Bildung und Teilhabe

Seit 01.07.2013 ist das Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung (Sachgebiet 3.3) für die Bearbeitung von Anträgen auf Leistungen für Bildung und Teilhabe auch für den Rechtskreis SGB II (Arbeitslosengeld II/Sozialgeld) zuständig. Das Jobcenter Augsburg-Stadt ist also seit 01.07.2013 nicht mehr für die Bewilligung von Leistungen für Bildung und Teilhabe (mit Ausnahme der Leistung „Persönlicher Schulbedarf“) zuständig. Die Leistung "Persönlicher Schulbedarf" wird im Bereich SGB II weiterhin vom Jobcenter ausbezahlt.

Ausflüge

Im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe werden die Kosten für eintägige Tagesausflüge und mehrtägige Klassenfahrten (z.B. Schullandheim) übernommen. Aber auch Tagesausflüge bzw. mehrtägige Fahrten von Kindertageseinrichtungen werden von dieser Leistung erfasst.

Erfahren Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Beantragung dieser Leistung:

Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge auf Übernahme der Kosten für Tagesausflüge und mehrtägige Klassenfahrten können Emfpänger von Sozialleistungen (sogenannte Grundleistung) für Ihre Kinder stellen:

Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung
Metzgplatz 1
86150 Augsburg

Wo erhalte ich die Antragsformulare?
Antragsformulare liegen in den oben aufgelisteten Behörden auf. Sie können die Antragsformulare auch hier downloaden.

Wer erhält die Leistung?
Schüler und Schülerinnen an allgemeinen oder berufsbildenden Schulen bis zu einem Höchstalter von 25 Jahren. Erhält Ihr Kind jedoch eine Ausbildungsvergütung (beispielsweise als Azubi) und besucht eine Berufsschule, können die Kosten jedoch nicht übernommen werden.

Was wird übernommen?
Es werden grundsätzlich alle anfallenden Kosten in tatsächlicher Höhe übernommen. Davon ausgenommen sind Zusatzleistungen wie z.B. Taschengeld.

Wie werden die Kosten übernommen?
Dass ein Tagesausflug oder eine mehrtägige Klassenfahrt stattfinden wird, erfahren die Schüler bzw. Erziehungsberechtigten zumeist mehrere Wochen vor der Fahrt. Wichtig ist nämlich, dass der Antrag vor der Fahrt gestellt wird und das die Kosten noch nicht gezahlt wurden. Anders: zahlen die Erziehungsberechtigten die Kosten für den Tagesauflug oder die mehrtägige Klassenfahrt vor der Antragstellung, können die Kosten grundsätzlich nicht im Nachhinein erstattet werden. Um auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt sich die Antragstellung deshalb unabhängig davon, ob bereits ein konkreter Ausflug geplant ist oder nicht.
Die Kosten werden in Form eines Gutscheins übernommen. Wenn der Antrag rechtzeitig gestellt wurde und die Voraussetzungen vorliegen, erhalten die Antragsteller einen Gutschein. Dieser ist genauso lange gültig wie die Grundleistung gilt.

Beispiel:
Der Wohngeldbescheid ist gültig vom 01.08.2013 bis 31.07.2014. Wenn ein Antrag auf Übernahme der Kosten für einen Tagesauflug oder eine mehrtägige Klassenfahrt gestellt wird und die Voraussetzungen vorliegen, gilt der Gutschein längstens bis 31.07.2014.

Der Gutschein ist der Lehrkraft bzw. der Kindertageseinrichtung auszuhändigen. Dieser soll auch dort verbleiben. Besucht Ihr Kind eine Schule und gleichzeitig eine Kindertageseinrichtung (z.B. einen Hort) reicht es aus, den Originalgutschein einer Stelle zu zeigen. Diese kann sich diesen kopieren und vermerkt, dass der Originalgutschein vorgelegt wurde.

