Erhard-Wunderlich-Sporthalle. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg

Erhard-Wunderlich-Sporthalle – Baudenkmal mit Geschichte

Was der Augsburger schlicht „die Sporthalle“ nennt, steht seit 2003 unter Denkmalschutz: Die „Erhard-Wunderlich-Sporthalle“ (benannt nach dem 2012 verstorbenen früheren Handball-Nationalspieler) war und ist Schauplatz großer und denkwürdiger Sportereignisse. Und nicht nur das: Sogar „Wetten dass ..?“ war hier zu Besuch.

Mit Handball fing alles an

Die Halle am Rand des Wittelsbacher-Parks wurde in den Jahren 1964/65 für rund 3,95 Millionen Mark gebaut. Am 11. Dezember 1965 wurde sie eröffnet und mit dem Handball-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich als „Sporthalle Augsburg“ eingeweiht.

Wenige Jahre später war die Halle olympisch: Im Rahmen der Sommerspiele 1972 wurden sechs Vorrundenspiele des Handball-Turniers in der Sporthalle ausgetragen. Auch das Qualifikationsturnier der Baskeballer zu den Spielen in München fand hier statt.

Für internationales Aufsehen sorgte auch ein Schaukampf von Box-Legende Muhammad Ali. Am 15. Mai 1976 trat er gegen Karl Mildenberger und Jimmy Ellis in den Ring.

„Wetten, dass ..?“ und „Vier gegen Willi“

Ein Millionenpublikum erreichte die Sporthalle am 6. Februar 1982, als Frank Elstner die achte Ausgabe von „Wetten, dass ..?“ aus Augsburg moderierte. Unter den Gästen der Sendungen waren Mireille Mathieu, Senta Berger und: Thomas Gottschalk. Ein gutes Jahr später, am 16. April 1983, war „Wetten, dass ..?“ erneut zu Gast in der Sporthalle. Mit Johnny Cash, Harald Juhnke und Alain Delon war die Sendung wieder prominent besetzt. Es sollte 16 Jahre dauern, bis Europas größte Show wieder an den Lech kam – dann allerdings längst mit Moderator Thomas Gottschalk. Schauplatz war auch nicht mehr die Sporthalle, sondern die Schwabenhalle auf der Messe Augsburg. Auch andere Fernsehformate wie „Vier gegen Willi“ mit Mike Krüger wurden aus der Sporthalle gesendet.

Die Sporthalle verfügt über eine spektakuläre Hängedach-Konstruktion aus Spannbeton. Das Seilträgerhängedach misst einen Durchhang von fünf Metern. Grund genug, dem Bauwerk am 15. Mai 2003 den Status „Denkmal“ zu verleihen.

Nach dem Tod der in Augsburg geborenen, gleichnamigen Handball-Legende erhielt die Halle 2012 den offiziellen Namen „Erhard-Wunderlich-Sporthalle“.

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