Freilichtbühne – Sanierung nötig
Die Freilichtbühne Augsburg zählt zu den größten Open-Air-Bühnen Süddeutschlands und existiert seit 1928. Wegen baulicher Mängel ist ein sicherer Spielbetrieb auf der Freilichtbühne Augsburg nicht mehr möglich.
Ausschreibung für Zusatztermine am 15. und 16. August auf dem Gaswerk-Areal gestartet
Für die beiden freien Konzertabende am 15. und 16. August 2026 steht ab sofort eine offene Ausschreibung zur Verfügung.
Gaswerk Ausschreibung Programm 2026Die Tribüne und die Techniktürme der Freilichtbühne Augsburg sind nicht mehr standsicher. Eine Übergangslösung für 2026 wurde geprüft, war aber nicht umsetzbar. Weil Sicherheit Vorrang hat, kann die Freilichtbühne nicht mehr bespielt werden.
Eine Ersatzspielstätte wurde bereits gefunden: Einige Konzerte und das Musical Spamalot finden 2026 auf dem Gaswerk-Areal statt.
- Tickets für verlegte Stadtsommer-Konzerte 2026 behalten ihre Gültigkeit. Weitere Infos zu den Freilichtbühnen-Tickets und -Konzerten finden Sie hier.
- Bereits verkaufte Tickets für das Musical des Staatstheaters werden rückerstattet. Der Vorverkauf für die Tickets auf dem Gaswerk-Areal soll im März starten. Weitere Infos zu Rückerstattung und Vorverkauf zu Spamalot finden Sie hier.
- Die Stadt hat den Runden Tisch „Eine Stadt, viele Freilichtbühnen“ initiiert. Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Kultur- und Veranstaltungsbereich sollen Angebote gebündelt sowie Perspektiven und Übergangslösungen entwickelt werden.
Inhalt
Allgemeine Informationen zur Freilichtbühne
Die Freilichtbühne gehört der Stadt Augsburg und bietet über 2.100 Plätze in einer einzigartigen Kulisse – direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer und den Wallanlagen am Roten Tor.
Die Bühne wird vor allem vom Staatstheater Augsburg bespielt. Zusätzlich ist sie fester Bestandteil des Augsburger Stadtsommers, der jedes Jahr nationale und internationale Acts auf die Bühne bringt. Dazu zählen Opern- und Musicalproduktionen, Konzertreihen und Sonderveranstaltungen.
Auch gastierende Kulturveranstaltungen und Konzerte finden regelmäßig statt – von großen Open-Air-Konzerten bis hin zu Einzelprojekten lokaler und überregionaler Kulturpartner.
Die Freilichtbühne gehört der Stadt Augsburg und bietet über 2.100 Plätze in einer einzigartigen historischen Kulisse – direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer und den Wallanlagen am Roten Tor. Die Bühne steht für Kultur unter freiem Himmel – mit besonderer Atmosphäre, großem Ensemble und eindrucksvollem Bühnenbau. Seit mehr als 80 Jahren spielt das Staatstheater Augsburg hier jeden Sommer von Mitte Juni bis Ende Juli Opern, Musicals, Konzerte und weitere Inszenierungen.
Informationen zur Sperrung & Sanierung der Freilichtbühne
Die Freilichtbühne wird seit fast 100 Jahren bespielt. Die komplette Bühnenkonstruktion ist marode und muss aus statischen Gründen erneuert werden. Auch der Untergrund muss verdichtet und die Entwässerung des gesamten Areals muss neu gebaut werden. Dies wurde bereits 2025 festgestellt und entsprechende Mittel im Haushalt bewilligt. Die Sanierung sollte eigentlich 2027 starten.
Im November 2025 wurde bei einer routinemäßigen Bauwerksuntersuchungen der Tribüne, die sich auch insbesondere mit der Statik auseinandergesetzt hat, weitere Schäden bei der dortigen Tragwerksstruktur festgestellt. So müssen mehr als die Hälfte der Balken unter der Tribüne saniert und teilweise komplett ausgetauscht werden. Dazu kommen Schäden an den Techniktürmen, die deren Standsicherheit beeinträchtigt.
