Jugendliche lernen schwimmen

Seit dem Frühling 2019 bietet die DLRG für Jugendliche aus Oberhausen Anfänger-Schwimmkurse an. Insgesamt 30 Kinder- und Jugendliche aus den Jahrgangsstufen 3 bis 5 haben so bereits schwimmen gelernt. Realisiert wurden die bislang drei Kurse in enger Zusammenarbeit mit Oberhauser Grund- und Mittelschulen der dortigen Jugendsozialarbeit und dem Quartiersmanagement Oberhausen. Für 2020 sind drei weitere Kurse für insgesamt 30 Mädchen und Buben geplant.

Längst ist nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder bereits in der ersten Klasse gut schwimmen können. Dabei ist die Gefahr von Badeunfällen im Seenland Bayern besonders groß. Damit Kindern auch im fortgeschrittenen Grundschulalter noch aufholen können und richtig schwimmen lernen, dafür setzen sich Vereine wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein.  

„Manche Eltern sehen die Notwendigkeit fürs Schwimmen überhaupt nicht. Als Folge ertrinken Sommer für Sommer Menschen an unseren Badeseen“ berichtet DLRG Referentin für Schule und Breitensport, Doris Lippmann, die den Schwimmkurs für die Kinder der Werner-Egk-Grundschule leitet. Umso wichtiger findet Sie, dass diese Kinder direkt angesprochen und für einen späten Schwimmkurs begeistert werden. „Im Grunde ist es nie zu spät für einen solchen Kurs.“  

Im Schwimmen sieht auch Petra Drieschner, Jugendsozialarbeiterin an der Werner-Egk-Schule, eine wichtige Alltagskompetenz. Um die Kinder für einen Kurs zu motivieren reicht es jedoch längst nicht aus, das Kursangebot ans Schwarze Brett im Foyer der Schule auszuhängen. „Vielmehr sprechen wir die Kinder und deren Eltern gezielt an und ermutigen sie zur Teilnahme.“ Drieschners Erfahrung nach leiden viele ältere Kinder massiv darunter, nicht richtig schwimmen zu können. Lieber halten sie diesen Umstand geheim und geraten so, am Baggersee oder im Freibad, erst Recht in Gefahrensituationen.
    
Um diesem Missstand entgegenzutreten, sind 2020 noch weitere Schwimmkurse geplant. Dabei lebt das Angebot von einer ausreichenden finanziellen Förderung die derzeit vom Sozialreferat sichergestellt wird. Genauso wichtig: Die Mithilfe ehrenamtlich engagierter Schwimmlehrer und Schwimmlehrerinnen sowie Begleitpersonen aus dem Umfeld von Elternschaft und Schule.