Öffentliche Bekanntmachungen des Umweltamts

Bekanntmachung der Stadt Augsburg vom 05.04.2019

Genehmigungsverfahren nach § 16 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für die Erweiterung der Technikumsanlage der Fa. Wafa Germany GmbH um eine Galvanik-Produktionsanlage (Galvanik 2) mit einer Erhöhung des Wirkbadvolumens auf 42,4 m3 auf dem Grundstück Schafweidstr. 37 in 86179 Augsburg, Flurnummer 1262, Gemarkung Haunstetten


Ergebnis der Vorprüfung nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz

A.
Die Fa. Wafa Germany GmbH, Schafweidstr. 37 in 86179 Augsburg stellte mit Schreiben vom 14.03.2019 bei der Stadt Augsburg, Untere Immissionsschutzbehörde, (Genehmigungsbehörde) den Antrag auf eine wesentliche Änderung nach § 16 BImSchG ihrer bestehenden Galvanikanlage in der Schafweidstr. 37, 86179 Augsburg (Flurnummer 1262, Gemarkung Haunstetten) durch folgende Maßnahme:

Die Wirkbäder der Galvanik 2 werden in einer bereits bestehenden Halle um 15,4 m3 auf 42,4 m3 erweitert. Die Galvanik 2 umfasst dabei zukünftig die bestehende Technikumsanlage mit 27,03 m3 sowie die zusätzliche Produktionsanlage. Zusammen mit dem bestehenden Wirkbadvolumen der Galvanik 1 von 104,8 m3 beträgt die Gesamtmenge der Wirkbäder an dem Standort dann 147,2 m3.

Gleichzeitig wurde die Erhöhung des Schornsteins der Galvanik 1 auf 25,1 m sowie des Schornsteins der Galvanik 2 auf 15,8 m beantragt, um einen ungestörten Abtransport der Abgase in die freie Luftströmung zu gewährleisten.

In der Anlage werden Kunststoffteile in einem elektrolytischen Verfahren galvanisiert. Durch die elektrolytische Wirkung des elektrischen Stroms werden aus Metalllösungen metallische Schichten auf die Werkstücke aufgetragen. Zum Einsatz kommen dabei saure, neutrale und alkalische Bäder sowie die dazugehörenden Vor- und Nachbehandlungsverfahren wie beispielsweise Entfetten, Beizen, Versiegeln

Die Betriebszeiten sind von Montag 00:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr.

Die Erhöhung der Schornsteine ist nach Erteilung der Genehmigung geplant, die Inbetriebnahme der Galvanik 2 ist für September 2019 geplant.

Bei der Galvanik 2 handelt es sich um eine immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtige Anlage im Sinn des § 4 BImSchG in Verbindung mit Nr. 3.10.1 des Anhang 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. BImSchV) sowie Nr. 2.6 des Anhang 1 der Industrieemissions-Richtlinie (IE-RL). Außerdem unterliegt die Anlage der Störfall-Verordnung (12. BImSchV). Für den Anlagenbetreiber gelten die Grundpflichten nach §§ 3 bis 8a der 12. BImSchV. Da die Anlage in der erweiterten Zone des Trinkwasserschutzgebietes W III a2 liegt, wurde ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der Trinkwasserschutzgebietsverordnung für die Stadt Augsburg gestellt.

Auf Folgendes wird hingewiesen:

1.    Antrag und Antragsunterlagen, aus denen Art und Umfang des Vorhabens ersichtlich sind, liegen in der Zeit vom 17.04.2019 bis einschließlich 16.05.2019 bei der Stadt Augsburg, Umweltamt, Foyer 4.OG, Schießgrabenstr. 4, 86150 Augsburg während folgender Dienststunden

Montag bis Mittwoch 7:30 bis 16:30 Uhr
Donnerstag 7:30 bis 17:30 Uhr
Freitag 7:30 bis 12:00 Uhr

und im Bürgerbüro Haunstetten, Tattenbachstr. 15, 86179 Augsburg, während folgender Dienststunden
Montag 8:00 bis 15:00 Uhr
Dienstag 8:00 bis 12:30 Uhr
Mittwoch 7:00 bis 15:00 Uhr
Donnerstag 8:00 bis 17:30 Uhr
Freitag 8:00 bis 12:30 Uhr

zur Einsichtnahme aus.