Dem Gutschein liegt ein Abrechnungsbogen bei. Dieser ist, genau wie der Gutschein, für einen festen Zeitraum gültig. Alle in diesem Zeitraum anfallenden Tagesausflüge und mehrtägigen Fahrten werden übernommen. Die Schule oder die Kindertageseinrichtung rechnet direkt mit der Behörde ab.

Dies bedeutet, dass die Leistung nicht an die Antragsteller gezahlt sondern von der Behörde direkt an die Schule oder Kindertageseinrichtung überwiesen wird.

Was ist sonst zu beachten?
Für jedes Kind muss jeweils ein Antrag gestellt werden.
Bitte legen Sie Ihrem Antrag immer eine Kopie des Grundleistungsbescheides bei. Sollten Sie noch keinen Grundleistungsbescheid (z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag) erhalten haben (z.B. da Sie die Grundleistung erst beantragt haben), reichen Sie den Grundleistungsbescheid (Bewilligung oder Ablehnung der Grundleistung) unverzüglich nach Erhalt nach.
Sie können also den Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe auch stellen, bevor Sie einen Grundleistungsbescheid erhalten haben.
Der Gutschein gilt grundsätzlich rückwirkend zum Monatsersten. Haben Sie z.B. den Antrag am 29.09. gestellt, gilt der Anspruch ab 01.09.
Sollte die Grundleistung enden, Sie jedoch einen Weitergewährungsantrag gestellt haben, sind Sie weiterhin leistungsberechtigt, wenn Sie einen neuen Grundleistungsbescheid erhalten. Sie müssen dann erneut einen Antrag ausfüllen und vorlegen.

Es werden keine Leistungen direkt an die Antragsteller ausbezahlt. Bereits gezahlte Kosten können grundsätzlich nicht erstattet werden. Sollten Sie den Gutschein verlieren, kann ein neuer Gutschein ausgestellt werden.

Bei Fragen verwenden Sie bitte das Kontaktformular ganz unten auf dieser Seite.

Schülerbeförderung

Im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe werden die Kosten für die Schülerbeförderung (Fahrkarte) in bestimmten Fällen übernommen.
Erfahren Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Beantragung dieser Leistung:

Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge auf Übernahme der Schülerbeförderungskosten können Emfpänger von Sozialleistungen (sogenannte Grundleistung) für Ihre Kinder stellen:

Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung
Metzgplatz 1
86150 Augsburg

Wo erhalte ich die Antragsformulare?
Antragsformulare liegen in den oben aufgelisteten Behörden auf. Sie können die Antragsformulare auch hier downloaden.

Wer erhält die Leistung?
Schüler und Schülerinnen an allgemeinen oder berufsbildenden Schulen bis zu einem Höchstalter von 25 Jahren. Erhält Ihr Kind jedoch eine Ausbildungsvergütung (beispielsweise als Azubi) und besucht eine Berufsschule, können die Kosten jedoch nicht übernommen werden.

Für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich der 10. Klasse besteht nach bayerischem Landesrecht grundsätzlich Schulwegskostenfreiheit. Sollte Ihr Kind also der Schulpflicht unterliegen, haben Sie Anspruch auf Schulwegskostenfreiheit, sofern die landesgesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Auch Schülerinnen und Schüler ab der 11. Klasse haben unter Umständen Anspruch auf Schulwegskostenfreiheit. Dies ist z.B. bei Leistungsempfängern von Arbeitslosengeld II bzw.  Sozialhilfe oder bei Bezug von Kindergeld für drei oder mehr Kinder der Fall. Auskünfte und Anträge hierzu erhalten Sie beim Schulverwaltungsamt der Stadt Augsburg bzw. können dort gestellt werden.

Dies bedeutet, dass ein Anspruch auf Schülerbeförderung im Rahmen der Bildung und Teilnahme grundsätzlich nur für Schülerinnen und Schüler ab der 11. Klasse und nur bei Bezug von Wohngeld und/oder Kinderzuschlag besteht.

