Nachhaltigkeit: Stadt Augsburg kooperiert mit der Hochschule

09.06.2021 11:56 | Umwelt & Soziales Bildung & Wirtschaft

Neue Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Hochschule Augsburg: Gemeinsam sollen die Kräfte für ein nachhaltigeres Augsburg gebündelt werden. Außerdem wurde ein neuer Urban-Gardening-Demonstrationsgarten an der Hochschule eingeweiht.

Urban Gardening mit OB Eva Weber und Umweltreferent Reiner Erben an der HSA. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat am Montag an der Hochschule Augsburg einen Urban-Garding-Demonstrationsgarten eröffnet. Auch OB Eva Weber und Nachhaltigkeitsreferent Reiner Erben waren begeistert. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Nachhaltigkeit zählt zu den zentralen Zukunftsthemen. Für Transferprojekte bietet das Themenfeld sowohl für die Stadt Augsburg, als auch für die Hochschule Augsburg eine große Bandbreite. Um die Expertisen zu bündeln, haben am Montag, 7. Juni 2021, Oberbürgermeisterin Eva Weber und der Präsident der Hochschule Augsburg, Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist, die jeweiligen Stärken der Kooperationspartner zur nachhaltigen Entwicklung Augsburgs zu nutzen, um nachhaltige Transferprojekte weiterzuentwickeln und neue ins Leben zu rufen. 

Im aktiven Austausch mit der Stadtgesellschaft

In der Kooperationsvereinbarung haben Stadt und Hochschule Aufgabenbereiche beschrieben, um im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Stadtgesellschaft und der Hochschule Augsburg im Bereich der Nachhaltigkeit aktiv zu gestalten.

„Nachhaltigkeit muss eine gesamtgesellschaftlich getragene Aufgabe sein. Natürlich liegt die Hauptaufgabe bei Politik und Wirtschaft, aber nur wenn wir Richtlinien und Bestimmungen sinnvoll innerhalb der gesamten Stadtgesellschaft umsetzen, können diese auch fruchten. Die Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule Augsburg ist ein weiterer Baustein um den gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsprozess aktiv voranzutreiben, indem wir Synergien zwischen der wissenschaftlichen Expertise und Forschungs- und Bildungsinfrastruktur der Hochschule Augsburg und den zahlreichen Akteurinnen und Akteuren im Prozess der Lokalen Agenda 21 schaffen,“ sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber.

„In den aktuell herausfordernden Zeiten ist es wichtiger denn je, gemeinsam an Lösungen für gesellschaftliche Zukunftsthemen zu arbeiten. Nachhaltigkeit bietet fächerübergreifende Ansatzpunkte. In Transferprojekten entwickeln Lehrende und Studierende im engen Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit weiteren Partnern aus Gesellschaft und Wirtschaft innovative Lösungen,“ sagte Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Hochschule Augsburg.

Zukunftsleitlinien für Augsburg sind die Grundlage

Die „Zukunftsleitlinien für Augsburg“ bilden die orientierende Grundlage für die nachhaltige Entwicklung Augsburgs. Sie sind in Anlehnung an die 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung – Sustainable Development Goals (SDGs) – der Agenda 2030 der Vereinten Nationen formuliert. Ihre Umsetzung ist in Augsburg gemeinsame Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft. Eng eingebunden sind seit 2015 Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Stadtpolitik und Stadtverwaltung. 

Innovative Hochschule – „Experten für eine nachhaltige Entwicklung Augsburgs“ arbeiten eng zusammen

Gemeinsam Zukunft gestalten ist ganz im Sinne des Transferverständnisses der Hochschule Augsburg. Um den Transfer zwischen Hochschule und Gesellschaft zu stärken, wurde von der Hochschule Augsburg im Jahr 2018 HSA_transfer – die Agentur für kooperative Hochschulprojekte im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ für fünf Jahre ins Leben gerufen. Im HSA_transfer-Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit arbeiten Lehrende und Studierende mit dem Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg und den Foren der Lokalen Agenda 21 als „Experten für eine nachhaltige Entwicklung Augsburgs“ zusammen. Ihre Ziele und Aufgabenbereiche sind nun in der Kooperationsvereinbarung beschrieben. Akteure aus Stadt und Hochschule fördern auf diese Weise den gesellschaftlichen Wandel hinsichtlich Nachhaltigkeit.

Urban-Gardening-Projekt

Ebenffalls am Montag hat die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau an der Hochschule Augsburg einen Urban-Garding-Demonstrationsgarten eröffnet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich über das „Stadtgärtnern“ zu informieren. Für Urban Gardening können selbst kleinste Flächen für den Anbau von Gemüse und Pflanzen verwendet werden. Möglich ist dies mit Hochbeeten, mobilem Gärtnern und vertikalen Systemen. Um auf die vielfältigen Möglichkeiten des „Stadtgärtnerns“ hinzuweisen, errichtet die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in jedem Bayerischen Regierungsbezirk einen „Urban-Gardening-Demonstrationsgarten“. Ziel ist es nicht nur, Wertschätzung für saisonale und regionale Produkte zu schaffen, sondern auch aufzuzeigen, wie mit nur wenig Aufwand, ökologische Produkte in der Stadt angebaut werden können.

OB Eva Weber: „So wird Forschung konkret und anwendbar“

Eröffnet wurde der Demonstrationsgarten von den Schirmherrinnen Oberbürgermeisterin Eva Weber und Prof. Dr.-Ing. Elisabeth Krön, Vizepräsidentin für Weiterbildung und Wissenstransfer der Hochschule Augsburg. „Der Urban-Gardening-Demonstrationsgarten an der Hochschule Augsburg ist eine wertvolle Ergänzung zu den vielen Stadt-Garten-Projekten, die es schon in Augsburg gibt“, so OB Weber. „Hier können sich die Augsburgerinnen und Augsburger in Theorie und Praxis anschauen, wie der Anbau ökologischer Produkte in der Stadt funktioniert – so wird Forschung konkret und anwendbar.“ (pm/rs)