Denkraum

Der Denkraum ist ein Kooperationsformat des Friedensbüros der Stadt, der Volkshochschule Augsburg, des Evangelischen Forum Annahof, des Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und Plan A des Staatstheaters Augsburg. Er bietet die Möglichkeit, aktuelle gesellschaftspolitische Themen in einer partizipativen Redereihe zu diskutieren. Im Anschluss an einen Impulsvortrag können die Zuhörenden miteinander ins Gespräch kommen und den Vortragenden Fragen stellen.

Nächste Veranstaltungen im Denkraum

Meinungsfreiheit

  • Donnerstag, 29.10.2026
  • 19:00 Uhr
  • Moritzsaal

Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit?
Wer bestimmt, was als „Hass und Hetze“ gilt?

Noch nie gab es so viele Ermittlungen wegen bloßer Worte, egal ob es um Migration, Klimapolitik, die Ukraine oder den Nahostkonflikt geht. Der Staat definiert heute etliche politische Aussagen als strafbar, die noch vor zehn Jahren ganz klar unter die Meinungsfreiheit fielen. Ronen Steinke zeigt auf, wo neuerdings die Grenzen der Meinungsfreiheit verlaufen, auch im digitalen Raum. Gerade in der gegenwärtigen Lage, so kritisiert der preisgekrönte Journalist und Jurist, sollte das Land mehr Meinungsfreiheit wagen, anstatt zu glauben, man überzeuge Menschen, indem man ihnen den Mund verbietet.

Lesung: Ronen Steinke, Jurist und leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung

Moderation: Ann-Kathrin Mittelstraß, Bayerischer Rundfunk


Vom Antisemitismus, der keiner sein will

  • Mittwoch, 11.11.2026
  • 19:00 Uhr
  • Treppenfoyer martini-Park, Staatstheater Augsburg

In „Vom Antisemitismus, der keiner sein will“ setzt sich der Wiener Schriftsteller Richard Schuberth, „der sachkundig und sprachmächtig wie kaum ein anderer seit Jahren über Israel und Palästina schreibt“ (Karl-Markus Gauß), mit den israelfeindlichen Exzessen auseinander, die seit dem 7. Oktober 2023 in linken Diskursen auftreten. Er untersucht die psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und fragt nach der Grenze zwischen berechtigter Kritik und Diffamierung. In Form des literarischen Essays verbindet er Analyse mit Witz, Sprachfantasie und Reflexion der eigenen Biografie. So untersucht er seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent und fragt: Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Und wie neu ist er wirklich? Und was lässt sich ihm ganz praktisch entgegensetzen?

Lesung: Richard Schuberth, Schriftsteller und Essayist

Moderation: Franz Dobler, Artists against Antisemitism Augsburg


Vergangene Veranstaltungen im Denkraum

5. August 2026
Das können wir uns nicht leisten. Was es bedeutet in Deutschland arm zu sein

  • Miriam Davoudvandi

19. Mai 2026
Die Wahrheit des Krieges. Wie berichtet man aus Kriegs- und Krisengebieten?

  • Wolfgang Bauer

24. Juli 2023
Politik braucht Kreativität

  • Paula Scholemann

21. März 2022
Gendern und Co. – Notwendige Zerstörung von Machtstrukturen oder übergriffige Zerstörung der Sprachstruktur?

  • Julia Fritzsche
  • Matthias Politycki

11. Juli 2022
Welchen Beitrag kann Sport zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten?

  • Verena Bentele 
  • Walter Sianos

18.03.2019
Alle Menschen sind frei und gleich? – Hannah Arendt und die Menschenrechte

  • Prof. Dr. Marcus Llanque

9. Juli 2026
Que(e)r durchs Land – Von der Vielfalt des Lebens und der Suche nach mir selbst

  • Brix Schaumburg

25. Juli 2024
Wir da unten gegen die da oben? Populismus und seine Folgen für die Demokratie

  • Prof. Dr. Ursula Münch

5. März 2024
Judenhass Underground. Antisemitismus in Subkulturen

  • Nicholas Potter
  • Stefan Lauer 

18. Oktober 2023
Die Macht der Worte. Gemeinsam gegen Hate Speech

  • Teresa Ott

5. März 2023
Frau. Leben. Freiheit

  • Shahrzad Osterer

28. Juli 2022
180 GRAD – Geschichten gegen den Hass

  • Bastian Berbner

Zuletzt aktualisiert am: 19.10.2026