Was wird übernommen?
Es wird ein Fahrtkostenzuschuss gewährt. Wichtig ist, dass der Bedarf nur dann berücksichtigt werden kann, wenn für den Weg zur Schule auch tatsächlich ein öffentliches Verkehrsmittel (z.B. Straßenbahn, Bus) genutzt wird.
Ermittelt werden die tatsächlich günstigsten Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur nächstgelegenen Schule des gewählten Bildungsganges.
Sollte Ihr Kind also freiwillig eine weiter entferntere Schule als die nächstgelgene besuchen, kann der Zuschuss grundsätzlich nicht gewährt werden.

Da das Schülerticket nicht nur zu Unterrichtszeiten sondern auch privat genutzt werden kann, wird dieser um einen Eigenanteil (je nach Alter des Kindes unterschiedlich hoch) gemindert.

Wie werden die Kosten übernommen?
Dem Antrag auf Übernahme der Schülerbeförderungskosten ist ein Bescheid des Schulverwaltungsamtes beizulegen, aus dem hervor geht, dass Ihr Kind keine Leistung nach Landesrecht (SchKfrG/SchBefV) erhält.

Sollte Ihr Kind der Schulfplicht unterliegen (bis einschließlich 10. Klasse) ist für die Schülerbeförderungskosten grundsätzlich das Landesrecht zuständg. Für diese Schülerinnen und Schüler können grundsätzlich keine Schülerbeförderungskosten aus den Bildungs- und Teilhabeleistungen finanziert werden.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen ergeht ein Bescheid in dem u.a. festgelegt wird, dass die Fahrkarten im Original an die Behörde geschickt werden müssen. Erst dann können die Fahrtkosten gezahlt werden. Erhalten Sie die Fahrtkosten im Voraus und senden die Originalfahrkarten nicht zu, können die bereits ausbezahlten Leistungen zurückgefordert werden.

Was ist sonst zu beachten?
Für jedes Kind muss jeweils ein Antrag gestellt werden.
Bitte legen Sie Ihrem Antrag immer eine Kopie des Grundleistungsbescheides bei. Sollten Sie noch keinen Grundleistungsbescheid (z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag) erhalten haben (z.B. da Sie die Grundleistung erst beantragt haben), reichen Sie den Grundleistungsbescheid (Bewilligung oder Ablehnung der Grundleistung) unverzüglich nach Erhalt nach.
Sie können also den Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe auch stellen, bevor Sie einen Grundleistungsbescheid erhalten haben.

Sollte die Grundleistung enden, Sie jedoch einen Weitergewährungsantrag gestellt haben, sind Sie weiterhin leistungsberechtigt, wenn Sie einen neuen Grundleistungsbescheid erhalten. Sie müssen dann erneut einen Antrag ausfüllen und vorlegen.

Bereits gezahlte Kosten können grundsätzlich nicht erstattet werden. Die Fahrkarten für die Ferienmonate können nicht übernommen werden.

Bei Fragen verwenden Sie das Kontaktformular ganz unten auf dieser Seite.

Schulbedarf

Im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe werden die Kosten für den Schulbedarf von Schülerinnen und Schülern übernommen. Erfahren Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Beantragung dieser Leistung:

Wer kann einen Antrag stellen?
Emfpänger von Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) und Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung) müssen KEINEN Antrag stellen. Diese erhalten die Leistung automatisch mit Ihrer Sozialleistung ausbezahlt.

Anträge auf Erhalt des persönlichen Schulbedarfs müssen folgende Emfpänger von Sozialleistungen (sogenannte Grundleistung) für Ihre Kinder stellen, da diese nicht automatisch gezahlt werden:

  • Wohngeld
  • Kinderzuschlag

Antragstellung bei:
Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung
Metzgplatz 1
86150 Augsburg

Wo erhalte ich die Antragsformulare?
Antragsformulare liegen in der oben aufgelisteten Behörde auf. Sie können die Antragsformulare auch hier downloaden.