Die Bekanntmachung, die Antragsunterlagen und die Datenschutzhinweise können zusätzlich ab 17.04.2019 auf der Internetseite der Stadt Augsburg, Rubrik „Öffentliche Bekanntmachungen des Umweltamts“ (http://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/bekanntmachungen) eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der zur Einsichtnahme ausgelegten Unterlagen

Inhalt der Antragsunterlagen:



2.    Etwaige Einwendungen gegen das Vorhaben können ab dem 17.04.2019 bis einschließlich 17.06.2019 (Einwendungsfrist) schriftlich bei der
-    Stadt Augsburg, 86143 Augsburg (Postanschrift),
-    Stadt Augsburg, Umweltamt, Schießgrabenstr. 4, 86150 Augsburg (Hausanschrift),
-    Stad Augsburg, Rathausplatz 1, 86150 Augsburg(Hausanschrift)
-    Stadt Augsburg, Bürgerbüro Tattenbachstr. 15, 86179 Augsburg (Hausanschrift),
-    oder elektronisch über umweltamt@augsburg.de erhoben werden.

Gemäß § 10 Abs. 3 Satz 5 BImSchG sind mit Ablauf der Einwendungsfrist für das Genehmigungsverfahren alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Die Einwendungen werden dem Antragsteller und den beteiligten Behörden, die davon berührt sind, bekannt gegeben. Auf Verlangen des Einwenders sollen dessen Name und Anschrift vor der Bekanntgabe unkenntlich gemacht werden, wenn diese Angaben zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind.

3.    Nach Ablauf der Einwendungsfrist kann die Genehmigungsbehörde die rechtzeitig gegen das Vorhaben erhobenen Einwendungen mit dem Antragsteller und denjenigen, die Einwendungen erhoben haben, erörtern.
Bedarf es eines Erörterungstermins, findet dieser am Donnerstag, den 11.07.2019 um 9:00 Uhr im Sitzungssaal Nr. 904 im Verwaltungszentrum, An der Blauen Kappe 18, 86152 Augsburg statt.
Die Entscheidung, einen Erörterungstermin durchzuführen, steht im Ermessen der Genehmigungsbehörde. Sie trifft die Entscheidung nach Ablauf der Einwendungsfrist. Die Entscheidung wird gesondert öffentlich bekanntgemacht.

Die formgerecht erhobenen Einwendungen können auch bei Ausbleiben des Antragstellers oder von Personen, die Einwendungen erhoben haben, erörtert werden.

4.    Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.



B.
Gemäß § 5 Abs. 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) wird hiermit öffentlich bekannt gemacht:

Bei der Galvanik 2 handelt es sich um eine Anlage im Sinne von Nr. 5.1 der Anlage 1 zum UVPG. Infolge der beantragten Erweiterung der Anlage wird der in der Anlage 1 angegebene Größenwert (30 m³) überschritten, so dass eine UVP-Pflicht für das Änderungsvorhaben nur besteht, wenn die allgemeine Vorprüfung ergibt, dass die Änderung erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen hervorrufen kann (§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, Abs. 4 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 UVPG).

