Gedenken an ermordete Sinti und Roma am 2. August
In Augsburg würdigen die Stadt und der Regionalverband Deutscher Sinti und Roma Schwaben den 2. August seit 2021 mit einer öffentlichen Gedenkstunde. In diesem Jahr findet das Gedenken an die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma am Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ statt.
Am Nordfriedhof ist die Gedenktafel zu finden, mit der an den Genozid an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten erinnert wird. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Anlässlich des europaweiten Gedenktags zum Genozid an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten laden die Stadt Augsburg und der Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V. zu einer öffentlichen Gedenkstunde ein:
- Tag: Sonntag, 2. August 2026
- Zeit: 10 Uhr
- Ort: Schotte 4 der „Halle 116“, Karl-Nolan-Str. 2-4
Die Veranstaltung soll zugleich ein Zeichen gegen alle Formen von Ausgrenzung und Antiziganismus setzen. Julia Hornung und Giangiacomo Rosso übernehmen die musikalische Umrahmung. Thematisch passende lyrische Impulse liefert Lisa Bühler von bluespots productions.
Den Flyer zum Programm finden Sie hier.
Rauminstallation der Romnja-Künstlerin Luna De Rosa
Im Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ ist auf der neugeschaffenen Veranstaltungs- und Wechselausstellungsfläche außerdem eine Ausstellung zu sehen. Eigens für Augsburg hat die international renommierte Romnja-Künstlerin Luna De Rosa eine Rauminstallation konzipiert. Die Ausstellung „THE THREAD THAT HOLDS / DER FADEN, DER HÄLT“ setzt sich mit Ausgrenzung, Diskriminierung und der Wirkung antiziganistischer Stereotype auseinander. Sie ist noch bis 4. Oktober 2026 zu sehen.
Zum Gedenktag 2. August
Insgesamt wurden im Deutschen Reich und den von den Deutschen besetzten Ländern Osteuropas während der NS-Zeit bis zu 500.000 Sinti*zze und Rom*nja ermordet. Noch immer gilt dieser Genozid als ein „vergessener Holocaust“, weil er kaum bekannt ist und die Überlebenden lange dafür kämpfen mussten, überhaupt als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung anerkannt zu werden. (pm/swo)