Im Stadtgebiet Augsburg stehen weitere Baumfäll- und Waldpflegearbeiten an

18.02.2019 20:03 | Umwelt & Soziales Bürgerservice & Rathaus Stadtgrün

Bis zum Beginn der Vogelbrutzeit am 1. März müssen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

  • Meierweg (Oberhausen)
  • Ersatz für Ahornbäume beim GVZ
  • Bereich Zugspitz-/Blücherstraße
  • Holzbachufer/Einmündung Ackermannstraße
  • Gehölzfläche in der Schönbachstraße
  • Waldpflege: Sperrung Siebenbrunner Straße am 20. Februar
  • Private „Last-Minute-Anträge“
  • Regelmäßige Baumkontrollen

Im Stadtgebiet fallen jetzt, vor Beginn der Vogelbrutzeit weitere Baumfällungen an. Auch Busch- und Strauchwerk muss zurückgeschnitten werden. Aus Naturschutzgründen sind die überwiegende Anzahl der Maßnahmen außerhalb der Vogelbrutzeit vorzunehmen, die am 1. März beginnt und bis zum 30. September andauert. Die grünpflegerischen Maßnahmen dienen überwiegend der Verkehrssicherung.

Meierweg (Oberhausen)

Für das öffentlich vorgestellte Projekt „Sporttreff Oberhausen“ am Meierweg, müssen vorbereitend 27 Bäume gefällt sowie Sträucher entfernt werden. Auf der Grundlage einer sensiblen Planung kann jedoch der Baumbestand entlang des Meierweges weitestgehend erhalten bleiben. Als Ersatz für die Bestandsbäume werden innerhalb der neuen Freiflächen rund 5 neue Bäume und Sträucher gepflanzt.

Sie sind im Südostteil des Plangebietes und auch zur Gliederung der neu geordneten Stellplatzflächen vorgesehen. Der Eingriff in die Bestandsgehölze sowie die Neupflanzungen sind mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen abgestimmt und entsprechen den naturschutzrechtlichen Belangen.

Ersatz für Ahornbäume beim Güter-Verkehrs-Zentrum (GVZ)

Der extreme Standort und das Stadtklima verbunden mit Trockenheit und Hitze, Stürme, Salzeintrag, Bodenverdichtung, eingeschränkter Wurzelraum, Schädlingsbefall und Krankheiten sorgen bei den Spitzahorn-Bäumen für starke Schäden. Die etwa zehn Jahre alten Ahornbäume in der Frankfurter Straße im GVZ haben sehr starke Stammrisse. Trotz Stamm-Schattier-Matten, die in den ersten Standjahren für Schutz sorgten, und dem nachträglichen Aufbringen von Stammschutzfarbe sind 22 der
Spitzahorne an einem holzzersetzenden Pilz erkrankt und müssen nun ausgetauscht werden.

Nachgepflanzt wird eine spezielle Spitzahorn Sorte die resistenter gegen Stammrisse und auch stadtklima-toleranter ist. Zudem soll ein Ende Februar zu erstellendes Gutachten noch vor der Neupflanzung im Lauf des Frühjahrs Aufschluss über mögliche Schadursachen im Bodenraum geben.

Bereich Zugspitz-/Blücherstraße

Ausgeführt werden auch die baurechtlich abgearbeiteten und bereits genehmigten Fällungen bei der Firma KUKA in der Zugspitz- und Blücherstraße. Hier werden zwei städtische Bäume entfernt.

Holzbachufer / Einmündung Ackermannstraße

Wegen der Ufersanierung des Holzbaches und Radwegebau werden am Holzbachufer / Einmündung Ackermannstraße fünf Laubbäume entfernt.

Gehölzfläche in der Schönbachstraße

In der Schönbachstraße in Oberhausen wird Gehölz von einer Fläche entfernt, um dort ein Zwischenlager für Aushubmaterial städtischer Bauprojekte zu vergrößern.

