Kapitel 2: Luftschutz

Bereits im August 1933, also nur fünf Monate nach der „Machtergreifung“ in Augsburg, begann die NS-Stadtverwaltung, die Bevölkerung mit simulierten Luftangriffen auf Krieg vorzubereiten. Luftschutzräume wurden flächendeckend an verschiedenen Stellen des Augsburger Stadtgebiets geplant. Seit 1935 führte man Verdunkelungsübungen durch. 1937 wurde in Augsburg eine Stammbatterie von Flugabwehrkanonen (FLAK) installiert. Ein im selben Jahr verfasster Organisationsplan sollte die Alarmierung sämtlicher Schulen bei Angriffen gewährleisten.

Im gesamten Deutschen Reich richtete man Beobachtungsstationen ein und teilte das Staatsgebiet in so genannte „Luftgaue“ auf. Augsburg zählte zum „Luftgau VII“ (München). Bei der Luftwaffe wurde eine eigene Luftnachrichtentruppe etabliert. Mit Kriegsbeginn am 1. September 1939 protokollierte das Luftschutz-Warnkommando Flugbewegungen über dem deutschen Luftraum. Der Reichsluftschutzbund (RLB) als öffentlicher Verband zur Koordinierung der Luftschutzmaßnahmen war in Augsburg ebenso durch eine Ortsgruppe vertreten.

 

 

 

Zum Vergrößern auf das Bild bitte klicken

 

 

 

 

Zum Vergrößern auf das Bild bitte klicken