Kommunales Energiemanagement

Das Kommunale Energiemanagement (KEM) der Stadt Augsburg ist im Hochbauamt angesiedelt. Es fördert den effizienten Umgang mit Wasser, Strom und Wärme. Augsburg hat eine Vorreiterrolle bei der rationalen Energieverwendung. Gerade von den Kommunen können entscheidende Impulse zur Klimaentlastung, aber auch zur Entlastung der öffentlichen Kassen ausgehen – durch effektive Schritte zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs. Basierend auf exakten Analysen werden Energiesparstrategien entwickelt. Öffentliche Einrichtungen, Schulen und Kindergärten tragen so maßgeblich dazu bei, die Klimaziele der Umweltstadt Augsburg zu erreichen.


Im Rahmen einer Auszeichnungsfeier wurden auch in diesem Jahr wieder die drei besten am Öko-Schulprogramm teilnehmenden Schulen von  Bildungsreferent Hermann Köhler geehrt:

1. Werner-von-Siemens-Mittelschule
2. Heinrich-von-Buz-Realschule
3. Friedrich-Ebert-Grundschule

Zum kompletten Artikel auf dem Bildungsportal der Stadt Augsburg


ÖKOPROFIT Augsburg Schule

Das bereits in der Wirtschaft etablierte ÖKOPROFIT-Projektkonzept (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) wird auf Schulen übertragen und speziell auf deren Bedürfnisse ausgerichtet. Es dient als Ergänzung und Vertiefung der Arbeit des Kommunalen Energiemanagements und der Umweltstation Augsburg. Eingebunden in ein Gruppenprojekt erhalten Schulen in Workshops und Vor-Ort-Terminen Hilfestellung bei der Verbesserung ihres Umwelt- und Klimaschutzes. Die teilnehmenden Schulen werden auch bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter Projekte mit den Schülern unterstützt.

Mit dem Projekt sollen der Umweltschutzgedanke und die Energieeffizienz in den teilnehmenden Schulen verbessert werden. Dies wird durch umweltpädagogische Maßnahmen und durch Maßnahmen zur energetischen Verbesserung der Liegenschaften erreicht. Das ÖKOPROFIT-Projektkonzept wird dabei in das bereits beim Kommunalen Energiemanagement bestehende Öko-Schulprogramm integriert.

 

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit fördert das dreijährige Projekt ÖKOPROFIT Schule mit einem Zuschuss in Höhe von 65 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (Förderkennzeichen: 03KS4446).

 

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Der Träger dieses Projekts ist der Projektträger Jülich.

Das Projekt ÖKOPROFIT Augsburg Schule wurde gemäß Projektgenehmigung am 31.08.2015 nach drei Jahren erfolgreich beendet.

Öko-Schulprogramm zur Energie- und CO2-Einsparung

Das Öko-Schulprogramm ist ein Energieeinsparprogramm für die öffentlichen Schulen der Stadt Augsburg, das vom Kommunalen Energiemanagement der Stadt Augsburg durchgeführt wird. Lehrer, Schüler und Hausmeister sind als wichtige Akteure eingebunden. Bei einer erfolgreichen Teilnahme können die Schulen und Hausmeister pro Jahr eine Prämie erhalten. Das Öko-Schulprogramm bietet den Schulen Unterstützung in den folgenden Bereichen an:

  • Pädagogisches Prämienmodell (finanzielles Anreizmodell)
  • Workshops für Kontaktlehrer gezielte Unterstützung und Förderung von Projekten durch Know-how, Finanzmittel und Geräte (Steckdosenleisten, Schaltuhren, Temperaturwächter etc.)
  • Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Energiedetektiven (zusammen mit den Stadtwerken)
  • Verleih von Energiemesskoffern und dem Energiefahrrad
  • Begehungen und technische Untersuchungen mit Einbeziehung von Nutzerverhalten und technisch-baulichen Vorrausetzungen 

