Öffentliche Bekanntmachungen des Umweltamts

Ortsübliche Bekanntmachung über die allgemeine Vorprüfung des Einzelfalles zur Feststellung einer Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung für die beantragte Errichtung einer Fischaufstiegsanlage am Hochablass

Mit Schreiben vom 11.04.2018 beantragte die Stadtwerke Augsburg Energie GmbH beim Umweltamt der Stadt Augsburg, Untere Wasserrechtsbehörde, die Erteilung einer wasserrechtlichen Gestattung gemäß §§ 67, 68 des Wasserhaushaltsgesetzes für die Errichtung einer Fischaufstiegsanlage am Hochablass.  

Die Stadt Augsburg, Umweltamt, Untere Wasserrechtsbehörde stellte nach allgemeiner Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 5 Abs. 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) fest, dass für das Vorhaben keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist.  

Die Stadt führte die Vorprüfung als überschlägige Prüfung unter Berücksichtigung der Kriterien „Merkmale des Vorhabens“, „Standort des Vorhabens“ sowie „Art und Merkmale der möglichen Auswirkungen“ durch. Hierbei musste sie einschätzen, ob das Vorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann, die nach § 25 Abs. 2 UVPG bei der Zulassungsentscheidung zu berücksichtigen sind.  

Die Fischaufstiegsanlage gemäß Planunterlagen vom 11.04.2018 dient der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit und wird im Unterwasser des Hochablasswehres entlang der bestehenden Ufermauer errichtet. Über das rechte Wehrfeld (Kuhseeauslauf) erfolgt die Anbindung an den Lech. Die obersten 50 m sind als naturnahe Fließstrecke geplant, an den sich ein Zulaufkanal bis zum Beginn der Beckenkonstruktion anschließt. Die Schlitzfischpassbecken in Betonbauweise beginnen an der flußabwärtigen Seite der Fußgängerüberquerung des Hochablasses und erstrecken sich entlang der Ufermauer mit 70 Becken (jeweils 3 m mal 2,25 m) in 5-6 serpentinenartigen Reihen nebeneinander. Der Einstieg der Fischaufstiegsanlage befindet sich entsprechend der optimalen Strömung in der Nähe des Kraftwerksauslaufs.  

Bestehende Nutzungen werden durch die Errichtung nicht beeinträchtigt. Der Eingriffsbereich liegt in einem baulich überprägten Gebiet, ein Eingriff in Vegetationsbestände erfolgt nicht.
Im direkten Eingriffsbereich ist die Strukturvielfalt eher gering, durch die Überbauung geht die Bodenfläche nicht vollständig ökologisch verloren, da Sohlsubstrat in die Becken eingebracht wird. Die Auswirkungen während der Bauzeit auf das Gewässersystem Lech sind klein und räumlich begrenzt.

Durch das Vorhaben werden keine signifikanten Beeinträchtigungen des Natura 2000 Gebiets und des Naturschutzgebiets „Stadtwald“ erwartet. Ein negativer Einfluss auf das Trinkwasserschutzgebiet wird ebenfalls nicht erwartet. Letztlich wird durch die Errichtung der Fischaufstiegsanlage die biologische Durchgängigkeit des Lechs am Hochablass wiederhergestellt. Die Maßnahme stellt damit hinsichtlich der Gewässerökologie eine wesentliche Verbesserung dar.  

Diese Feststellung ist nicht selbständig anfechtbar.  

Stadt Augsburg Umweltamt - Untere Wasserrechtsbehörde -