Das Gaswerk Augsburg. Foto: Thomas Hosemann

Das Gaswerk

Auf dem Gaswerk-Areal entsteht ein neuer, kreativer und dynamischer Raum für Augsburg, ein den ganzen Stadtteil Oberhausen aufwertendes Kreativquartier. Das Ziel ist, einen belebten und pulsierenden Ort für Künstler, Kreative und Gewerbetreibende zu schaffen. Das Theater Augsburg hat dort seit Januar 2019 eine Interimsspielstätte für die Zeit der Sanierung des Großen Hauses. Künstlerinnen und Künstler erhalten eine dauerhafte Bleibe für ihre Ateliers und Proberäume.

Es ist ein bedeutendes Juwel der Industriegeschichte und ist seit 2019 mit neuem Leben erfüllt: Die Stadtwerke Augsburg (swa) haben ab Herbst 2016 das Gaswerk für seine künftige Nutzung herausgeputzt. Ende 2018 hat das Theater hier seine Interimsstätte bezogen, am 12. Januar 2019 gab es die erste Premiere im Ofenhaus. Im März 2019 haben die ersten Künstler und Bands aus dem Kulturpark West ihre neuen Ateliers und Übungsräume bezogen.

Das ehemalige Ofenhaus ist Interimsstätte der Schauspiel-Sparte und des Ballettes. Hier wurde im ersten Obergeschoss die Brechtbühne installiert. Hinter dem Ofenhaus sind in einem Neubau Werkstätten und Ateliers fürs Theater, aber auch für Künstler entstanden. Wenn das Theater nach der Sanierung zurück an den Kennedy-Platz zieht, soll die Bühne weiterhin als Ort für Aufführungen und Veranstaltungen genutzt werden können.

Kreative und Kunstschaffende werden in vier Gebäuden ihre neue Heimat finden. Auf bis zu 5000 Quadratmetern Fläche entstehen Ateliers, Proberäume und Werkstätten. Die Fläche war eine Vorgabe der Stadt, denn laut Kulturreferent Thomas Weitzel soll niemand, der bislang im KuPa West eingemietet ist, auf der Straße stehen.

Eigentümer des Geländes bleiben die swa. Sie renovieren die Gebäude und unterteilen sie in Einzelräume. Neben den Künstlern werden auch Gastronomie, Kreativwirtschaft, Start-ups und kulturnahe Branchen angesiedelt werden. Grundsätzlich soll das Areal stark bespielt werden, damit es sich zu einem Treffpunkt entwickelt und zur Aufwertung der angrenzenden Stadtteile Oberhausen, Kriegshaber und Bärenkeller beiträgt.

Großes Interesse am Umzug ins Gaswerk

Ein Großteil der bildenden Künstler aus dem Kulturpark (KuPa) West in der ehemaligen Reese-Kaserne und auch weitere Interessierte von der Warteliste haben auf dem Gaswerkgelände in neuen Räumlichkeiten eine neue Heimat gefunden. Ihre Ateliers, unter anderem für Malerei, Bildhauerei, Fotografie oder Konzeptkunst, sind im Sozialgebäude und im Theater-Neubau neben dem Ofenhaus entstanden. In den Östlichen Werkstätten sind Übungsräume für Bands und Musikunterricht entstanden.

Derzeit (Stand Mai 2019) sind noch drei Ateliers frei.

Wöchentliche Sprechstunde

Colin Martzy, Beauftragter für Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Augsburg und die Popkulturbeauftragte Barbara Friedrichs sind verantwortlich für die Unterbringung der Künstler. In einer wöchentlich angebotenen Sprechstunde stehen sie in intensivem Austausch mit den Mieterinnen und Mietern und den Interessierten. Eine Terminvergabe außerhalb der Sprechstunde ist jederzeit möglich.

Wer sich für die Künstler-Räume auf dem Gaswerk-Gelände interessiert, hat die Möglichkeit, sich via Mail an sprechstunde-gaswerk@augsburg.de zu richten. Das Angebot der insgesamt 5000 Quadratmeter bezuschusster Fläche richtet sich vornehmlich an Kreative mit Förderbedarf aus dem Raum Augsburg. Kreative und Agenturen, die Gewerberäume suchen, können sich ebenso melden. Sobald es hierzu Angebote gibt, werden sie von den Stadtwerken kontaktiert

Die Zukunftswerkstatt Gaswerk

Im Juni 2014 hat der Kulturausschuss die „Zukunftswerkstatt Gaswerk“ beschlossen: Die Bürger sollten ihre Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf das Gaswerk-Gelände mitteilen. Diese flossen in die Workshops ein, in die eigentliche Zukunftswerkstatt am 15. November 2014 sowie in den Prozess der Dokumentation und Auswertung.