Energiekonzepte

  1. Das Kommunale Energiemanagement (KEM) vergibt seit einigen Jahren Energiestudien an bestehenden städtischen Gebäuden. Seit 2011 wurden drei umfassende Machbarkeitsstudien zu energetischen und wirtschaftlichen Untersuchungen an Augsburger Schulen erstellt. An den drei Gebäuden werden exemplarisch jeweils in einem Mehrstufenmodell die Machbarkeit einer energetischen Sanierung nach gültiger EnEV bzw. bei Passivhaussanierung aufgezeigt. Zusätzlich zu diesen Untersuchungen wurden die Kosten für eine brandschutztechnisch/schallschutztechnische Sanierung und weiteren dringend notwendigen Maßnahmen erfasst. So erhält man einen Überblick über eine nahezu Generalsanierung des Gebäudes. Diese Kosten wurden Neubaukosten gegenüber gestellt.Diese umfangreichen Untersuchungen wurden in Erwartung zusätzlicher Fördergelder der Bundesregierung in Auftrag gegeben. Die Planungen sollten soweit vorbereitet werden, dass kurzfristige Antragstellungen mit hoher Kostensicherheit möglich sind, damit potentielle Förderprogramme durch die Stadt maximal ausgeschöpft werden können.   Alle drei Machbarkeitsstudien wurden bereits im Bauausschuss der Stadtverwaltung und im Schulverwaltungsamt vorgestellt.
  2. Alle Schul-Studien wurden gefördert aus dem Programm „Rationelle Energiegewinnung und -verwendung” des Bayerischen Wirtschaftsministeriums in Form eines 50-prozentigen Zuschusses. Fördergeber ist das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

     

  3. Das KEM hat 2014 eine weitere Energiestudie beauftragt und fertig gestellt. Das Thema: „Machbarkeitsstudie zur energetischen Sanierung der Heizungs- und Lüftungsanlage des Stadtmarktes der Stadt Augsburg“. Vorrangigstes Ziel hierbei war die Substitution der maroden Dampfkesselanlage mit dem Ziel des Anschlusses an das bestehende Fernwärmenetz, das zu einem Großteil mit der Einspeisung regenerativer Energien betrieben wird. Hierbei wurden die Aspekte der wirtschaftlichen Vertretbarkeit und der Vorbildwirkung der Stadt hinsichtlich Energieeffizienz berücksichtigt.
    Die Machbarkeitsstudie wurde durch die Bayerische Staatsregierung über das Programm „Programm zur Förderung innovativer Energietechnologien und der Energieeffizienz (BAYINVENT) mit einem Zuschuss gefördert.
    Förderbescheid: Nr.: 0705/68675/94/14
     
    Auf der Grundlage dieser Studie wurde 2015 diese Maßnahme erfolgreich umgesetzt: Die Dampfkesselanlage wurde demontiert und alle Liegenschaften an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Die Kosten betrugen ca. 425.000,- €

Energieberichte

Im Energiebericht 2016 findet man Energie- und Wasserverbräuche von 182 städtischen Nichtwohngebäuden. Er legt gleichzeitig Rechenschaft über die vom Kommunalen Energiemanagement in den letzten beiden Jahren geleistete Arbeit ab. Da rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf den Gebäudesektor entfallen, ist energetisches Sanieren und energieeffizientes Bauen ein zentraler Ansatzpunkt für eine erfolgreiche Energiewende.

Die Kommunen und damit auch ihr Kommunales Energiemanagement spielen eine maßgebliche Rolle bei der energiepolitischen Zielsetzung der Bundesrepublik, bis zum Jahr 2050 die Energieversorgung nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien zu realisieren. Somit kommt der Stadt Augsburg mit ihrem Gebäudebestand eine Vorbildfunktion gegenüber der Bürgerschaft und der Privatwirtschaft zu. Der Energiebericht 2016 zeigt Maßnahmen und Erfolge, die zu einem verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit Energieressourcen führen. Die Grundlage des vorliegenden Berichtes bilden die gebäudeartenbezogenen Verbrauchs- und Kostenergebnisse der Jahre 2014 und 2015.

Förderprojekte

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Das KEM hat für zahlreiche Projekte über das Bundesumweltministerium (BMUB) Förderanträge gestellt und Zuwendungsbescheide erhalten:

  • Sanierung der Innenbeleuchtung in der Wittelsbacher VS
    Die veraltete energieintensive Beleuchtung bestehend aus Leuchtstoffröhren mit VVG Vorschaltgeräten soll durch eine LED-Beleuchtung mit Steuerung ersetzt werden. Es werden LED Anbauleuchten mit Lichtsteuerung eingesetzt, die Flure erhalten Bewegungsmelder.
    Förderkennzeichen: 03K01971
    Laufzeit des Projektes: Januar 2016 bis Dezember 2016
     