Pflegearbeiten im Stadtwald

Im Stadtwald werden derzeit östlich entlang der Siebenbrunner Straße rund zehn Hektar Wald durchforstet. Die Straße ist daher am Mittwoch, 20. Februar, ganztätig gesperrt. Um da Wachstum gesunder, hochwertiger Bäume zu fördern, werden bedrängende Konkurrenten um Licht und Wasser entfernt. Durch den Pflegeeingriff können die verbleibenden Bäume an Höhe und Umfang zulegen und somit mehr Kohlendioxid aufnehmen und dauerhaft speichern. Die Zukunftsbäume sind mit einem weißen Band gekennzeichnet.

Am Waldrand entlang der Straße müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit Eschen gefällt werden. Das falsche weiße Stengelbecherchen, ein aus Asien eingeschleppter Pilz, schwächt diese im Auwald  sehr häufige Baumart und führt zu einem langsamen Absterben, dem Eschentriebsterben. Durch den Pflegeeingriff kann sich dauerhaft wieder ein stabiler Waldrand entwickeln.

Die Forstverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für den waldpflegerischen Eingriff und darum, sich an die Absperrungen und Anweisungen des Forstpersonals zu halten. Auch der Abstand von Maschinen und Fällarbeiten ist einzuhalten.

Allgemeiner Hinweis der Unteren Naturschutzbehörde

Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass es häufig nicht bekannt ist, ob und wann private Antragsteller, die eine Fällgenehmigung nach Baumschutzverordnung oder im Rahmen einer Baugenehmigung erhalten haben, tatsächlich fällen. Derzeit gehen täglich „Last-Minute-Anträge“ ein, verbunden mit der Bitte um schnellstmögliche Genehmigung, damit noch bis Monatsende vor dem Beginn der Vogelbrutzeit gefällt werden kann. Sollte sich ein solcher Sachverhalt kurzfristig, etwa anhand aussagekräftiger Fotos, prüfen lassen, wird solchen Anliegen zugestimmt. Somit können täglich noch neue Fällungen dazukommen.

Regelmäßige Baumkontrolle

Durch gut ausgebildete Baumkontrolleure im Fachbereich Grünflächenpflege werden die meisten Bäume im öffentlichen Grün (an Straßen, in Grünanlagen, Kindertagesstätten, Schulen und Friedhöfen) regelmäßig kontrolliert. Hierbei werden regelmäßig abgestorbene und schwer geschädigte Bäume
festgestellt. Diese müssen entfernt werden, damit sie nicht zum Sicherheitsrisiko werden. Die meisten der erforderlich gewordenen Fällungen aus Gründen der Verkehrssicherheit wurden während der Wintermonate erledigt. Bis Ende Februar werden aber noch einzelne Bäume an Straßen gefällt (z.B. in der Hans-Böckler-Straße, Otto-Lindenmeyer-Straße und Hirschstraße).

Auch in Friedhöfen und an Schulen waren Fällungen aus Verkehrssicherheitsgründen erforderlich. Diese wurden bereits durchgeführt oder werden bis Ende Februar abgeschlossen. Sonstige Fällungen und Rückschnitte, wie Heckenschnitte und Auslichtungsarbeiten in städtische Grünanlagen werden bis Ende Februar erledigt. Baumpflegearbeiten zur Herstellung der Verkehrssicherheit, z.B. die Entfernung von Totholz oder die Herstellung des Lichtraumprofils an Straßenbäumen finden das ganze Jahr über statt.

Grünamt rechnet mit Trockenschäden

Aufgrund der großen Trockenheit in den Sommermonaten 2018 rechnet das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen damit, dass einige Bäume am Straßenrand erhebliche Trockenschäden haben und ganz oder teilweise nicht wieder austreiben werden. Nur in einzelnen Fällen müssen Fällungen auch während der Vegetationsperiode durchgeführt werden, da von ihnen die Gefahr eines Umsturzes ausgeht. Bei allen Baumpflegearbeiten nehmen die Mitarbeiter stets Rücksicht auf bewohnte Nester und Höhlen und verschieben ihre Arbeiten gegebenenfalls auf einen späteren Zeitpunkt. (pm)