Die überschlägige Prüfung anhand der in Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien ergab, dass das Vorhaben nach Einschätzung des Umweltamtes der Stadt Augsburg keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt haben kann, die nach § 25 Abs. 2 UVPG bei der Zulassungsentscheidung zu berücksichtigen wären (§ 7 Abs. 1 Satz 3 UVPG). Insbesondere ergeben sich durch die Erweiterung der Galvanik 2 keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen hinsichtlich Luftreinhaltung, Lärmschutz, Abfallwirtschaft, Naturschutz und Gewässerschutz.
Die Emissionsbegrenzungen nach der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) werden unterschritten. Die Immissionsgrenzwerte der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) werden eingehalten. Es kommt zu keiner Zunahme der anfallenden Abfallarten. Eine zusätzliche Flächenversiegelung findet nicht statt. Aufgrund der Auslagerung wassergefährdender Stoffe kommt es zu keiner Erhöhung des Gefährdungspotentials.


Demnach ist die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für das genannte Vorhaben nicht erforderlich.
Die Feststellung ist nicht selbständig anfechtbar (§ 5 Abs. 3 Satz 1 UVPG)


    Stadt Augsburg
    Umweltamt

Datenschutzhinweise

Die Bekanntmachung der Stadt Augsburg vom 22.03.2019, veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Augsburg Nummer 11/12 vom 22.03.2019. S. 88 - Genehmigungsverfahren nach § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für Errichtung und Betrieb eines Zwischenlagers für Bodenaushub auf dem Grundstück Schönbachstraße in 86154 Augsburg (Flurstücke 1797/1, 1797 und 1800 Gemarkung Augsburg) – wird durch folgende Bekanntmachung der Stadt Augsburg ersetzt:

Genehmigungsverfahren nach § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für Errichtung und Betrieb eines Zwischenlagers für Bodenaushub auf dem Grundstück an der Schönbachstraße in 86154 Augsburg (Flurstücke 1797/1, 1797 und 1800 Gemarkung Oberhausen)

Die Stadt Augsburg, Tiefbauamt, Annastraße 16, 86150 Augsburg stellte mit Schreiben vom 08.02.2019 bei der Stadt Augsburg, Untere Immissionsschutzbehörde, (Genehmigungsbehörde) den Antrag auf Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung nach § 4 BImSchG und auf die Zulassung des vorzeitigen Beginns nach § 8a BImSchG für die Errichtung und den Betrieb eines Zwischenlagers für Bodenaushub auf dem Grundstück an der Schönbachstraße nördlich der Marie-Juchacz-Straße in 86154 Augsburg (Flurstücke 1797/1, 1797 und 1800 Gemarkung Oberhausen). Im Einzelnen ist beantragt:

  • Die Gesamtfläche des Zwischenlagers beträgt 8.250 m2. Davon werden 1.500 m2 für Fahrstraßen genutzt.
  • Neben der bestehenden Asphaltfläche werden zwei Erweiterungsflächen asphaltiert, sowie an der Südseite eine 4,8 m hohe Lärmschutzwand mit Wartungsweg, ein Büro- / Sanitärcontainer und Entwässerungseinrichtungen errichtet.
  • Es werden maximal 23.000 t Bodenaushub (in der Regel nicht gefährlich) auf 6.750 m2 zwischengelagert.
  • Der Bodenaushub stammt nur von städtischen Baumaßnahmen.
  • Die Zwischenlagerung des Bodenaushubs erfolgt zur abschließenden abfallrechtlichen Deklaration und zur Bestimmung des Wiederverwendungs- oder Entsorgungsweges.
  • Eine mögliche Gefährlichkeit bezieht sich in erster Linie auf die Wassergefährdung.
  • Eine Gefährdung der Nachbarschaft wird insbesondere durch Überprüfung des Störungspotentials (z. B. Gerüche, Schadstoffe) des Bodenaushubs an der Entstehungsstelle und gegebenenfalls der Entscheidung für einen anderen Entsorgungsweg, sowie durch entsprechende Maßnahmen auf dem Zwischenlager wie z. B. Eingangskontrolle, Lagerung in abgedeckten Containern oder Abdeckung mit wetterfester Folie verhindert.
  • Den Antragsunterlagen liegt die Schalltechnische Untersuchung der Firma BEKON bei.
  • Die Fahrwege sind so angeordnet, dass Rückwärtsfahrten minimiert werden.
  • Der Radlader ist mit Rückfahrkamera ausgerüstet, um Geräuschemissionen durch einen akustischen Rückfahrwarner zu vermeiden.
  • Die Betriebszeiten sind Montag bis Donnerstag von 7:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Freitag von 7:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
  • Nur in Ausnahmefällen kann eine Ausweitung der Betriebszeiten erforderlich sein.
  • Ein Nachtbetrieb erfolgt nicht.
  • Die geplante Inbetriebnahme ist im Oktober 2019.

