Wattbewerb – Die Städtechallenge für die Energiewende

Welche Stadt schafft es als erste, ihre pro Kopf installierte Photovoltaik-Leistung zu verdoppeln?

So lautet die Herausforderung beim Wattbewerb, einer bundesweiten Städtechallenge von Fossil Free Karlsruhe, Parents for Future, Fridays for Future und Scientists for Future. Das Ziel der Initiative ist, den Zubau an Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) in Städten zu beschleunigen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Diese Ziele verfolgt auch die Stadt Augsburg mit der 2019 gestarteten Solaroffensive.

Der Wattbewerb legt dazu einen Schwerpunkt auf die Unterstützung lokaler PV-Offensiven, die gestartet oder ausgebaut werden sollen, um größere Teile der Stadtgesellschaft für die Solarenergienutzung zu gewinnen. Augsburg beteiligt sich auf Empfehlung des Klimabeirats als eine von – Stand August 2021 - rund 40 Großstädten.

Im Wattbewerb-Ranking liegt die in Augsburg installierte PV-Leistung zu Beginn bei 0,17 Kilowatt Peak (kWp) pro Kopf. Das entspricht einem halben (Dach)Solarmodul. Diesen Wert gilt es im Laufe des Wattbewerbs zu verdoppeln.


+1.5°C: Mit Vollgas in die Klimakrise? (Video von wattbewerb.de)


Ist eine Verdoppelung in Augsburg überhaupt machbar?

Die Dächer im Stadtgebiet bieten ein gut nutzbares Potenzial von 300.000 bis 400.000 kWp PV-Leistung, das ist etwa 1 kWp pro Kopf. Pro Jahr ließe sich damit rechnerisch der Stromverbrauch aller Augsburger Privathaushalte decken.

…und sinnvoll für’s Klima?

Sonnenenergie ist derzeit die einzige erneuerbare Energie, deren Nutzung sich in Augsburg deutlich steigern lässt. Mit Photovoltaik auf Gebäuden ist das möglich, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen. Einmal installiert, erzeugt eine PV-Anlage während ihrer typischen Lebensdauer von 30 Jahren 10 bis 20 Mal mehr Energie, als für ihre Herstellung notwendig ist. Der CO2-Fußabdruck ist um etwa 90% kleiner als beim durchschnittlichen Strom aus der Steckdose.

Lohnt sich das auch für mich?

Selbsterzeugter PV-Strom ist günstiger als der Strombezug aus dem öffentlichen Netz: Kleine Dachanlagen erzeugen PV-Strom für etwa 10 ct je kWh, und das über einen Zeitraum von 30 Jahren. Ein großer Teil dieser Ausgaben kommt zudem der heimischen Wirtschaft zugute.

Mit dem Strom vom eigenen Dach gewinnen Sie selbst an Unabhängigkeit: 20 bis 30 Prozent des Jahresstromverbrauchs lassen sich in aller Regel mit nach Süden oder Ost/West ausgerichteten Modulen decken; mit bewusstem Verhalten, einer smarten Steuerung, Elektro-Auto, Wärmepumpe oder einem Stromspeicher noch deutlich mehr.


Wie kann ich beim Wattbewerb mitmachen?

Mit der Installation von PV-Modulen auf dem Dach, an der Fassade, auf Garage/ Carport oder am Balkon tragen Sie zum Wattbewerb in Augsburg bei - und vor allem zum Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung.

Informationen und erste Einschätzungen für den Weg zur eigenen PV-Anlage vermitteln die kostenfreien Vor-Ort-Beratungen der Solaroffensive des Umweltamts.