  • Sanierung der Innenbeleuchtung RWS/FOS/BOS Flure und Treppenhaus im MB2
    Die Beleuchtungsanlage in den großen Flur- und Treppenhausbereichen aus dem Jahr 1975 ist sehr energieintensiv und ohne Regelung. Im Rahmen einer Gesamtmaßnahme an der Schule soll die veraltete Beleuchtung erneuert werden. Die Leuchtstoffröhren mit VVG Vorschaltgeräten sollen durch abgependelte LED-Leuchten mit Tageslicht- bzw. Tageslicht- und Präsenzsteuerung ersetzt werden.
    Förderkennzeichen: 03K02022
    Laufzeit des Projektes: März 2016 bis Dezember 2017
  • Erneuerung der Flurbeleuchtung der Bebo Wager Berufsschule Haunstetten
    Die Beleuchtungsanlage in den großen Flur- und Treppenhausbereichen aus den Entstehungsjahren 1967 ff ist sehr energieintensiv und ohne Regelung. Im Rahmen der verschiedenen Maßnahmen im Bereich der Brandschutzsanierung an der Schule in den kommenden Jahren soll die veraltete Beleuchtung erneuert werden. Die Leuchtstoffröhren mit KVG Vorschaltgeräten sollen durch energiesparende LED-Leuchten mit Präsenzsteuerung ersetzt werden.
    Förderkennzeichen: 03K03828
    Laufzeit des Projektes: März 2017 bis August 2019
     
  • Sanierung der Hallenbeleuchtung in der Eislaufhalle Haunstetten
    Die Beleuchtungsanlage der Eishalle Haunstetten besteht momentan aus 63 St. Halogen- Metalldampflampen mit einer hohen Anschlussleistung von jeweils 460 W. Diese sollen durch 54 St. energiesparende LED- Leuchten mit jeweils 227 W ersetzt werden, um die Energiekosten des Gebäudes drastisch zu senken und CO2 einzusparen.
    Förderkennzeichen: 03K03236
    Laufzeit des Projektes: Januar 2017 bis Dezember 2017
     
  • Sanierung der Innenbeleuchtung der Fröbel Volksschule
    Die veraltete energieintensive Beleuchtung in den Klassenzimmern wird durch energiesparende LED Beleuchtung mit Lichtsteuerung ersetzt.
    Förderkennzeichen: 03K05698
    Laufzeit des Projektes: Juni 2017 bis Mai 2018
     
  • Sanierung der Innenbeleuchtung in der Heinrich-Von-Buz Realschule
    Die veraltete energieintensive Beleuchtung in den Klassenzimmern wird durch energiesparende LED Beleuchtung mit Lichtsteuerung ersetzt.
    Förderkennzeichen: 03K05699
    Laufzeit des Projektes: Juli 2017 bis Juni 2018
     
  • Austausch ineffizienter Küchengeräte in 7 Augsburger Schulen
    In einigen Augsburger Schulen sind die Elektrogeräte in den Schulküchen sehr veraltet und ineffizient. Es sollen moderne stromsparende Elektrogeräte angeschafft werden, die der jeweils höchsten Energieeffizienzklasse entsprechen.
    Förderkennzeichen: 03K06677
    Laufzeit des Projektes: September 2017 bis August 2018

Alle Projekte werden gefördert vom BMUB. www.klimaschutz.de

Der Träger dieser Projekte ist der Projektträger Jülich.

 

Weitere Projekte/Berichte

Im Bericht über LED-Förderprojekte der Stadt Augsburg werden die Maßnahmen erläutert, die das Kommunale Energiemanagement in den Jahren 2013 – 2014  angestoßen und durchgeführt hat. Die drei Förderprojekte sind detailliert beschrieben und die erreichten Einsparungen wurden aufgezeigt.

Da das Förderprogramm des BMUB auch in den nächsten beiden Jahren weiterläuft wird das KEM bei Projekten der Stadt Augsburg im Bereich Erneuerung ineffizienten Beleuchtung mögliche Förderanträge stellen.

Richtlinien für Planungen der technischen Gewerke

Insbesondere im Zeitalter der Energiewende kommt den Kommunen eine maßgebliche Rolle bei der energiepolitischen Zielsetzung der Bundesregierung zu, bis zum Jahre 2050 die Energieversorgung nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien zu realisieren. Ein wichtiger Schritt dabei ist es, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken und damit gleichzeitig zur Entlastung der öffentlichen Kassen beizutragen. Weil das HBA/KEM verantwortlich ist für den effizienten Umgang mit Wasser, Strom und Wärme hat es diese Planungsvorgaben für technische Gewerke erarbeitet. Die mit den Planungsvorgaben erfassten Ziele sind:

  • Optimierung der Investitions- und Betriebskosten
  • Minimierung der Energie- und Wasserverbräuche
  • Förderung des Einsatzes von erneuerbarer Energien
  • Funktionalität für den Nutzer
+ -