Bitte Rücksicht nehmen: Die Vogelbrutzeit beginnt
Jetzt beginnt die Vogelbrutzeit. Deshalb dürfen vom 1. März bis einschließlich 30. September Hecken, lebenden Zäune oder Gebüsche nicht abgeschnitten, auf den Stock gesetzt oder entfernt werden. Erlaubt sind in diesem Zeitraum ausschließlich schonende Form- und Pflegeschnitte.
Vögel brauchen Hecken und Gebüsche, um Nester für ihre Jungen zu bauen. Während der Aufzucht brauchen sie unbedingt Ruhe. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg
Die gesetzliche Regelung, die Vögel und andere Wildtiere schützen soll, gilt im gesamten Stadtgebiet, also auch in Siedlungsbereichen. „Die kommenden Monate sind für viele Tierarten entscheidend. Jede vermeidbare Störung kann den Bruterfolg beeinträchtigen. Wer aufmerksam bleibt und Rücksicht nimmt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Vogelwelt“, betont Umweltreferent Reiner Erben.
Vor Pflegemaßnahmen auf Nester kontrollieren
Vor einem Pflegeschnitt muss das betreffende Gehölz sorgfältig auf Nester oder andere tierische Rückzugsorte kontrolliert werden. Das gilt auch für Holz- und Aststapel, die erst noch gehäckselt werden sollen. Häufig werden solche Ablagerungen bereits früh im Jahr von Vögeln oder Kleintieren als Nist- oder Schutzraum genutzt – in diesem Fall sind sie unbedingt unangetastet zu lassen.
Besondere Rücksichtnahme bei Aufenthalten in der Natur
Die Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, bei Spaziergängen und Freizeitaktivitäten in der Natur besondere Rücksicht zu nehmen. Gerade in der Brut- und Aufzuchtzeit reagieren viele Tierarten empfindlich auf Störungen. Das Verlassen von Wegen oder freilaufende Hunde können dazu führen, dass bodenbrütende Vögel aufgeschreckt werden, ihr Gelege verlassen oder Jungtiere gefährdet werden. Selbst wenn Hunde nur herumstöbern, besteht bereits die Gefahr, dass brütende Vögel ihr Gelege aufgeben oder Jungvögel vertrieben werden.
Das Naturschutzgebiet Augsburger Stadtwald ist ein besonders sensibler Raum mit vielen Tier- und Pflanzenarten und einer großen Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Stadt. Auch hier appelliert die Stadt an Bürgerinnen und Bürger, auf den Wegen zu bleiben, Hunde bei sich zu halten und Müll wieder mitzunehmen. (pm/swo)
(pm/swo)