Blick ins Mozarthaus. Quelle: Regio Augsburg Tourismus GmbH

Mozarthaus schließt – und öffnet mit neuem Ausstellungs-Konzept

Der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart wurde in dem Haus in der Frauentorstraße geboren. Quelle: S.Kerpf/Stadt Augsburg
Der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart wurde in dem Haus in der Frauentorstraße geboren. Quelle: S.Kerpf/Stadt Augsburg

Seit 1. Oktober ist das Mozarthaus geschlossen. Wiedereröffnet wird es im Herbst des Mozartjahrs 2019 mit einer neu gestalteten Dauerausstellung. Sie stellt das Leben von Mozarts Vater Leopold mit Interaktion und Musikvermittlung in den Mittelpunkt – pünktlich zu dessen 300. Geburtstag.

Neues, zeitgemäßes Museums-Konzept 

Die Neukonzeption der Dauerausstellung im Mozarthaus legt den Fokus zukünftig stärker auf Leopold Mozarts Leben mit all seinen Schattierungen. Diese bilden dann die Grundlage der Themen, die im Museum vertieft werden. 

Kultureferent Thomas Weitzel: „Das Haus soll dazu einladen, einen der bedeutendsten Söhne der Stadt kennenzulernen. Gleichzeitig soll bei der Neugestaltung ein Augenmerk auf interaktive Ansätze und die Musikvermittlung gelegt werden, damit auch für jüngere Zielgruppen ein ansprechendes Museumserlebnis garantiert ist.“  

Zuletzt wurde das Mozarthaus im Jahr 2005 anlässlich des damaligen Jubiläums neugestaltet. Nach Ansicht der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern gelingt aus heutiger Sicht die Vermittlung der Kernaussagen und die Darstellung der Person Leopold Mozarts nicht vollumfänglich.

Der Kulturauschuss hat sich bereits Anfang des Jahres für eine Neugestaltung der Daueraustellung anstelle einer zeitlich begrenzten Sonderschau entschieden. Dies sei aus museumsfachlicher Sicht und im Sinne einer nachhaltigen Verwendung sinnvoll, so Weitzel weiter.

Finanzielle Unterstützung durch Drittmittel

Auf die Stadt Augsburg entfällt für die Neugestaltung der Ausstellung inklusive der Sanierung sämtlicher Räume des Hauses ein geplanter Betrag in Höhe von 300.000 Euro. Drittmittel in Höhe von 264.000 Euro werden von der Landesstelle für die nicht staatlichen Museen in Bayern sowie von bereits zugesagten Spendern und Sponsoren erwartet.