Eine vorübergehende Notabstützung zur Ermöglichung einer Spielzeit 2026 wurde durch ein externes Statik-Büro und die Bauverwaltung untersucht. Leider konnte keine Lösung gefunden werden, die innerhalb der vorgegebenen Fristen realisierbar wäre. Ein sicherer Betrieb kann deshalb nicht mehr gewährleistet werden. Die Freilichtbühne muss vorübergehend schließen.
Die erste Fassung des Gutachtens liegt der Verwaltung seit Anfang Dezember vor. Im Anschluss wurde das Gutachten aufgrund weiterer Erkenntnisse fortgeschrieben und durch einen externen Prüfstatiker verifiziert (Vier-Augen-Prinzip). Im Weiteren wurde die Möglichkeit von kurzfristig umsetzbaren Ertüchtigungen geprüft, die die Spielzeit 2026 ermöglichen könnten. Das abschließende Gesamtergebnis aus Erstgutachten, zweiter Meinung sowie zu möglichen Ertüchtigungen wurde am 16. Januar stadtintern besprochen und als Ergebnis die Notwendigkeit der Schließung der Tribüne festgestellt.
Auch interimsweise Notmaßnahmen zur Ermöglichung einer Spielzeit 2026 wurden durch das IB MAX STREICHER und das Hochbauamt geprüft. Es konnte aber keine Lösung gefunden werden, die zeitlich innerhalb der durch den Spielplan vorgegebenen Fristen verlässlich realisierbar ist. Auch wirtschaftlich konnte keine Lösung einen verhältnismäßigen Mitteleinsatz darstellen.
Der Projektauftrag zur Voruntersuchung der Tribüne wurde im Nachgang zur Freilichtbühnensaison im Oktober 2025 durch das Referat 5 erteilt. Im Dezember 2025 lag das Schadensbild vor. Daraufhin wurden kurzfristig Abhilfemaßnahmen untersucht. Am 16. Januar 2026 wurde aufgrund des Schadenbilds sowie dem Fehlen geeigneter Notfallmaßnahmen eine Durchführung der Saison 2026 auf der Freilichtbühne ausgeschlossen.
Bei den bisherigen Prüfungen im Jahr 2009 und Jahr 2020 war der Nachweis der Tragsicherheit der Tribüne jeweils gegeben. Insofern wurde auch bei Veranlassung der diesjährigen Prüfung erwartet, dass die Tragfähigkeit bis zur geplanten Sanierung ab dem Jahr 2029 noch nachgewiesen werden bzw. mit kleineren Maßnahmen aufrechterhalten werden kann. Bei der nunmehr durchgeführten Prüfung war aber insbesondere die rechnerische Nachweisführung bei rund 20% der Tragbalken nicht mehr möglich, sodass die Freilichtbühne früher als geplant saniert werden muss.
Derzeit kann noch keine belastbare Aussage getroffen werden. Es soll nun ein Sanierungskonzept erstellt werden, auf dessen Grundlage der Kostenrahmen definiert werden kann.
Erst im Rahmen eines Sanierungskonzepts für das Gesamtareal können mögliche Kosten und Zeiträume verlässlich genannt werden.
Aus den Mitteln, die für die Sanierung der Bühne eingestellt wurden, soll zeitnah ein Sanierungskonzept für das Gesamtareal erarbeitet werden. Ausgehend davon sind die Beschlüsse in den entsprechenden Gremien einzuholen und die nötigen Gelder für die nächsten Haushalte einzustellen.
Nein. Das Ergebnis der Prüfung von 2020 hat die Notwendigkeit von Instandsetzungsmaßnahmen innerhalb von 5 Jahren festgestellt. Als Grundlage für die Planung der Maßnahmen an der Tribüne wurde diese im Jahr 2025 erneut untersucht. Das Ergebnis kann die Tragfähigkeit der Anlage nicht mehr bestätigen. Damit ist nunmehr aus Sicherheitsgründen die Schließung erforderlich.
Nein. Die Freilichtbühne ist baulich zwar herausfordernd, aber bei weitem nicht so komplex wie das Projekt Generalsanierung und Neubau Staatstheater Augsburg.
Bisher gehen wir von einer abschnittweisen Sanierung der bestehenden Anlage aus. Dabei werden auch selbstverständlich notwenige schalltechnische Untersuchungen sowie ggf. erforderliche Verbesserungen vorgenommen.
