lab.30: KI-Klone und Roboter-Meerschweinchen
Wer oder was werden wir? Wohin entwickeln wir uns? Und wer entscheidet darüber? Unter dem Motto „Becoming“ lädt das Festival lab.30 vom 29. Oktober bis 1. November ein, über Veränderung, Möglichkeiten und die Zukunft nachzudenken.
Ein Höhepunkt ist der Besuch der international bekannten Medien- und KI-Künstlerin Portrait XO. Foto: Dan Gorelick Swinsr
Vier Tage lang bietet die 25. Festivalausgabe Kunst zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen für Groß und Klein. Alle Informationen zu Programm und Tickets gibt es ab sofort auf lab30.de.
Ausstellung: Kulturhaus abraxas wird zu einem begehbaren Labor
Beim lab.30 verwandelt sich das Kulturhaus abraxas erneut in ein begehbares Labor für zeitgenössische Medienkunst. Internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen interaktive, audiovisuelle und partizipative Arbeiten, auf großen Beamer-Projektionen, Bildschirmen, gläsernen „Zirpmaschinen“ und verschiedenen Kommunikationsapparaten stehen die Themen Wahrnehmung, Identität, Kommunikation und unser Verhältnis zu digitalen Systemen im Fokus.
Kulturreferentin Tatjana Dörfler: „Raum für den Dialog über die Welt von morgen.“
„Das lab.30 greift die drängenden Fragen unserer Zeit auf: den Wandel durch Künstliche Intelligenz, die Macht digitaler Räume und den verantwortungsvollen Umgang mit Technologie“, sagt Kulturreferentin Tatjana Dörfler. „Das Festival macht komplexe Entwicklungen spielerisch erfahrbar, eröffnet neue Perspektiven auf die gesellschaftlichen Veränderungen, die unsere Zukunft prägen werden, und schafft damit einen wichtigen Raum für den Dialog über die Welt von morgen.“
Einige Highlights:
- Die international bekannte Medien- und KI-Künstlerin Portrait XO verbindet mit ihrer audiovisuellen Performance „The Cost of Connection“ experimentelle Musik, künstliche Intelligenz und Data Sonification zu einer eindringlichen Auseinandersetzung mit den globalen Herausforderungen unserer Gegenwart.
- „Digital Echoes“ von Christopher Thomas ermöglicht ein Gespräch mit einer KI-Kopie der vorherigen Nutzenden. Aus den Telefonaten mit KI-Klonen entsteht eine fortlaufende Kette von Mensch-Maschine-Begegnungen, in der sich die Frage nach Identität und digitalem Nachleben stellt.
- Daniel Vadasz simuliert eine künstliche Insektengruppe, deren elektronisch erzeugte Klänge sich durch gegenseitiges Zuhören und Anpassen verändern.
- Mit „Kafka/Ich“ präsentiert das Staatstheater Augsburg ein digitales Kunstprojekt, in dem die Besuchenden mit einer digitalen Kopie von Franz Kafka ins Gespräch kommen.
- Die Konzept-Ausstellung „MARS!“ wagt das Gedankenexperiment einer demokratischen Besiedelung des roten Planeten. Im elektronischen Streichelzoo warten flauschige, interaktive Roboter-Meerschweinchen darauf, vom Publikum kennengelernt zu werden. (pm/rs)