, z.B. Böschungen, Steinmauern, unter Hecken
  • Bei Putz- und Aufräumarbeiten z.B. im Schuppen (Einmal-)Handschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Spitzmäuse nicht als Haustiere halten.

Weitere Informationen

Auf augsburg.de/bornavirus und der Seite des LGL lgl.bayern.de/bornavirus finden Sie weitere Informationen. Außerdem können sich per E-Mail an servicestelle@lgl.bayern.de wenden. (pm/leh)