Lebensmittelbelehrung. Quelle: iStockphoto

Lebensmittelbelehrung nach Infektionsschutzgesetz

Wer beruflich mit Lebensmitteln zu tun hat, braucht – nach Infektionsschutzgesetz § 43 – vor Antritt seiner Tätigkeit eine Belehrung durch das Gesundheitsamt. Zudem ist der Arbeitgeber verpflichtet nach Aufnahme der Tätigkeit und im Weiteren alle zwei Jahre eine Belehrungen durchzuführen. Die Teilnahme muss dokumentiert werden und die Bescheinigung aufbewahrt werden. Liegt vor Antritt der Tätigkeit eine Bescheinigung vor, darf diese nicht älter als drei Monate sein.

Anmeldung zur Lebensmittelbelehrung

Das Gesunheitsamt belehrt Antragstellende, die im Stadtgebiet Augsburg leben oder arbeiten. Wer eine Lebensmittelbelehrung braucht, kann sich online oder persönlich im Gesundheitsamt anmelden. Erst wenn die Anmeldung beim Gesundheitsamt vorliegt, kann der Belehrungstermin vereinbart werden. Dies ist online, persönlich im Gesundheitsamt oder telefonisch möglich:

  • Telefonische Anmeldung unter 0821 324-2064 oder -2070 
  • Online-Anmeldung: Bitte verwenden Sie das Online-Formular. Bitte bringen Sie zum Belehrungstermin Ihren Personalausweis oder ein anderes Ausweisdokument mit und die anfallende Gebühr von 14 Euro.
  • Persönliche Anmeldung: Persönlich können Sie sich zu den Öffnungszeiten des Gesundheitsamts (siehe rechte Spalte) in der Karmelitengasse 11 anmelden, indem Sie das dort erhältliche Formular ausfüllen. Bitte halten Sie Ihren Personalausweis sowie die anfallende Gebühr von 14 Euro bereit.

Bitte beachten:

  • Nur vollständig ausgefüllte Formulare können berücksichtigt werden.
  • Minderjährige benötigen die schriftliche Erklärung eines Erziehungsberechtigten: Vordruck. Die Erziehungsberechtigten müssen dieses Merkblatt gelesen haben.

Die Belehrungen finden mindestens einmal pro Woche statt und dauern circa 60 bis 90 Minuten.

Gebühren: Für die Bescheinigung nach § 43 IfSG fällt eine Gebühr von 14 Euro an. Diese kann bar oder per EC-Karte vor Ort beglichen werden. Um den Zeitaufwand für Sie am Belehrungstag gering zu halten, empfehlen wir, die Gebühr bereits im Voraus an einem Tag vor dem Belehrungstermin zu bezahlen. Andernfalls erfolgt dies im Anschluss an die Belehrung und kann so zu zeitlichen Verzögerungen führen.

Unabhängig von der Belehrung nach § 43 IfSG können je nach Tätigkeit auch Hygieneschulungen nach der Lebensmittel-Hygieneverordnung (LMHV) und Schulungen über betriebliche Eigenkontrollen (HACCP) erforderlich sein. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an die zuständige Lebensmittelüberwachung.

Sie hatten schon einmal eine Belehrung nach § 43 IfSG (ab 2001) oder ein Gesundheitszeugnis § 17 BSeuchG (1980–2001)? In diesem Fall können Sie sich für Informationen gerne telefonisch oder persönlich an uns wenden.

Was früher Gesundheitszeugnis war, heißt heute Lebensmittelbelehrung

Viele sprechen auch heute noch vom Gesundheitszeugnis, wenn sie die Lebensmittelbelehrung meinen. 2001 hat die Lebensmittelbelehrung das Gesundheitszeugnis abgelöst. Die bis zum 31. Dezember 2000 ausgestellten Gesundheitszeugnisse behalten ihre Gültigkeit und ersetzen die Erstbelehrung. Auch hier liegt die Pflicht beim Arbeitgeber: Folgebelehrungen müssen wahrgenommen werden.

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