Nein, sowohl die Sommerkonzerte als auch die Termine vom Staatstheater werden auf dem Gaswerk-Areal, welches als Ersatzspielstätte fungiert, stattfinden
Tickets Staatstheater Musical Spamalot
Sämtliche für die Freilichtbühnensaison 2026 verkauften Tickets werden vom Staatstheater storniert und automatisch rückerstattet. Innerhalb von 30 Tagen bekommen alle Kunden, die bereits ein Ticket besitzen, ihr Geld zurück, ohne dass sie etwas dafür veranlassen müssen – dies gilt für die Zahlung mit PayPal, Mastercard oder Bankeinzug. Kunden, die bar gezahlt haben, werden gebeten, sich wegen der Rückerstattung über die E-Mail-Adresse tickets@staatstheater-augsburg.de an den Besucherservice zu wenden.
Der Vorverkaufsstart für Spamalot auf dem Gaswerk-Areal wird so schnell wie möglich bekannt gegeben und soll im März erfolgen. Wer ein Ticket für die Freilichtbühne besitzt, erhält für die Vorstellungen auf dem Gaswerk-Areal ein einwöchiges Vorkaufsrecht und wird über den Beginn dieses exklusiven Vorverkaufs rechtzeitig per Informationsmail benachrichtigt.
Die Aufführung der Oper Turandot muss leider entfallen.
Spamalot & Turandot: Weitere Informationen vom Staatstheater Augsburg.
Tickets Freilichtbühnen-Konzerte Stadtsommer
Antworten auf die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Verlegung der Stadtsommer-Konzerte ans Gaswerk finden Sie unter Augsburger Stadtsommer | Freilichtbühne goes Gaswerk.
Informationen zur Ersatzspielstätte Gaswerk-Areal
Die Sitzplätze für das Publikum werden sich auf dem Gaswerk-Areal baulich ändern. Es wird keine vollständige Tribüne wie auf der Freilichtbühne geben. Es entsteht eine eben bebaute, vollständig bestuhlte Fläche, die dennoch eine gute Sicht für alle Besucherinnen und Besucher ermöglicht.
Nein, auf dem Gaswerk-Areal wird keine Tribüne wie an der Freilichtbühne aufgebaut. Es handelt sich um eine ebene, bestuhlte Fläche, die dennoch eine gute Sicht für alle Besucherinnen und Besucher ermöglicht.
Ob es Stehplätze gibt, hängt vom jeweiligen Konzert ab. Der endgültige Sitzplan wird bis 15. März 2026 veröffentlicht. Dann ist auch klar, ob es Stehplätze geben kann.
Ja – sofern das jeweilige Konzert nicht ausverkauft ist. Der Ticketverkauf wird wieder aktiviert, sobald der neue Saalplan online ist – ab 15. März 2026.
Der Verkauf startet wieder, sobald der neue Sitzplan freigeschaltet ist: ab 15. März 2026.
Das Gaswerk-Areal ist gut erreichbar mit ÖPNV, Fahrrad, und Auto.
Adresse:
Am Alten Gaswerk 1
86156 Augsburg
Nein, die Konzerttickets beinhalten keine ÖPNV-Nutzung.
Ja. Das Parkhaus auf dem Gaswerk-Areal ist geöffnet.
Ja. Es gibt Getränke- und Gastronomiestände. Bitte beachten Sie: Mitgebrachte Speisen und Getränke dürfen nicht wie an der Freilichtbühne mit auf das Veranstaltungsgelände genommen werden.
Ja. Das Gaswerk-Areal verfügt über barrierefreie Wege, Zugänge und WC‑Anlagen.
Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie hier: https://staatstheater-augsburg.de/inklusion_zugang
Stadt initiiert Runden Tisch: „Eine Stadt, viele Freilichtbühnen“
Die Stadt setzt dabei auf neue Perspektiven und Angebote für die Sommer-Kultur. Der Runde Tisch will diese Bereitschaft bündeln und gemeinsam weiterentwickeln. Es sollen neue Spielstätten geprüft und kreative Übergangslösungen ermöglicht werden.
„Die Schließung der Freilichtbühne braucht jetzt kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander“, betont die OB. „Jetzt besteht die Chance, Sommer-Kultur dezentral an überraschende Orte zu bringen und unserer Stadt einen frischen Impuls zu geben“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber.
Stand: 09. Februar 2026