Wer erhält die Leistung?
Schüler und Schülerinnen an allgemeinen oder berufsbildenden Schulen bis zu einem Höchstalter von 25 Jahren. Erhält Ihr Kind jedoch eine Ausbildungsvergütung (beispielsweise als Azubi) und besucht eine Berufsschule, können die Kosten jedoch nicht übernommen werden.

Was wird übernommen?
Insgesamt werden 100 € pro Schuljahr anerkannt. Diese Pauschale wird in zwei Teilbeträgen ausbezahlt. Zum Schulbedarf zählen z.B. Schultasche, Sportzeug, Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien (Stifte, Hefte, Lineal usw.).

Wie werden die Kosten übernommen?
Der persönliche Schulbedarf wird nach Antragstellung in zwei Beträgen gezahlt.
70 € werden zu Beginn des Schuljahres auf das Konto des Antragstellers überwiesen. Emfpänger von Arbeitslosengeld II erhalten den Betrag zum 1. August automatisch ausbezahlt. Bei Sozialhilfeempfänger werden die 70 € automatisch am 1. September überwiesen.

Alle Anderen Sozialleistungsempfänger müssen den Antrag bis spätestens 30. September bzw. bis Ende Februar stellen, damit die 70 € für das erste bzw. 30 € für das zweite Schulhalbjahr noch überwiesen werden können.

WICHTIG: nur wenn Sie die gesetzlichen Voraussetzungen (Bezug von Wohngeld/Kinderzuschlag) am  Stichtag 1. August bzw. 1. Februar erfüllen, kann der persönliche Schulbedarf gewährt werden.

Der zweite Teilbetrag von 30 € wird am 1. Februar des Folgejahres überwiesen.

Was ist sonst zu beachten?
Für jedes Kind muss jeweils ein Antrag gestellt werden.

Wichtig: Ihr Kind muss die Schülereigenschaft am jeweiligen Stichtag 1. August bzw. 1. Februar erfüllen und es muss außerdem am Stichtag Sozialleistungsbezug vorliegen.

Sollte die Grundleistung enden, Sie jedoch einen Weitergewährungsantrag gestellt haben, sind Sie weiterhin leistungsberechtigt, wenn Sie einen neuen Grundleistungsbescheid erhalten. Sie müssen dann erneut einen Antrag ausfüllen und vorlegen.

Bereits gezahlte Kosten können grundsätzlich nicht erstattet werden.

Bei Fragen verwenden Sie bitte das Kontaktformular ganz unten auf dieser Seite.

Lernförderung

Im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe können die Kosten für außerschulische Lernförderung (Nachhilfe) übernommen. Erfahren Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Beantragung dieser Leistung:

Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge auf Übernahme der Kosten für Lernförderung können Emfpänger von Sozialleistungen (sogenannte Grundleistung) für Ihre Kinder stellen:

Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung
Metzgplatz 1
86150 Augsburg

Wo erhalte ich die Antragsformulare?
Antragsformulare liegen in den oben aufgelisteten Behörden auf. Sie können die Antragsformulare auch hier downloaden.

Wer erhält die Leistung?
Schüler und Schülerinnen an allgemeinen oder berufsbildenden Schulen bis zu einem Höchstalter von 25 Jahren. Erhält Ihr Kind jedoch eine Ausbildungsvergütung (beispielsweise als Azubi) und besucht eine Berufsschule, können die Kosten jedoch nicht übernommen werden.

Was wird übernommen?
Übernommen werden Kosten für Einzelnachhilfe bzw. Gruppennachhilfe im Rahmen der ortsüblichen Kosten hierfür. Die Übernahme von Kosten zur Hausaufgabenbetreuung scheidet hingegen aus.

