Ja zu Olympia: Augsburg begrüßt Entscheidung für München
Die Stadt Augsburg begrüßt die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), mit dem Münchner Konzept in das internationale Auswahlverfahren für Olympische und Paralympische Spiele einzutreten. Augsburg könnte mit dem Eiskanal und der WWK-Arena erneut Schauplatz olympischer Wettbewerbe werden.
Kanuslalomstrecke Eiskanal Augsburg. Foto: Michael Neumann Redgun.
Oberbürgermeister Dr. Florian Freund erklärt: „Die Entscheidung des DOSB ist eine hervorragende Nachricht für Bayern, für unsere Region und für Augsburg. Mit dem Eiskanal und der WWK-Arena bringen wir zwei international anerkannte Standorte ein, die weit über den Sport hinaus wirken: für unsere Wirtschaft, für Investitionen, für moderne Infrastruktur und für die internationale Sichtbarkeit unserer Stadt. Olympische und Paralympische Spiele wären ein enormer Impuls für die Zukunft Augsburgs. Deshalb werde ich diesen Prozess persönlich und mit voller Kraft begleiten, damit unsere Stadt ihre Stärken einbringen kann.“
Augsburg bereits mit zwei olympischen Wettkampfstätten fest eingeplant
Mit dem Olympiapark am Eiskanal und der WWK-Arena verfügt Augsburg über zwei Sportstätten, die im Rahmen des Münchner Konzepts bereits eine wichtige Rolle spielen. Während der Eiskanal weltweit zu den renommiertesten Wettkampfanlagen im Kanuslalom zählt, bietet die WWK-Arena moderne Voraussetzungen für die Austragung olympischer Fußballspiele. Die Stadt sieht darin eine besondere Chance, ihre Kompetenz als Gastgeberin internationaler Sportgroßveranstaltungen erneut unter Beweis zu stellen, die herausragende Rolle Augsburgs im internationalen Kanusport weiter zu stärken und zugleich langfristige Impulse für die Entwicklung des Sports sowie weiterer Infrastruktur- und Standortprojekte zu setzen.
Augsburg investiert in die Zukunft des Eiskanals
Unabhängig vom weiteren Verlauf der Bewerbung treibt die Stadt Augsburg die Zukunftssicherung des Olympiaparks am Eiskanal voran. Der Stadtrat hat hierzu bereits einen Grundsatzbeschluss zum Einbau von Regulierbauwerken gefasst. Ziel ist es, die Anlage auch bei Niedrigwasser langfristig und zuverlässig für Training und Wettkämpfe mit ausreichend Wasser versorgen zu können. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase sowie in enger Abstimmung mit möglichen Fördergebern auf Landes- und Bundesebene.
Sportreferent Dirk Wurm: „Starker Impuls für Augsburger Sport“
Zweiter Bürgermeister und Sportreferent Dirk Wurm: „Der Eiskanal ist ein einzigartiges Aushängeschild unserer Sportstadt und eine der bedeutendsten Kanusportanlagen weltweit. Deshalb arbeiten wir konsequent daran, seine Zukunft langfristig zu sichern. Eine positive Perspektive für Olympische und Paralympische Spiele in unserer Region würde die Bedeutung dieser Investition zusätzlich unterstreichen und wäre ein starker Impuls für den Kanusport und viele weitere Sportarten in Augsburg.“
Nächste Schritte auf dem Weg zu Olympischen Spielen in Deutschland
Nach der nationalen Entscheidung beginnt nun die nächste Phase des Verfahrens mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Deutschland befindet sich bereits im sogenannten „Continuous Dialogue“, einem fortlaufenden Austausch mit dem IOC über die Rahmenbedingungen einer möglichen Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele. In den kommenden Jahren werden die Planungen weiter konkretisiert und gemeinsam mit dem IOC bewertet. Sofern die Bewerbung die Anforderungen erfüllt, kann sie anschließend in eine vertiefte Auswahlphase, den sogenannten „Targeted Dialogue“, übergehen. Erst danach fällt die endgültige Entscheidung des IOC über die Vergabe der Spiele.
Als mögliche Austragungsjahre für Olympische und Paralympische Sommerspiele kommen aktuell die Jahre 2036, 2040 oder 2044 in Betracht.
Hintergrund
Der DOSB hat das Münchner Konzept als deutschen Kandidaten für die weitere internationale Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ausgewählt. Die Entscheidung fiel im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB in Baden-Baden. Neben dem Münchner Konzept stand auch die Bewerbung aus der Region Köln/Rhein-Ruhr zur Auswahl.
Der DOSB hatte die Konzepte in den vergangenen Monaten umfassend geprüft und bewertet. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem die sportfachliche und operative Eignung, Nachhaltigkeitsaspekte, die Finanzierungsstruktur sowie die gesellschaftliche und politische Akzeptanz. Mit der Auswahl Münchens steht nun der deutsche Kandidat für die weitere internationale Bewerbung fest. (pm/pif)