Bei der zeitweiligen Lagerung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen handelt es sich um eine immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtige Anlage im Sinn des § 4 BImSchG in Verbindung mit den Nrn. 8.12.1.1 und 8.12.2 des Anhang 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. BImSchV) sowie Nr. 5.5 des Anhang 1 der Industrie-Emissionsrichtlinie (IE-RL).

Auf folgendes wird hingewiesen:

1. Antrag und Antragsunterlagen, aus denen Art und Umfang des Vorhabens ersichtlich sind, liegen in der Zeit vom 17.04.2019 bis einschließlich 16.05.2019 bei der Stadt Augsburg, Umweltamt, Foyer 4.OG, Schießgrabenstr. 4, 86150 Augsburg während folgender Dienststunden

Montag bis Mittwoch 7:30 bis 16:30 Uhr
Donnerstag 7:30 bis 17:30 Uhr
Freitag 7:30 bis 12:00 Uhr

und im Bürgerbüro Kriegshaber, Ulmer Straße 72, 86156 Augsburg, während folgender Dienststunden
Montag 8:00 bis 15:00 Uhr
Mittwoch 7:00 bis 15:00 Uhr
Dienstag und Freitag 8:00 bis 12:30 Uhr
Donnerstag 8:00 bis 17:30 Uhr

zur Einsichtnahme aus.

Die Bekanntmachung, die Antragsunterlagen und die Datenschutzhinweise können zusätzlich auf der Internetseite der Stadt Augsburg, Rubrik „Öffentliche Bekanntmachungen des Umweltamts“ (http://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/bekanntmachungen) eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der zur Einsichtnahme ausgelegten Unterlagen.

Inhalt der Antragsunterlagen:

00 Inhaltsverzeichnis

01 Allgemeine Angaben

02 Standort und Umgebung der Anlage

03 Anlagen- und Betriebsbeschreibung

04 Luftreinhaltung

05 Lärm- und Erschütterungsschutz, Lichteinwirkungen, elektromagnetische Felder

06 Anlagensicherheit

07 Abfälle

08 Energieeffizienz, Wärmenutzung

09 Ausgangszustand des Anlagengrundstücks, Betriebseinstellung

10 Bauordnungsrechtliche Unterlagen

11 Arbeitsschutz und Betriebssicherheit

12 Gewässerschutz

13 Naturschutz

14 Umweltverträglichkeit

15 Sonstige Gutachten

Datenschutzhinweise

2. Etwaige Einwendungen gegen das Vorhaben können ab dem 17.04.2019 bis einschließlich 17.06.2019 (Einwendungsfrist) schriftlich bei der

  • Stadt Augsburg, 86143 Augsburg (Postanschrift)
  • Stadt Augsburg, Rathausplatz 1, 86150 Augsburg (Hausanschrift),
  • Stadt Augsburg, Umweltamt, Schießgrabenstr. 4, 86150 Augsburg (Hausanschrift),
  • Stadt Augsburg, Bürgerbüro Ulmer Straße 72, 86156 Augsburg (Hausanschrift)
  • oder elektronisch über umweltamt@augsburg.de erhoben werden.

Einwendungen, die vor der Einwendungsfrist eingehen, werden auch im Verfahren berücksichtigt.

