Aktion Zukunft+: Stadt Augsburg gewinnt erstes Unternehmen
Die Stadt Augsburg beteiligt sich an der Aktion Zukunft+: Man erwirbt Zertifikate und kompensiert unvermeidbare CO₂-Emissionen. Fujitsu macht den Anfang. Die Firma unterstützt das Gymnasium bei St. Stephan auf dem Weg zur klimaneutralen Stromversorgung.
Spendenübergabe im Gymnasium bei St. Stephan (von links): Alexander Wolf (Schulleiter), Dominik Sailer (Fujitsu Germany GmbH), OB Dr. Florian Freund, Jürgen Egger (Fsas Technologies GmbH). Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Fujitsu ist das erste Unternehmen, das die Aktion „Zukunft+“ in Augsburg unterstützt. Die Firma hat Zukunft+-Zertifikate erworben. Damit unterstützt sie unter anderem das städtische Pilotprojekt „St. Stephan ZERO – der Weg zur klimaneutralen Schule“.
Das Ziel: Die Stromversorgung des Gymnasiums innerhalb eines Schuljahres zu klimaneutral zu gestalten. Dafür werden derzeit noch rund 56 Tonnen CO2 pro Jahr ausgestoßen. Die Emissionen sollen auf null reduziert werden. Das Gymnasium bei St. Stephan engagiert sich seit Jahren für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Mit dem Pilotprojekt sollen messbare Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität erzielt werden.
OB Dr. Florian Freund: Schnelle Umsetzung der Klimaneutralität ermöglichen
„Ich bin Fujitsu und dem Gymnasium bei St. Stephan sehr dankbar für ihr Engagement im Rahmen der Aktion Zukunft+“, so Oberbürgermeister Dr. Florian Freund. „Wir wollen mit dem Projekt Strukturen schaffen, die eine schnellere Umsetzung der Klimaneutralität in weiteren schulischen Handlungsfeldern ermöglichen. Mittelfristig soll das Vorgehen auch auf andere weiterführende Schulen der Stadt Augsburg übertragen werden.“
Dominik Sailer (Fujitsu): Verantwortung vor Ort übernehmen
Fujitsu ist einer der weltweit führenden Anbieter von IT- und Digitalisierungslösungen. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. „Fujitsus Purpose ist es, eine nachhaltigere Welt zu gestalten und durch Innovation Vertrauen in der Gesellschaft zu schaffen“, erklärt Dominik Sailer, Head of ESG & ISO Compliance bei Fujitsu. „Mit der Aktion Zukunft+ setzen wir diesen Anspruch konkret um: Wir übernehmen Verantwortung vor Ort und unterstützen Klimaschutzprojekte, die sowohl in Augsburg als auch weltweit Wirkung entfalten. Als erstes beteiligtes Unternehmen möchten wir zugleich ein starkes Signal setzen und weitere Unternehmen ermutigen, unserem Beispiel zu folgen.“
Sauberes Trinkwasser für Gemeinden in Eritrea
Neben dem lokalen Projekt beteiligt Fujitsu sich im Rahmen der Aktion Zukunft+ zudem am Projekt „Sauberes Trinkwasser in Eritrea“. Das Projekt schafft nachhaltige Wasserlösungen für Gemeinschaften, die bisher Brennholz zum Abkochen von Wasser verwenden mussten. Hierfür werden emissionsfreie, pumpenbetriebene Bohrlöcher errichtet, bestehende Brunnen instandgesetzt und dauerhaft gewartet. Dadurch wird die Abhängigkeit von Brennholz reduziert. Wälder werden geschont, Gesundheit und Lebensqualität der Menschen vor Ort werden verbessert.
Aktion „Zukunft+“ in Augsburg
Die Aktion Zukunft+ wurde 2023 vom Landratsamt München ins Leben gerufen. Über den Erwerb von Zukunft+-Zertifikaten unterstützen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Organisationen und Kommunen Klimaschutzprojekte regional und weltweit. Projektpartner ist der Landkreis Ebersberg. Umgesetzt wird die Aktion Zukunft+ in den Landkreisen München und Ebersberg in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Energieagentur Ebersberg-München.
Die Stadt Augsburg hat das Konzept im Rahmen von Blue City Augsburg adaptiert und bringt die Aktion Zukunft+ seit 2026 im Stadtgebiet voran. Spenderinnen und Spender entscheiden selbst, welches Projekt unterstützt und so via Crowdfunding in die Umsetzung gebracht wird. Ein Zukunft+-Zertifikat kostet 20 Euro. Es entspricht einer Tonne CO2. Die eigenen Treibhausgas-Emissionen können so ganz oder teilweise ausgeglichen werden. Die Spenden finanzieren zu gleichen Teilen ausgewählte Klimaschutzprojekte in der Region sowie im Globalen Süden. (pm/rs)
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