Wie werden die Kosten übernommen?
Sollte Ihr Kind Nachhilfe benötigen, gilt es im Rahmen der Bildungs- und Teilhabeleistungen einiges zu beachten:

  • Die außerschulische Nachhilfe wird nämlich nur in Ausnahmefällen aus Steuermitteln übernommen.
  • Angebote der Schulen und schulnahmen Träger wie z.B. Fördervereinen sind vorrangig zu nutzen.
  • Dem Antrag auf Lernförderung ist eine von der Lehrkraft ausgefüllte Anlage beizulegen. Aus dieser geht hervor, für welches Fach und für wie lange die Nachhilfe für erforderlich erachtet wird.
  • Alternativ kann auch das Zwischenzeugnis vorgelegt werden.
  • Wichtig: anhand der von der Lehrkraft ausgefüllten Anlage zur Lernförderung kann diese Leistung bereits vor Ausgabe des Zwischenzeugnisses beantragt werden.

Sind die Voraussetzungen erfüllt und kann Lernförderung gewährt werden, erfolgt dies durch Ausstellung eines Gutscheins. Die Kosten werden für die im Gutschein angegebene Dauer und bis zu der im Gutschein festgesetzten Höhe übernommen.
Der Gutschein ist der Nachhilfekraft auszuhändigen. Dieser soll auch dort verbleiben. Dem Gutschein liegt ein Abrechnungsbogen bei. Dieser ist, genau wie der Gutschein, für einen festen Zeitraum gültig. Der Nachhilfelehrer oder die Nachhilfelehrerin rechnet direkt mit der Behörde ab.

Dies bedeutet, dass die Leistung nicht an die Antragsteller überwiesen wird sondern von der Behörde direkt an die nachhilfegebende Person überwiesen wird.

Was ist sonst zu beachten?
Für jedes Kind muss jeweils ein Antrag gestellt werden.
Bitte legen Sie Ihrem Antrag immer eine Kopie des Grundleistungsbescheides bei. Sollten Sie noch keinen Grundleistungsbescheid (z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag) erhalten haben (z.B. da Sie die Grundleistung erst beantragt haben), reichen Sie den Grundleistungsbescheid (Bewilligung oder Ablehnung der Grundleistung) unverzüglich nach Erhalt nach.
Sie können also den Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe auch stellen, bevor Sie einen Grundleistungsbescheid erhalten haben.

Die Lernförderung kann grundsätzlich nur dann anerkannt werden, wenn das wesentliche Lernziel gefährdet ist. Wesentliches Lernziel ist regelmäßig das Vorrücken in die nächste Jahrgangsstufe bzw. ein ausreichendes Leistungsniveau.
Dies bedeutet, dass eine Lernförderung nicht gewährt wird, um die Noten verbessern zu wollen, da eine andere Schulform (z.B. Gymnasium) angestrebt wird.

Auch dient die Lernförderung grundsätzlich zur Behebung einer vorübergehenden Lernschwäche und wird lediglich für einen kurzen Zeitraum übernommen. Die Behörde kann im Einzelfall Rücksprache mit der Lehrkraft halten und sich über den Fortschritt der Lernförderung informieren. Auch ist die Behörde berechtigt, die Qualifikation der nachhilfegebenden Person zu überprüfen.

Eine Lernförderung bereits zu Beginn eines Schuljahres wird regelmäßig nicht erforderlich sein, da zu diesem Zeitpunkt eine zuverlässige Prognose der Lehrkraft, ob das wesentliches Lernziel im Hinblick auf das Schuljahresende erreicht werden kann, grundsätzlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht getroffen werden kann.
Sollte eine Lernförderung bereits zu Beginn des Schuljahres bei Besuch eines Gymnasiums bzw. einer Realschule notwendig sein, ist womöglich die falsche Schulform gewählt worden. Die zuständige Lehrkraft Ihres Kindes berät Sie gerne. Ob Lernförderung gewährt werden kann oder nicht wird je nach der Besonderheit des Einzelfalls entschieden.

Im Falle von Lernschwächen wie z.B. Legastehenie oder Dyskalkulie ist möglicherweise das Amt für Kinder, Jugend und Familie vorrangig für eine Leistungsgewährung zuständig. Hier werden die Kosten im Bedarfsfall im Rahmen des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) übernommen. Auskünfte erhalten Sie dort.