Gemäß § 10 Abs. 3 Satz 5 BImSchG sind mit Ablauf der Einwendungsfrist für das Genehmigungsverfahren alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Die Einwendungen werden dem Antragsteller und den beteiligten Behörden, die davon berührt sind, bekannt gegeben. Auf Verlangen des Einwenders sollen dessen Name und Anschrift vor der Bekanntgabe unkenntlich gemacht werden, wenn diese Angaben zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind.

3. Nach Ablauf der Einwendungsfrist kann die Genehmigungsbehörde die rechtzeitig gegen das Vorhaben erhobenen Einwendungen mit dem Antragsteller und denjenigen, die Einwendungen erhoben haben, erörtern.

Bedarf es eines Erörterungstermins, findet dieser am Mittwoch, 17.07.2019 um 9:00 Uhr im Sitzungssaal 904 im Verwaltungszentrum, An der Blauen Kappe 18, 86152 Augsburg statt.

Die Entscheidung, einen Erörterungstermin durchzuführen, steht im Ermessen der Genehmigungsbehörde. Sie trifft die Entscheidung nach Ablauf der Einwendungsfrist. Die Entscheidung wird gesondert öffentlich bekanntgemacht.

Die formgerecht erhobenen Einwendungen werden auch bei Ausbleiben des Antragstellers oder von Personen, die Einwendungen erhoben haben, erörtert.

4. Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.

    Stadt Augsburg
    Umweltamt

Das Umweltamt der Stadt Augsburg informiert alle Betreiber von Heizölverbraucheranlagen im Stadtgebiet Augsburg über die neuen Regelungen des Hochwasserschutzgesetz II seit 05.01.2018.

1. In festgesetzten und vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten ist die Errichtung neuer Heizölverbraucheranlagen verboten. Die Stadt Augsburg, Umweltamt, kann auf Antrag Ausnahmen zulassen, wenn keine anderen, weniger wassergefährdenden Energieträger, zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zur Verfügung stehen und die Heizölverbrauchsanlage hochwassersicher errichtet wird.

2. Die Errichtung neuer Heizölverbraucheranlagen in Risikogebieten außerhalb von Überschwemmungsgebieten ist verboten, wenn andere weniger wassergefährdende Energieträger zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zur Verfügung stehen und die Anlage nicht hochwassersicher errichtet werden kann ( § 78 Abs. 2 S.1 WHG ).
Während für die Errichtung neuer Heizölverbraucheranlagen in festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten eine Ausnahme vom grundsätzlichen Verbot bei der zuständigen Behörde beantragt und von dieser erteilt werden muss, reicht in Risikogebieten eine Anzeige.

Die Anzeige muss dem Umweltamt der Stadt Augsburg spätestens sechs Wochen vor der Errichtung vorliegen.

Das Umweltamt kann dann innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Anzeige die Errichtung untersagen oder Auflagen an die Hochwassersicherheit festsetzen.
Mit der Anzeige sind Nachweise vorzulegen, dass kein anderer weniger wassergefährdender Energieträger zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zur Verfügung steht und die Heizölverbraucheranlage hochwassersicher errichtet wird.
Mit einer Pelletheizung oder einer Elektroheizung steht in aller Regel ein weniger wassergefährdender Energieträger zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zur Verfügung.

3. Heizölverbraucheranlagen, die am 05.01.2018 in Risikogebieten vorhanden sind, sind bis spätestens 05.01.2033 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hochwassersicher nachzurüsten, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist.
Sofern Heizölverbraucheranlagen wesentlich geändert werden, sind diese zum Änderungszeitpunkt hochwassersicher nachzurüsten.

Betreiber von Heizölverbraucheranlagen in Augsburg können im Internet auf der Seite des Landesamtes für Umwelt unter dem Link https://www.lfu.bayern.de/wasser/hw_ue_gebiete/informationsdienst/index.htm prüfen, ob sie von dieser Änderung betroffen sind.

Für Rückfragen steht das Umweltamt der Stadt Augsburg unter Tel: 324-7322 oder -7326 telefonisch zur Verfügung.


Stadt Augsburg

Umweltamt Untere Wasserrechtsbehörde