Neue Winterquartiere für Fledermäuse

08.10.2018 11:34 | Stadtgrün

Vorhandene Baumhöhlen beim Herrenbach werden am Dienstag, 9. Oktober, verschlossen. 29 Bäume wurden auf ein Vorkommen von Fledermaus-Höhlen überprüft. Nach dem Verschluss ist nur noch ein Ausfliegen möglich. Fledermaus-Kästen als Alternativen hängen bereits.

Ein Mitarbeiter des AGNF bringt einen Fledermauskasten an - zum Rückzug der Tiere bei nötigen Baumpflegearbeiten an anderen Bäumen. Foto: Anette Zoepf/Stadt Augsburg

Am Dienstag, 9. Oktober, wird das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen Höhlen und Löcher an einzelnen Bäumen im Bereich des Herrenbachs verschließen, damit Fledermäuse bei Maßnahmen an den Bäumen nicht zu Schaden kommen. Die Höhlen können dann zwar noch von den Tieren verlassen werden, ein Einflug ist aber nicht mehr möglich.

In einem externen Gutachten lässt die Stadt Augsburg zurzeit prüfen, welche Bäume entlang des Herrenbachs im Rahmen des Hochwasserschutzes noch zurückgeschnitten oder gefällt werden müssen. Ende Oktober wird das Gutachten vorliegen. Ziel ist es, die Grünanlage am Herrenbach möglichst sensibel weiterzuentwickeln. Einer vorläufigen Aussage der externen Gutachter zufolge sind an 22 Bäumen, die hinsichtlich des Dammes als problematisch eingestuft werden, Maßnahmen erforderlich. Bei weiteren sieben Bäumen zeigten sich im Rahmen der jährlichen Baumkontrolle Auffälligkeiten (z.B. Eschentrieb-Sterben), die ebenfalls Maßnahmen wie Rückschnitt oder Fällung erforderlich machen.

Schon jetzt prüft die Stadt Augsburg, ob sich in diesen Bäumen Fledermäuse befinden. Der Grund: Die Fledermäuse verlassen bei den jetzigen Temperaturen ihre Quartiere und suchen neue auf.

Bereits seit Juli wurden zehn neue Fledermaus-Kästen im Bereich des Herrenbachs als Ersatz angebracht. Zehn Großraumquartiere sind zusätzlich bestellt, aber aufgrund langer  Lieferzeiten noch nicht aufgehängt. (pm/gr)