Sollte die Grundleistung enden, Sie jedoch einen Weitergewährungsantrag gestellt haben, sind Sie weiterhin leistungsberechtigt, wenn Sie einen neuen Grundleistungsbescheid erhalten. Sie müssen dann erneut einen Antrag ausfüllen und vorlegen.

Es werden keine Leistungen direkt an die Antragsteller ausbezahlt. Bereits gezahlte Kosten können grundsätzlich nicht erstattet werden. Sollten Sie den Gutschein verlieren, kann ein neuer Gutschein ausgestellt werden.

Bei Fragen verwenden Sie bitte das Kontaktformular ganz unten auf dieser Seite.

Mittagessen

Im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe werden die Kosten für die Mittagsverpflegung an Schulen und Kindertageseinrichtungen übernommen. Erfahren Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Beantragung dieser Leistung:

Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge auf Übernahme der Kosten der Mittagsverpflegung können Emfpänger von Sozialleistungen (sogenannte Grundleistung) für Ihre Kinder stellen:

Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung
Metzgplatz 1
86150 Augsburg

Wo erhalte ich die Antragsformulare?
Antragsformulare liegen in den oben aufgelisteten Behörden auf. Sie können die Antragsformulare auch hier downloaden.

Wer erhält die Leistung?
Schüler und Schülerinnen an allgemeinen oder berufsbildenden Schulen bis zu einem Höchstalter von 25 Jahren. Erhält Ihr Kind jedoch eine Ausbildungsvergütung (beispielsweise als Azubi) und besucht eine Berufsschule, können die Kosten jedoch nicht übernommen werden. Außerdem erhalten Kinder, welche eine Kindertageseinrichtung (Kindergarten, Hort) besuchen, die Mittagsverpflegung.

Bitte beachten Sie: die Kosten für Mittagessen für Schülerinnen und Schüler, die das Mittagessen nicht in der Schule sondern in einer Einrichtung nach § 22 SGB VIII (z.B. im Hort) einnehmen, können längstens bis 31.12.2013 anerkannt werden konnten (§ 77 Abs. 11 Satz 4 SGB II, § 131 Abs. 4 Satz 4 SGB XII). Dies gilt nicht, wenn die Mittagsverpflegung in schulischer Verantwortung angeboten wird. Sollten Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das Amt für Soziale Leistungen bzw. den Anbieter der Mittagsverpflegung.

Was wird übernommen?
Übernommen werden die Kosten für das Mittagessen in tatsächlicher Höhe abzüglich von 1 € pro Mittagessen, welchen die Erziehungsberechtigten als Eigenanteil selber zahlen müssen.

Wie werden die Kosten übernommen?
Besucht Ihr Kind eine Schule bzw. Kindertageseinrichtung, an der eine Mittagsverpflegung angeboten wird, müssen Sie die dem Antrag beiliegende Anlage von der Stelle ausfüllen lassen, welche die Mittagsverpflegung anbietet. Das ist entweder die Schule/Kindertageseinrichtung selber, ein Förderverein oder ein Essensanbieter.

Liegen die Voraussetzungen vor, werden die Kosten für die Dauer des Bezuges der Grundleistung übernommen. Danach muss ein neuer Antrag gestellt werden. Sie erhalten von uns eine Kostenübernahmeerklärung genauso wie die Einrichtung der Mittagsverpflegung. Die Kosten für das Mittagessen werden direkt mit der Einrichtung abgerechnet, an die Antragsteller wird kein Geld überwiesen. Es ist auch Sache der Anbieter von Mittagsverpflegungen, den Eigenanteil (entweder 1 € pro Mittagessen oder eine feste Monatspauschale) von den Antragstellern einzufordern.

Was ist sonst zu beachten?
Für jedes Kind muss jeweils ein Antrag gestellt werden. Bitte legen Sie Ihrem Antrag immer eine Kopie des Grundleistungsbescheides bei. Sollten Sie noch keinen Grundleistungsbescheid (z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag) erhalten haben (z.B. da Sie die Grundleistung erst beantragt haben), reichen Sie den Grundleistungsbescheid (Bewilligung oder Ablehnung der Grundleistung) unverzüglich nach Erhalt nach. Sie können also den Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe auch stellen, bevor Sie einen Grundleistungsbescheid erhalten haben.

Sollte die Grundleistung enden, Sie jedoch einen Weitergewährungsantrag gestellt haben, sind Sie weiterhin leistungsberechtigt, wenn Sie einen neuen Grundleistungsbescheid erhalten. Sie müssen dann erneut einen Antrag ausfüllen und vorlegen. Es werden keine Leistungen direkt an die Antragsteller ausbezahlt. Bereits gezahlte Kosten können grundsätzlich nicht erstattet werden.
Das Mittagessen muss in schulischer Veranwortung bzw. in Verantwortung der Kindertageseinrichtung angeboten werden. Dies bedeutet, dass Kosten für Imbisse an Kiosken oder ähnliches grundsätzlich nicht übernommen werden. Die Mittagsverpflegung muss auch gemeinschaftlich eingenommen werden.

Bei Fragen verwenden Sie bitte das Kontaktformular ganz unten auf dieser Seite.

Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben

Im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe werden die Kosten von maximal 10 € pro Kind und Monat für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben übernommen. Erfahren Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Beantragung dieser Leistung:

Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge können folgende Emfpänger von Sozialleistungen (sogenannte Grundleistung) für Ihre Kinder stellen:

Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung
Metzgplatz 1
86150 Augsburg

Wo erhalte ich die Antragsformulare?
Antragsformulare liegen in den oben aufgelisteten Behörden auf. Sie können die Antragsformulare auch hier downloaden.

Wer erhält die Leistung?
Kinder und Jugendliche bis zu einem Höchstalter von 18 Jahren.

Was wird übernommen?
Maximal 10 € pro Kind und Monat für Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben.
Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben bedeutet, dass Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit geschaffen werden soll, sich in Gemeinschaftsstrukturen wie z. B. Vereinen zu integrieren und Kontakt zu Gleichaltrigen aufzubauen.

Der Betrag von 10 € pro Monat kann ganz individuell eingesetzt werden für

  • Mitgliedsbeiträge aus den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit (z.B. Sportvereine, Freizeiten, Ferienprogrammen)
  • Unterricht in künstlerischen Fächern (z.B. Musikunterricht)
  • Angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung (z.B. Volkshochschule)
  • Teilnahme an Freizeiten (z.B. Pfadfinder)

Dem Kind wird ein Budget zur Verfügung gestellt. Sollten Sie z. B. noch nicht wissen, ob Sie Ihr Kind in einen Sportverein oder lieber in eine Musikschule einschreiben möchten, können die 10 € pro Monat auch angespart werden. Dass so steigende Budget kann dann auch in einer Summe z.B. für einen mehrtägigen Ausflug im Ferienprogramm eingesetzt werden.

Wie werden die Kosten übernommen?
Der Antrag ist bei den oben aufgelisteten Behörden zu stellen. Sollte bereits ein konkretes Teilhabeangebot (z.B. Musikunterricht) bestehen, kann die Anlage zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben von Ihnen ausgefüllt werden.
Die 10,-- € pro Monat und Kind werden direkt an die Einrichtung überwiesen. Falls Sie noch kein konkretes Teilhabeangebot haben, können die 10,-- € pro Monat angespart werden.

Die Leistung ist an den Zeitraum der Grundleistung gekoppelt. Endet Ihre Grundleistung, enden auch die 10 € pro Monat. Ein nichtverbrauchtes Guthaben verfällt. Erhalten Sie die Grundleistung weiterhin, müssen Sie einen neuen Antrag stellen.

Die Leistung wird nicht an die Antragsteller überwiesen sondern von der Behörde direkt an die Einrichtungen überwiesen. Es können auch mehrere Monate im Voraus überwiesen werden.
 
Was ist sonst zu beachten?
Für jedes Kind muss jeweils ein Antrag gestellt werden. Bitte legen Sie Ihrem Antrag immer eine Kopie des Grundleistungsbescheides bei. Sollten Sie noch keinen Grundleistungsbescheid (z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag) erhalten haben (z.B. da Sie die Grundleistung erst beantragt haben), reichen Sie den Grundleistungsbescheid (Bewilligung oder Ablehnung der Grundleistung) unverzüglich nach Erhalt nach.

Sie können also den Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe auch stellen, bevor Sie einen Grundleistungsbescheid erhalten haben.

Sollte die Grundleistung enden, Sie jedoch einen Weitergewährungsantrag gestellt haben, sind Sie weiterhin leistungsberechtigt, wenn Sie einen neuen Grundleistungsbescheid erhalten. Sie müssen dann erneut einen Antrag ausfüllen und vorlegen.

Es werden keine Leistungen direkt an die Antragsteller ausbezahlt. Bereits gezahlte Kosten können grundsätzlich nicht erstattet werden. Das angesparte Budget ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Dieser ergibt sich aus den bewilligten Monaten. Erhalten Sie also z.B. Arbeitslosenged II für sechs Monate, können maximal 60 € angespart werden. Wird der Betrag nicht abgerufen, verfällt er.

Bei Fragen verwenden Sie das Kontaktformular ganz unten auf dieser Seite.

Angebote an Schulen und (Kindertages-)Einrichtungen

Die Leistungen für Bildung und Teilhabe bieten eine Fülle an Möglichkeiten. Auf dem ersten Blick mögen die rechtlichen Bestimmungen und der Verwaltungsablauf verwirrend erscheinen.

Offene Fragen lassen sich aber schnell klären. Deshalb sind wir gerne bereit, in Ihrer Einrichtung (Schule, Kindertagesstätte, Hort, etc.) eine Schulung (für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) durchzuführen.

Für gewöhnlich beinhaltet die Schulung eine Präsentation, das ausführliche Erklären des Verwaltungsverfahrens sowie die Möglichkeit, Fragen direkt zu beantworten, und dauert insgesamt ca. zwei Stunden.

Sollten Sie Interesse an der kostenlosen Möglichkeit einer Schulung haben, wenden Sie sich bitte direkt an das Amt für Soziale Leistungen:

Telefon  0821 324-9541

Fax  0821 324-9542

E-Mail  bildung-teilhabe(at)augsburg.de

Kinderbetreuungskosten

Sollten Sie Arbeitslosengeld II erhalten, stellt ausschließlich ihre im Jobcenter Augsburg-Stadt zuständige Integrationsfachkraft (Arbeitsvermittler im Bereich Markt + Integration) fest, ob die Voraussetzungen der Kostenübernahme der Kinderbetreuungskosten erfüllt sind. Diese ist auch verantwortlich für die Weitergewährung bereits genehmigter Kinderbetreuungskosten. Es ist deshalb wichtig, dass bei einer Kontaktaufnahme mit dem Jobcenter (z. B. über die Telefonzentrale) unbedingt Ihr zuständiger Arbeitsvermittler verlangt wird.

Das Amt für Soziale Leistungen erstellt lediglich den Bewilligungsbescheid, nimmt aber keine Anträge auf Übernahme von Kinderbetreuungskosten entgegen.

Kein Arbeitslosengeld II oder Voraussetzungen zur Übernahme der Kosten nicht erfüllt?

Falls Ihre Integrationsfachkraft feststellt, dass eine Übernahme der Kinderbetreuungskosten im Bereich Arbeitslosengeld II nicht möglich ist, kann beim Amt für Kinder, Jugend und Familien ein Antrag auf Übernahme der Kinderbetreuungskosten gestellt werden. Dies gilt auch für Personen, welche kein Arbeitslosengeld II (Hartz IV) erhalten, die Übernahme der Kosten jedoch (z. B. aufgrund geringem Einkommen) beantragen möchten.

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